Patrick Franziska (hier bei den Austrian Open) ist die Nummer eins des Tabellenzweiten 1. FC Saarbrücken, bei dem die TTF Liebh
Patrick Franziska (hier bei den Austrian Open) ist die Nummer eins des Tabellenzweiten 1. FC Saarbrücken, bei dem die TTF Liebherr Ochsenhausen am Sonntag gastieren. (Foto: Barbara Gindl/dpa)
Schwäbische Zeitung

Die Aufgebote

1. FC Saarbrücken: Patrick Franziska (GER/26 Jahre/Weltrangliste (WRL): Platz 14/Bundesliga-Saisonbilanz (TTBL): 14:2), Darko Jorgic (SVN/20/WRL: 59/TTBL: 7:5), Liao Cheng-Ting (TPE/ 22/WRL: 53/TTBL: 1:4), Tomas Polansky (CZE/20/WRL: 283/TTBL 0:1), Tobias Rasmussen (DEN/22/WRL: 191/TTBL: 1:3), Doppel: Jorgic/Liao 2:0, Jorgic/Rasmussen 1:1, Franziska/Rasmussen 1:0. Cheftrainer: Slobodan Grujic (SRB, 45 Jahre).

TTF Liebherr Ochsenhausen: Hugo Calderano (BRA/22 Jahre/Weltrangliste (WRL): Platz 6/Bundesliga-Saisonbilanz (TTBL): 5:4), Simon Gauzy (FRA/24/WRL: 23/TTBL: 9:5), Stefan Fegerl (AUT/30/WRL: 58/TTBL: 5:3), Jakub Dyjas (POL/23/WRL: 68/TTBL: 8:2). Doppel: Fegerl/Dyjas 2:0, Calderano/Fegerl 1:0, Gauzy/Fegerl 1:0. Cheftrainer: Dmitrij Mazunov (RUS, 47 Jahre).

Die nächste große Herausforderung in der Tischtennis-Bundesliga steht für den Spitzenreiter TTF Liebherr Ochsenhausen am Sonntag (15 Uhr) in Saarbrücken bevor. In der Joachim-Deckarm-Halle will der Tabellenzweite 1. FC Saarbrücken im Topspiel versuchen, den Oberschwaben die zweite Saisonniederlage beizubringen. Das wollen Calderano und Co. natürlich mit aller Macht verhindern.

Die TTF streben ihrerseits am 13. Spieltag den elften Sieg im zwölften Spiel an. Aber die Saarländer haben ebenso erst zweimal verloren und auch in dieser Spielzeit eine starke Mannschaft am Start. Nach den einschneidenden personellen Veränderungen im Kader zur Saison 2018/19 haben nicht alle damit gerechnet, dass der 1. FCS gleich wieder zu den Spitzenteams in Europas Topliga zählen würde. Doch 16:4 Punkte dokumentieren, dass genau dies der Fall ist. Die ersten beiden Spiele gingen verloren – 2:3 in Ehingen gegen die TTF, 1:3 gegen Düsseldorf. Es folgten acht Siege in Serie, seit dem 9. September sind die Saarbrücker in der Bundesliga unbesiegt. Ein harter Brocken für die Ochsenhauser, ohne Frage.

Leitwolf Franziska überragt

Natürlich basiert sehr viel bei den Saarländern auf der überragenden Leistung von Leitwolf Patrick Franziska, der mit einer 14:2-Bilanz zurzeit erfolgreichster Bundesligaspieler ist. Der 20-jährige slowenische Nationalspieler Darko Jorgic bringt auch recht gute Leistungen, während der hoch gehandelte Zugang aus Taiwan, Liao Cheng-Ting, bisher noch nicht so recht überzeugen konnte. Der junge Tscheche Tomas Polansky war lange verletzt, steht jetzt aber wieder zur Verfügung. Mehrmals wurde in der Vorrunde der Däne Tobias Rasmussen aus der Saarbrücker Zweitliga-Truppe eingesetzt, der als vorzüglicher Doppelspieler gilt. Überhaupt sind die Saarländer ungemein doppelstark und mit einer 4:1-Bilanz fast so erfolgreich wie die TTF (4:0). Doch die Ochsenhauser sind richtig gut drauf und voller Selbstbewusstsein. Zuletzt haben die TTF in Fulda klar gewonnen und in Grünwettersbach nervenstark einen 0:2-Rückstand umgebogen.

