FV Biberach sorgt für klare Verhältnisse

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Michael Mader

Der FV Biberach hat das Derby in der Fußball-Landesliga beim SV Ochsenhausen klar für sich entschieden. Der Tabellendritte gewann durch Tore von Fabian Scheffold, Florian Treske und Mario Ptorka sowie einem Eigentor von Andreas Ludwig mit 4:1 (2:1). Den Treffer für Ochsenhausen erzielte Spielertrainer Oliver Wild.

Es wurde nicht das von vielen erwartete Spiel auf Augenhöhe, sondern eine einseitige Angelegenheit. Lediglich nach dem Anschlusstreffer durch Oliver Wild nach 31 Minuten spielte der Gastgeber vor 350 Zuschauern bis zum Seitenwechsel einigermaßen mit. „Das war unsere stärkste Phase, ansonsten war der FV Biberach die eindeutig bessere Mannschaft“, sagte Oliver Wild. Daran gebe es nichts zu deuteln. Die Leistung sei gegenüber den vergangenen Auftritten in Weiler und Ravensburg wesentlich schlechter gewesen.

Noch vor dem Spiel musste Wild die Nachricht hinnehmen, dass sein Stürmer Burak Kesici doch nicht spielen konnte. Der Zugang vom FC Sonthofen hatte zwar drei Spiele lang seine Rotsperre abgesessen, durfte aber dennoch nicht eingesetzt werden. „So ganz verstanden habe ich es auch nicht, aber wir wollten kein Risiko eingehen.“ Offensichtlich darf Kesici auch am kommenden Wochenende in Friedrichshafen noch nicht spielen.

Doch allein am Fehlen des Stürmer lag es nicht, dass der SV Ochsenhausen klar den Kürzeren zog. Schon in der Anfangsphase hatte das Team große Probleme beim Aufbauspiel. Immer wieder musste der Ball zu Keeper Jan Besenfelder zurückgespielt werden. Der FV Biberach lief geschickt und mutig an und setzte so die Ochsenhauser Abwehrspieler unter Druck. So verwunderte es kaum jemand, dass der Tabellendritte bereits nach sechs Minuten in Führung ging.

Timo Heimpel schickte mit einem Zuckerpass Scheffold auf die Reise und der ließ sich nicht zweimal bitten. Nach einem präzisen Flachschuss von der Strafraumkante landete der Ball im langen Eck. „Nach der kurzen Schwächephase gegen Ostrach und Friedrichshafen macht es jetzt wieder richtig Spaß, mit dieser Mannschaft Fußball zu spielen“, betonte Heimpel, der vor allem in Durchgang eins eine überzeugende Partie lieferte und immer wieder seine Mitspieler geschickt in Szene setzte. Florian Treske erhöhte durch seinen vierten Treffer im fünften Spiel auf 2:0 für sein Team, allerdings war dem Treffer eine klare Abseitsstellung von Ramon Diamant am rechten Flügel vorausgegangen. Der Treffer zählte, Biberach führte nur 2:0, weil Scheffold (12.) und Jonathan Hummler eine Minute später nicht trafen.

Wie aus dem Nichts fiel dann der Anschlusstreffer des SVO. Wild nutzte nach einem Eckball die Schlafmützigkeit der Biberacher Defensive in dieser Szene aus und schob zum 1:2 ein. Zehn Minuten lang hatten die Zuschauer das Gefühl, dass noch was gehen könnte für Ochsenhausen, doch nach dem Seitenwechsel sorgte der FV Biberach schnell für klare Verhältnisse, weil er wieder nach vorn spielte und den Gegner unter Druck setzte. So konnte SVO-Kapitän Ludwig eine scharfe Flanke von Ramon Diamant nur noch ins eigene Netz abfälschen. Sont hätte der hinter ihm wartende Hummler das Tor erzielt (58.).

Ochsenhausen in Unterzahl

Nur elf Minuten später war die Luft bei Ochsenhausen dann endgültig raus. Djilon Sambou vertändelte als letzter Mann den Ball und wusste sich nur noch durch ein Foul zu helfen. Logische Konsequenz: Rot durch Schiedsrichter Tobias Huthmacher. „Mit zehn Mann war es dann noch schwerer, zumal wir sowieso nicht gut drauf waren“, resümierte Oliver Wild.

Der vierte Gegentreffer durch Protrka spiele da keine Rolle mehr. Höchstens vielleicht für das Torverhältnis des FV Biberach. „Heute bin ich sehr zufrieden mit der Mannschaft. Sie hat nahezu das gesamte Spiel Gegner und Geschehen beherrscht“, freute sich Biberachs Trainer Dietmar Hatzing. „In allen Mannschaftsteilen haben wir heute sehr gut gearbeitet und hochverdient auch in dieser Höhe gewonnen.“

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