Für die TTF zählt gegen Neu-Ulm nur ein Sieg

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D. Mazunov
D. Mazunov (Foto: Archiv)
Schwäbische Zeitung

Zwischen den TTF Liebherr Ochsenhausen und dem neugegründeten TTC Neu-Ulm kommt es am Sonntag, 15 Uhr, zum ersten Derby. Im Achtelfinale des deutschen Tischtennispokals treffen die beiden Teams in der Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena aufeinander, jenem Ort, wo die TTF im Januar den deutschen Tischtennis-Pokal holten.

Der frischgebackene Bundesligist, mit Wildcard ins Oberhaus eingezogen, hat in der Liga bisher zwar drei Niederlagen kassiert aber keineswegs enttäuscht. In Grünwettersbach und gegen Bremen wurde knapp und unglücklich mit 2:3 verloren, und auch beim 1:3 gegen Mühlhausen war der TTC dem Gegner beinahe ebenbürtig. Und das, obwohl die drei gemeldeten asiatischen Topleute alle noch nicht zum Einsatz gekommen sind.

Es ist das erste Derby gegen den von Marketingprofi und Sportfan Florian Ebner aus der Taufe gehobenen Verein, der mit zwei Super-League-Chinesen, einem Weltklasse-Koreaner sowie dem Ex-Ochsenhauser Tiago Apolonia, dem Brasilianer Gustavo Tsuboi, dem Franzosen Abdel-Kader Salifou sowie dem Schweden Viktor Brodd und dem 16-jährigen deutschen Talent Kay Stumper personell gut aufgestellt ist.

Allerdings kann gemäß den TTBL-Statuten immer nur ein Nicht-Europäer spielen, was die Möglichkeiten der Neu-Ulmer bei der Aufstellung schon wesentlich einschränkt. Wenn einer der an den Positionen eins bis drei gemeldeten Akteure spielen sollte, darf auch Gustavo Tsuboi als Südamerikaner nicht ran. „Wir wissen nicht, ob Neu-Ulm einen der Asiaten einfliegen lässt“, sagt TTF-Präsident Kristijan Pejinovic. „Doch darüber zerbrechen wir uns auch nicht den Kopf. Wir legen den Fokus nur auf uns selbst. Wir wollen ins Viertelfinale, egal wer gegen uns aufläuft.“

Beim Double-Gewinner der Saison 2018/19 freut man sich auf das Match, weiß, dass es keine leichte Aufgabe ist und wird den Gegner ernst nehmen. Dass Ochsenhausen am Freitagabend zunächst im Ligaspiel in Jülich (Partie bei Andruck dieser Ausgabe nicht beendet) gefordert ist, muss die Mannschaft eben wegstecken, wenn sie dieses erste „Endspiel“ der Saison gewinnen will.

„Pokalwettbewerb ist sehr wichtig“

Ulm ist sehr gefährlich für uns, zumal man aufgrund ihres breit aufgestellten Kaders nie weiß, wer spielen wird“, sagt TTF-Cheftrainer Dmitrij Mazunov. „Wir versuchen, uns so gut es geht auf das Spiel vorzubereiten. Aufgrund des Spiels in Jülich am Freitag wird dies allerdings nicht leicht. Der Pokalwettbewerb ist sehr wichtig für uns, weshalb wir alles geben werden, um die nächste Runde zu erreichen.“

„Es ist wichtig, keine Federn in Jülich zu lassen, denn unser voller Fokus gilt natürlich dem Achtelfinale in der Ratiopharm-Arena, das ein interessantes Aufeinandertreffen zu werden verspricht“, fügt Kristijan Pejinovic hinzu. „Wir wollen das Final Four erreichen und müssen dazu eben die erste Hürde nehmen, egal wo und gegen wen.“

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