„Fremde – Heimat“: Ausstellung über Ochsenhauser Bürger geplant

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 Renée Nakad (Zweite v. l.) hat für ihr Kunstprojekt ein erstes Bild entworfen, das Bildungswerk-Gründungsmitglied Walter Ertl z
Renée Nakad (Zweite v. l.) hat für ihr Kunstprojekt ein erstes Bild entworfen, das Bildungswerk-Gründungsmitglied Walter Ertl zeigt. Neben diesem besonderen Projekt haben die Verantwortlichen des Bildungswerks, Christina Pappelau (v. l.), Katja Bertsch und Matthias Wiest, mehr als 170 Kurse im Programm. (Foto: Tobias Rehm)

174 Kurse bietet das Bildungswerk Ochsenhausen im neuen Semester an, das am Mittwoch, 9. Januar, beginnt. 31 davon sind neu im Programm. Als Veranstaltungsorte sind die Räume des DRK-Ortsvereins und der KGO dazugekommen. Zudem plant das Bildungswerk ein besonderes Projekt. Renée Nakad, die derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolviert, will gemeinsam mit dem Fotografen Andreas Reiner eine Ausstellung mit dem Titel „Fremde – Heimat“ über Ochsenhauser Bürger machen.

Renée Nakad ist in Syrien geboren, in Venezuela aufgewachsen und lebt seit drei Jahren in Ochsenhausen. Seit September macht sie ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim Bildungswerk Ochsenhausen, im Mai will sie nun gemeinsam mit dem Fotografen Andreas Reiner aus Galmutshöfen eine Ausstellung auf die Beine stellen. Ein Kunstprojekt über Menschen in Ochsenhausen verschiedenster Herkunft, die in ihrem Umfeld von Reiner fotografiert werden, wie Bildungswerk-Geschäftsführerin Christina Pappelau erläutert.

Geplant seien 20 bis 30 Bilder, einen Teil davon will Renée Nakad malerisch umsetzen. Ein erstes Bild hat sie bereits von Bildungswerk-Gründungsmitglied Walter Ertl gemalt. Ausgestellt werden sollen die Werke von Nakad und Reiner ab dem 3. Mai im „Kuhstall“ des Café Schäfers. Damit das Projekt zustande kommt, sind die Verantwortlichen des Bildungswerks noch auf der Suche nach Sponsoren. „Wenn jemand die Aktion unterstützen möchte, darf er sich gerne bei uns melden“, sagt Christina Pappelau.

Neben diesem Projekt hat das Bildungswerk mehr als 170 Kurse in das am Mittwoch startende Semester gepackt. Darunter sind mehrere neue Vorträge, unter anderem von Schwester Teresa Zukic („Jeder ist normal, bis du ihn kennst“), Michael Krämer („Sonntags dachte ich an Gott“ – Gottesspuren in der deutschsprachigen Literatur) oder Renate Zinngisser („Allergien – die chronische und akute Behandlung mit der klassischen Homöopathie“). Angeboten wird auch eine Führung durch das Schloss Hürbel am 26. März. Im Entspannungsbereich gibt es erstmals Yogaletics. Das Wort setzt sich aus Yoga und dem englischen Begriff Athletics zusammen, Yogaelemente werden mit Kräftigungs- und Mobilisationsübungen aus dem Fitnessbereich kombiniert. Neu ist ebenfalls ein Rückgymnastik-Kurs für Männer, genauso wie das Angebot „Fit fürs E-Bike“.

Anfängerkurs in Englisch

Bei den Sprachen sind Anfängerkurse in Englisch und Spanisch neu. Die allgemeinen Integrationskurse, die über das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert werden können, sind wieder fest Bestandteil des neuen Semesters. Beim Unterpunkt Beruf und Karriere gibt es Kurse zu „Mythos Arbeitsklima – neue Perspektiven durch Spaß an der Zusammenarbeit“ mit Michael R. Schwelling und zum Thema Small Talk mit Heidrun Edel. Kulinarisch wird es unter anderem beim Kutteln kochen im Gasthof Adler in Dietmanns, des Weiteren gibt es Einblicke in die peruanische Küche und eine Veranstaltung mit dem Titel „Super Food – alles gut? Alternative: regional und nährstoffreich“.

In der Reihe „Kompetent fürs Ehrenamt“, die in Kooperation mit dem Netzwerk Ehrenamt im Landkreis Biberach und der katholischen Kirchengemeinde St. Georg abgehalten wird, gibt es mehrere kostenlose Veranstaltungen, unter anderem ein Seminar zum Thema Pressearbeit mit Gerd Mägerle, Redaktionsleiter der „Schwäbischen Zeitung“ in Biberach. Apropos Kooperationen: „Wir sind nach wie vor dabei, die Maßnahmen aus der Klausurtagung umzusetzen“, sagt der Vorstandsvorsitzende Matthias Wiest. Neben dem Ausbau der Kooperationen könnte auch das Programm neu aufgebaut und das Angebot breiter aufgestellt werden. „Für die Teilnehmer wird manches davon sicherlich interessant sein“, verspricht Wiest.

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