Der Ravensburger Landrat Kurt Widmaier gratuliert Konstantin Maier zu seinem Preis.
Der Ravensburger Landrat Kurt Widmaier gratuliert Konstantin Maier zu seinem Preis. (Foto: Morlok)
Heinz Morlok

Stiftung Friedrich Schiedel hat Professor Dr. Konstantin Maier mit dem Wissenschaftspreis zur Geschichte Oberschwabens ausgezeichnet.

Der Bibliotheksaal des ehemaligen Klosters Ochsenhausen war beinahe bis zum letzten Platz gefüllt. Ein würdiger Rahmen für einen würdigen Anlass. Die Begrüßungsrede von Landrat Kurt Widmaier aus Ravensburg, der gleichzeitig Vorsitzender des Stiftungsvorstandes ist, beeindruckte. Er hatte zuvor viele Persönlichkeiten aus der Politik und Wirtschaft, Kirche und Kultur begrüßt. Der Landrat sprach über Konstantin Maiers Forschungsarbeiten. Kirchen- und Frömmigkeitsgeschichte in Oberschwaben sind zwei seiner bevorzugten Forschungsgebiete. Im Rahmen dieser Arbeiten hat sich Professor Maier auch intensiv mit dem Kloster Ochsenhausen beschäftigt. Seine Jahrzehnte dauernden, unermüdlichen Forschungsarbeiten haben das Geschichtsbewusstsein und die Kultur in Oberschwaben maßgeblich gefördert, lobte Widmaier.

Kloster ist Ort der Wissenschaft

Dr. Klaus Weigele, Akademiedirektor der Landesakademie für die musizierende Jugend in Baden-Württemberg, spannte den Bogen von dem schönen Ambiente des Bibliotheksaales hin zum ehemaligen Kloster Ochsenhausen, das er als einen Ort der Wissenschaft und Bildung bezeichnete.

Professor Dr. Zimmermann aus Karlsruhe versprach in seiner Laudatio keine rhetorischen Purzelbäume zu schlagen, er halte auch intellektuelle Hintertürchen für nicht erforderlich. Seine Rede wolle nicht barock oder aus gedrechselten Worten sein. Zimmermann schilderte kurz die Vita des Jubilars. Geboren in Erolzheim schloss Konstantin Maier seine schulische Ausbildung am Salvatorkolleg in Bad Wurzach mit dem Abitur ab. Anschließend studierte er Theologie und Philosophie in Tübingen. Seine erste Professur hatte er in Luzern, bis heute lehrt er an der Universität Eichstätt-Ingolstadt. Der Karlsruher Professor sprach über die Forschungsarbeiten und das Wirken seines Freundes und Studienkollegen Maier. Neben den ungezählten Forschungsarbeiten wurde das Wirken von Maier beispielhaft an der Ausstellung „Alte Klöster, neue Herren“ in Bad Schussenried hervorgehoben, wo er nicht nur als Planer sondern auch als gefragter Redner gerne gesehen war. Seine Handschrift trägt auch die Konzeption des Klostermuseums in Ochsenhausen.

Maier dankt und lobt

„Für seine unermüdlichen Arbeiten, ein oberschwäbisches Geschichtsbewusstsein zu prägen“, sagte der Laudator, werde Konstantin Maier nun mit dem Friedrich-Schiedel-Wissenschaftspreis zur geehrt.

In seiner Dankadresse erwähnte der Geehrte seine umfangreichen Archivstudien von Stuttgart bis Prag und seine unzähligen Vorträge, die er über das Kloster Ochsenhausen gehalten hatte. „Ich fühle mich wohl in dieser prächtigen barocken Klosteranlage. Der Geist von Wissenschaft und Tradition atmet durch diese Säle“, findet er. Als Musikliebhaber bedankte sich Maier besonders bei den Mitgliedern des Orpheus Vokalensembles der Landesakademie, das für den musikalischen Rahmen des Festakts sorgte.

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