Hausmusik Muchitsch spielt brillantes Konzert

Lesedauer: 6 Min
Die Hausmusik Muchitsch hat ein gelungenes Konzert in der Pfarrkirche Laubach gespielt.
Die Hausmusik Muchitsch hat ein gelungenes Konzert in der Pfarrkirche Laubach gespielt. (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

Die Hausmusik Muchitsch hat vergangenen Sonntag ein sehr gelungenes Konzert in der Pfarrkirche Mariä Opferung in Laubach gegeben.

Schon einige Zeit vor Beginn war die Kirche so voll, dass der Raum in der Empore geöffnet werden musste, damit alle Besucher in der Kirche, zumindest einen Stehplatz finden konnten. Als Eingangsstück hörte das Publikum den Maria Lankowitzer Adventboarischen und konnte erfahren, dass Maria Lankowitz ein Marienwallfahrtsort in prachtvoller, barocker Klosteranlage in der Steiermark in Österreich gelegen ist.

„Schon ein ganz kleines Lied kann viel Dunkel erhellen“ – Worte die Franz von Assisi nachgesagt werden. In diesem Sinne eröffnete Inge Waibel das Konzert, teilte mit, dass der Eintritt frei ist, die Musikanten sich über Spenden freuen würden, die an Schwester Elekta Wild gehen. Sr. Elekta Wild, ist gebürtig aus Reinstetten und schon lange in der Misssion in Südafrika tätig. Inge Waibel stellte die Arbeit in der Mission vor, die sich um AIDS-Kranke und deren Familien annimmt.

Die Hausmusik Muchitsch hat sich den ruhigen, besinnlichen Melodien verschrieben. Durch gekonnte Stückauswahl, sehr bewusst festgelegte Reihenfolge und den durchdachten Einsatz von acht unterschiedlichen Instrumenten überzeugte das Quartett sein Publikum. Alpenländische Klänge mit Harfe, Steirischer Harmonika, Kontrabass, Querflöte, Gitarre und Akkordeon stimmten die Zuhörer auf die kommende Stunde ein. Inge Waibel und Marion Sauter eröffneten mit einem zweistimmigen Musikstück für zwei Steirische Harmonikas, begleitet wurde der Vortrag von Gilbert Muchitsch am Kontrabass und Erika Schwarz an der Harfe. Es folgte eine Komposition im Vier-Viertel-Takt „Morgentau“ von Gilbert Muchitsch und einem Adventlandler von Klaus Kniely. Daraufhin war ein schönes Arrangement von Marion Sauter zu hören. Ihr war es gelungen mit passenden Übergängen drei bekannte Filmmelodien zu verbinden.

Die nächste Ansage von Franz Härter lies die Zuhörer neugierig werden. Eine Klarvieretüde Opus 10 Nr. 3 von Frederic Chopin wurde angekündigt. Erstaunt stellten die Zuhörer fest, dass die Steirische Harmonika die Hauptmelodie ergänzte und untermalte.

Stimmkräftig sangen dann die Zuhörer „Lobe den Herren den mächtigen König der Ehren“, musikalisch begleitet durch die Hausmusik Muchitsch. „Zauber der Julischen Alpen“ entpuppte sich schließlich als Komposition des legendären Slavko Avsenik, in einem anspruchsvollen Arrangement von Gilbert Muchitsch für dieses Quartett spielbar gemacht. Muchitsch erzählte mit seiner Klarinette eine ruhige, berührende Melodie, sehr gekonnt umspielt von Marion Sauter mit dem Akkordeon. Inge Waibel am Kontrabass und Erika Schwarz mit der Gitarre rundeten den Klang ab.

Wolgalied zum Abschluss

Ein gefühlvoll von Erika Schwarz vorgetragenes Harfensolo „Vogerl am Bach“ ließ wiederum den einen oder anderen Zuhörer die Augen schließen und die Melodie genießen. Passend zur Tageszeit folgte ein Lieblingsstück des Quartetts „Die kleine Abendmelodie“ von Gilbert Muchitsch.

Mit den bekannten Melodien der Volkslieder vom Elternhaus, auch bekannt als „ Wo’s Dörflein traut zu Ende geht“ und dem schönsten Wiesengrunde, schön arrangiert von Marion Sauter, leitete die Gruppe, für die Zuhörer zum Abschlussstück, dem durch Ivan Rebroff weltberühmten Wolgalied, komponiert von Franz Lehar für die Operette der Zarewitsch und für die Hausmusik wiederum arrangiert von Gilbert Muchitsch.

My Way bekannt geworden durch den Liedtext von Frank Sinatra sollte das allerletzte Stück als Danke und Zugabe für die begeisterten Zuhörer sein. Aber diese standen nach dem Saxophonvortrag ein zweites Mal auf und dankten durch intensiven Applaus. Mit einer Komposition „Klarinettenträumerei“ von Gilbert Muchitsch verabschiedeten sich die Musiker von ihrem strahlenden Publikum. Viele Zuhörer drängten sich anschließend im Mittelgang nach vorne um den Musikanten persönlich, die Hand zu drücken und ihre Freude über das Konzert zum Ausdruck zu bringen. Mit den Worten „Ihre Musik hat meinen Gedanken Flügel gegeben“ bedankte sich eine Zuhörerin aus Laupheim bei Inge Waibe.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen