Fußwallfahrt ist wieder ein Gemeinschaftserlebnis

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 Die Wallfahrergruppe zwischen Wolpertsheim und Gaisbeuren.
Die Wallfahrergruppe zwischen Wolpertsheim und Gaisbeuren. (Foto: Hans-Peter Wachter)
Schwäbische Zeitung

Auf rege Beteiligung ist trotz schlechter Wettervorhersage auch in diesem Jahr wieder die Fußwallfahrt der Katholischen Kirchengemeinde Ochsenhausen/Erlenmoos zum Kloster Reute gestoßen. Obwohl genau zum Wallfahrtsbeginn um 5 Uhr Regenschauer und Wind einsetzten, trafen sich mehr als 110 Wallfahrer an der Mariensäule auf dem Kirchplatz der Klosterkirche Ochsenhausen, um nach einer kurzen Besinnung und einem Segensgebet den vor ihnen liegenden, mehr als 35 Kilometer langen Fußmarsch zur „Guten Beth“ nach Reute aufzunehmen.

Entlang des Krummbachs in Stille der erwachenden Natur lauschend und dem heller werdenden Tag entgegengehend, später Lieder singend, Rosenkranz und Litaneien betend sowie Gebete und Impulse hörend, erreichten die Wallfahrer über Rottum, Bellamont und Füramoos (erste kurze Rast) Unterschwarzach, wo die Wallfahrergruppe von den Kirchenglocken begrüßt wurde.

Nach einer Pause und einer kurzen Andacht in der dortigen Kirche gelangte die Gruppe über die Ortschaft Graben zur idyllisch im Wald gelegenen Sebastianskapelle, wo die Gruppe ebenfalls von Glockengeläut empfangen wurde. Wegen des schlechten Wetters fand die Mittagspause in Haisterkirch in einer privaten Maschinenhalle statt. Anschließend marschierten die Wallfahrer, frisch gestärkt und begleitet von einem heftigen Regenschauer, über Haisterkirch, Mittelurbach und Wolpertsheim (Kaffeepause) weiter zum Kloster Reute.

Gottesdienst mit Pfarrer John

Pünktlich um 15 Uhr erreichte die auf mehr als 130 Wallfahrer angewachsene Gruppe trocken ihr Ziel. Anschließend wurde von Pfarrer John Mundolickal in der vollbesetzten Franziskuskapelle der Wallfahrtsgottesdienst gehalten. Danach ließen die Wallfahrer beim gemütlichen Beisammensein im Gasthaus diesen Tag des gemeinsamen Gehens, Sprechens, Betens, Singens, Bittens und Dankens nochmals Revue passieren, wobei die körperlichen Anstrengungen und widrigen Wetterumstände bald vergessen waren.

Zwei Busse brachten die Wallfahrer wieder zu ihren an den verschiedenen Weg-Stationen geparkten Fahrzeugen sowie nach Ochsenhausen zurück.

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