Das Hinrundenspiel gegen Saarbrücken am 31. August in Ehingen ging mit 3:2 an die TTF. Ein Patrick Franziska in Galaform rettete die Saarländer durch knappe Siege gegen Hugo Calderano und Simon Gauzy ins Doppel, in dem Calderano/Fegerl gegen Jorgic/Rasmussen wenig Mühe hatten.

Die TTF und Saarbrücken haben sich in den vergangenen Jahren viele rassige, hoch spannende Duelle geliefert. Manches deutet darauf hin, dass am Sonntag ein weiteres folgen wird. Damit rechnet auch Kristijan Pejinovic. „Saarbrücken ist eine Spitzenmannschaft, die Tabelle spricht Bände“, so der TTF-Präsident. „Patrick Franziska ist seit Wochen in Topform und macht seine Weg. Um gegen ihn zu punkten, müssen unsere Jungs alles abrufen.“ Die TTF sind Pejinovic zufolge in der glücklichen Situation, zwar gewinnen zu können und zu wollen, aber nicht zu müssen.

Hugo Calderano, der zunächst leicht verletzt war und zuletzt eine Woche in seiner Heimat weilte, ist seit Dienstag zurück und steht am Sonntag zur Verfügung. „Hugo hat das Finale um die brasilianische Meisterschaft gegen Gustavo Tsuboi gewonnen. Ein Titel, der ihm sehr wichtig ist“, sagt Pejinovic. „Es war auch gut für ihn, zu Hause wieder etwas Energie zu tanken.“ Der TTF-Präsident zeigt sich für das Topspiel vorsichtig optimistisch. „Ich traue dem Team durchaus zu, auch die hohe Hürde Saarbrücken zu meistern“, so Pejinovic. „Für mich war übrigens Grünwettersbach eines unserer besten Spiele, nicht weil wir überragend gespielt hätten, sondern weil wir großartig gekämpft und gezeigt haben, dass wir nicht verlieren wollten. Und das wollen wir auch am Sonntag nicht.“

Die Aufgebote

1. FC Saarbrücken: Patrick Franziska (GER/26 Jahre/Weltrangliste (WRL): Platz 14/Bundesliga-Saisonbilanz (TTBL): 14:2), Darko Jorgic (SVN/20/WRL: 59/TTBL: 7:5), Liao Cheng-Ting (TPE/ 22/WRL: 53/TTBL: 1:4), Tomas Polansky (CZE/20/WRL: 283/TTBL 0:1), Tobias Rasmussen (DEN/22/WRL: 191/TTBL: 1:3), Doppel: Jorgic/Liao 2:0, Jorgic/Rasmussen 1:1, Franziska/Rasmussen 1:0. Cheftrainer: Slobodan Grujic (SRB, 45 Jahre).

TTF Liebherr Ochsenhausen: Hugo Calderano (BRA/22 Jahre/Weltrangliste (WRL): Platz 6/Bundesliga-Saisonbilanz (TTBL): 5:4), Simon Gauzy (FRA/24/WRL: 23/TTBL: 9:5), Stefan Fegerl (AUT/30/WRL: 58/TTBL: 5:3), Jakub Dyjas (POL/23/WRL: 68/TTBL: 8:2). Doppel: Fegerl/Dyjas 2:0, Calderano/Fegerl 1:0, Gauzy/Fegerl 1:0. Cheftrainer: Dmitrij Mazunov (RUS, 47 Jahre).

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