Jubelt nächste Saison nicht mehr für die TTF: Jakub Dyjas verlässt die Ochsenhauser in Richtung Polen.
Jubelt nächste Saison nicht mehr für die TTF: Jakub Dyjas verlässt die Ochsenhauser in Richtung Polen. (Foto: Stephan Roscher)
Schwäbische Zeitung
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Jakub Dyjas verlässt zum Saisonende den Tischtennis-Bundesligisten TTF Liebherr Ochsenhausen. Laut einer Pressemitteilung des Vereins, zieht es den im polnischen Koszalin geborenen 24-Jährigen unter anderem aus familiären Gründen zurück in sein Heimatland. Dort hat er das Angebot eines ambitionierten Erstligisten angenommen.

Neben den familiären Gründen gibt es auch noch einen weiteren für den Wechsel von Dyjas. „Er hatte noch einen Vertrag bis zum Saisonende mit einer Option für die nächste Spielzeit“, sagt TTF-Präsident Kristijan Pejinovic auf SZ-Nachfrage. „Wir haben ein Angebot abgegeben. Doch das des polnischen Vereins war besser. Da konnten wir nicht mithalten. Sparen müssen wir aber nicht.“ Da die polnische Liga vorschreibe, dass jeder Verein nächste Saison einen polnischen Topspieler ins seinen Reihen haben muss, seien die Gehälter sehr stark angewachsen.

„Respektieren seine Entscheidung“

„Wir sind sehr stolz auf Jakub, da er sich bei uns zu einem von drei Topspielern entwickelt hat. Er hat große Verdienste um das Team und wir wünschen ihm alles erdenkliche Gute für seine neue Herausforderung“, so Pejinovic. „Wir sehen seinen Weggang natürlich mit einem lachenden und einem weinenden Auge, wir hätten ihn auch gerne behalten, verstehen aber, dass er einen Tapetenwechsel möchte und auch aus familiären Gründen in seine Heimat zurück will.“ Der TTF-Präsident betont: „Wir waren von Anfang an sehr offen und einvernehmlich im Gespräch und respektieren seine Entscheidung. Für Jakub wird bei uns immer die Tür offenstehen.“

Dyjas kam vor sieben Jahre nach Oberschwaben als Tischtennis-Teenager ans Liebherr Masters College und trug dann fünf Jahre das TTF-Trikot. Der 24-Jährige wurde in Ochsenhausen zum internationalen Spitzenspieler geformt. Die aktuelle Bilanz der unumstrittenen Nummer eins Polens in der stärksten Liga Europas beweist das: Dyjas ist derzeit mit 16 Siegen und fünf Niederlagen notiert – auch gegen die gegnerischen Spitzenspieler verbuchte er ein positives Resultat. Vergangene Saison verbuchte er eine 12:4-Bilanz.

„Das werde ich nicht vergessen“

„Ich konnte mich hier vom talentierten Jugendspieler zu einem der internationalen Topspieler entwickeln“, so Jakub Dyjas. Die Entscheidung, Ochsenhausen den Rücken zu kehren, sei ihm nicht leicht gefallen. „Unser Trainerteam hat mich jeden Tag nach vorne gebracht und auch in schwierigen Zeiten an mich geglaubt. Das werde ich nicht vergessen.“ In seinen fünf Jahren bei den TTF habe er viele großartige Siege aber auch manch harte Niederlage erlebt. „Ich habe aber immer versucht, das Positive aus allen Spielen mitzunehmen und daraus zu lernen. Ich bin dankbar, dass ich viele tolle Menschen kennengelernt habe und dass man mir hier so viel Vertrauen geschenkt hat“, sagt der Pole. Der Double-Gewinn in der vergangenen Saison sei etwas ganz Spektakuläres gewesen. „Das war etwas ganz Außergewöhnliches – speziell für uns, denn wir mussten als Team einige knappe Niederlagen in den Jahren davor verkraften“, so Dyjas. „Aber wir sind stärker denn je zurückgekommen, daher ist dies sicher etwas ganz Besonderes für mich.“ Das unbeschreibliche Gefühl, einen Titel zu erringen, würde er diese Saison gerne nochmals erleben.

Mit Jakub Dyjas verlässt ein Leistungsträger den amtierenden deutschen Meister. Er ist der zweite Abgang nach Stefan Fegerl. Dennoch ist Kristijan Pejinovic um die Zukunft nicht bang. „Die Lücken werden beziehungsweise sind schon geschlossen. Die Zugänge sind schon fix“, so der TTF-Präsident. „Wir werden auch nächste Saison wieder mit fünf Spielern im Kader antreten.“ Namen wollte er noch nicht verraten.

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