Jang Woojin räumt bei Korea Open ab

Lesedauer: 4 Min
Hatte bei den Korea Open in Daejeon gleich dreimal Grund zur Freude: Jang Woojin von den TTF Liebherr Ochsenhausen.
Hatte bei den Korea Open in Daejeon gleich dreimal Grund zur Freude: Jang Woojin von den TTF Liebherr Ochsenhausen. (Foto: ITTF)
Schwäbische Zeitung

Calderano erreicht ohne Satzverlust das Viertelfinale: Für Simon Gauzy von den TTF Liebherr Ochsenhausen sind die Korea Open in Daejeon früh beendet gewesen. Der Franzose wurde in der ersten Hauptrunde vom Koreaner Cho Seungmin (Weltrangliste Platz 42) kalt erwischt und mit 4:2 aus dem Turnier geworfen. Hugo Calderano zeigte bis zum Viertelfinale eine tadellose Vorstellung. Bis dahin musste der TTF-Brasilianer keinen Satz abgeben. Calderano ließ zunächst dem Taiwan-Chinesen Chen Chien-An (Weltrangliste: Platz 31) beim 4:0 keine Chance und gewann einige Stunden später auch glatt mit 4:0 gegen Cho Seungmin (12:10, 11:9, 11:6, 11:7). Im Viertelfinale traf er auf den Weltranglistendritten Lin Gaoyuan aus China und unterlag diesem mit 2:4. Jakub Dyjas verfehlte zwar knapp das Hauptfeld, musste sich aber keine Vorwürfe machen. Als souveräner Gruppensieger unterlag er in der Zwischenrunde dem Chinesen Liang Jingkun mit 1:4, der in der besten Liga der Welt, der chinesischen Superliga, bereits seit Jahren Topleute geschlagen hat. (sz)

Jang Woojin, der in der kommenden Saison für den Tischtennis-Bundesligisten TTF Liebherr Ochsenhausen spielen, wird, hat bei den hochkarätig besetzten Korea Open in Daejeon Geschichte geschrieben. Er gewann bei dem Platinum-Turnier des Weltverbands ITTF alle drei möglichen Titel im Einzel, Doppel und Mixed. Der 23-jährige Südkoreaner ist damit der erste Spieler, dem ein solcher Triumph auf der World Tour gelang und das als Ungesetzter.

Inklusive Doppel und Mixed bestritt Woojin 16 Spiele im Daejeon Hanbat Stadium – und gewann alle. Zuletzt musste am Sonntag im Finale des Männer-Einzels Liang Jingkun, der zuvor den Weltranglistendritten Lin Gaoyuan ausgeschaltet hatte, dran glauben. Im Endspiel blieb der Superleague-erfahrene Chinese Liang gegen Woojin beim 0:4 chancenlos. Der Koreaner, dessen großes Vorbild Ryu Seung Min ist, ließ seinen Gegner kaum zum Durchatmen kommen, gewann das Match mit 11:8, 11:9, 11:7 und 11:3 und versetzte die Kulisse in einen kollektiven Freudentaumel. Zuvor hatte der 23-jährige etliche bekannt Namen ausgeschaltet: Thomas Keinath (4:1), Patrick Baum (4:0), Lam Siu Hang (4:0), Patrick Franziska (4:0), Xu Xin (4:1), Jeong Sangeun (4:3) und Jun Mizutani (4:1).

Eine Stunde vor dem Einzel-Endspiel hatte Woojin gemeinsam mit seinem Landsmann Lim Jonghoon das Männer-Doppel gewonnen. Im Finale schlug die zwei Südkoreaner die favorisierten Hongkong-Chinesen Ho Kwan Kit/Wong Chun Ting, Nummer zwei der Doppel-Weltrangliste, mit 3:1 (11:8, 19:17, 9:11, 11:9).

Am Vortag war Woojin gemeinsam mit seiner nordkoreanischen Partnerin Cha Hyo Sim ein spektakulärer Sieg im Mixed gelungen war. Im Zuge der vom Weltverband geförderten „Pingpong-Diplomatie“ zwischen Nord- und Südkorea hatte man insgesamt vier „gemischte“ Doppel- und Mixed-Paarungen an den Start geschickt und nicht daran gedacht, dass eine davon Turniersieger werden könnte. Doch genau das brachten Woojin und Cha fertig. Im Finale bezwangen beide sogar das deutlich höher eingeschätzte China-Duo Wang Chuqin/Sun Yingsha mit 5:11, 11:3, 11:4 und 11:8. Es war der erste World-Tour-Sieg einer gemeinsamen nord- und südkoreanischen Formation überhaupt.

Der 1,69 Meter kleine Koreaner Woojin hatte zwar vor den Korea Open 2018 schon einige Erfolge auf der Tour vorzuweisen. 2016 hatte er die vergleichsweise unbedeutenden Belarus Open gewonnen, vergangenes Jahr fuhr er zwei Doppel-Titel ein. Zudem brachte er bis 2015 insgesamt dreimal U21-Gold nach Hause. Über seinen dreifachen Triumph in Daejeon freute sich Jang Woojin sehr: „Ich bin einfach nur glücklich und sehr stolz, in meinem Heimatland so erfolgreich gespielt zu haben. Heute ist der schönste Tag in meiner Karriere.“ Obendrauf bekam er für seinen Sieg im Einzel ein Preisgeld von 30000 Dollar, dazu gab es noch die Prämien für Doppel- und Mixed-Gold.

Calderano erreicht ohne Satzverlust das Viertelfinale: Für Simon Gauzy von den TTF Liebherr Ochsenhausen sind die Korea Open in Daejeon früh beendet gewesen. Der Franzose wurde in der ersten Hauptrunde vom Koreaner Cho Seungmin (Weltrangliste Platz 42) kalt erwischt und mit 4:2 aus dem Turnier geworfen. Hugo Calderano zeigte bis zum Viertelfinale eine tadellose Vorstellung. Bis dahin musste der TTF-Brasilianer keinen Satz abgeben. Calderano ließ zunächst dem Taiwan-Chinesen Chen Chien-An (Weltrangliste: Platz 31) beim 4:0 keine Chance und gewann einige Stunden später auch glatt mit 4:0 gegen Cho Seungmin (12:10, 11:9, 11:6, 11:7). Im Viertelfinale traf er auf den Weltranglistendritten Lin Gaoyuan aus China und unterlag diesem mit 2:4. Jakub Dyjas verfehlte zwar knapp das Hauptfeld, musste sich aber keine Vorwürfe machen. Als souveräner Gruppensieger unterlag er in der Zwischenrunde dem Chinesen Liang Jingkun mit 1:4, der in der besten Liga der Welt, der chinesischen Superliga, bereits seit Jahren Topleute geschlagen hat. (sz)

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen