Vladimir Sidorenko bezwang Bad Könighofens Nummer eins, Bastian Steger, und steuerte so einen wichtigen Punkt zum Sieg der TTF
Vladimir Sidorenko bezwang Bad Könighofens Nummer eins, Bastian Steger, und steuerte so einen wichtigen Punkt zum Sieg der TTF bei. (Foto: Archiv: Stephan Roscher)
Schwäbische Zeitung

Die TTF Liebherr Ochsenhausen haben das 2:3 im Pokalfinale gegen Grünwettersbach sowie die knappe Heimniederlage gegen Werder Bremen gut weggesteckt. In Bad Königshofen kehrte das Team von TTF-Cheftrainer Dmitrij Mazunov durch einen 3:1-Sieg zurück in die Erfolgsspur. Ohne den noch nicht wieder vollständig fitten Hugo Calderano zeigten die TTF dabei eine top Teamleistung, bei der besonders Jakub Dyjas und der erst 17-jährige Vladimir Sidorenko glänzten.

807 Zuschauer in der ausverkauften Halle erlebten ein äußerst unterhaltsames Spiel. Insgesamt fast dreieinhalb Stunden dauerte es, bis die TTF als Sieger feststanden. Vladimir Sidorenko sorgte gleich zum Auftakt für Furore. Der 17-Jährige, an Position zwei aufgestellt, behielt gegen den klar favorisierten deutschen Nationalspieler Bastian Steger nach einem tollen Match auch im fünften Satz die Nerven und fuhr dort den wichtigen Punkt zur 1:0-Führung mit 13:11 in der Verlängerung ein.

Dyjas nutzt Steilvorlage

Diese Steilvorlage nutzte Jakub Dyjas und bezwang den nach einer langwierigen Verletzung wieder genesenen Lokalmatadoren Kilian Ort, ebenso deutscher Nationalspieler, zur 2:0-Pausenführung. Auch diese Partie ging über fünf Sätze, Dyjas behielt im Entscheidungsdurchgang mit 11:9 die Oberhand. Simon Gauzy hätte gegen den Japaner Mizuki Oikawa den Sack zumachen können, doch das Vorhaben misslang. Zwar kämpfte sich der 25-jährige Franzose nach einem 0:2-Satzrückstand zurück ins Match, doch im fünften Durchgang hatte sein Kontrahent am Ende die erforderlichen zwei Punkte mehr auf der Habenseite. Somit musste Jakub Dyjas erneut ran – im Spitzeneinzel gegen Bastian Steger. Der 24-jährige Pole blieb auch bei einem 0:2 nach Sätzen und 4:7 im dritten Durchgang gelassen, holte sich diesen und den folgenden Satz noch und behielt dann im letzten Durchgang mit 11:9 die Oberhand – die TTF hatten mit 3:1 gewonnen.

„Ich war heute mehr als zufrieden mit den Jungs. Das war nicht nur spielerisch ziemlich gut, sondern besonders auch die Einstellung sowie die Art und Weise, wie sie gekämpft haben und nach Rückständen immer wieder zurückgekommen sind, war vorbildlich“, sagte ein strahlender Dmitrij Mazunov. „Umso mehr als sie die 2:3-Niederlagen im Cupfinale und gegen Bremen noch in den Köpfen hatten.“ Der TTF-Cheftrainer hatte auch ein Sonderlob parat: „Respekt, wie der junge Vladimir Sidorenko in dem Hexenkessel gegen die so erfahrene Nummer eins des Gegners gespielt und mit seinem frühen Break Jakub die Vorlage zur 2:0-Führung gegeben hat.“

Kristijan Pejinovic lobte ebenfalls Sidorenko. „Das war eine Topleistung gegen einen keineswegs schwachen Steger – aus diesem Match kann er viel Positives mitnehmen“, sagte der TTF-Präsident und hob auch die Leistung von Jakub Dyjas hervor. „Jakub hat erneut gezeigt, was er für ein Potenzial hat. Nach seinem schwachen Auftritt gegen Bremens Szöcs hat er ja bereits mit Falck den Vizeweltmeister in die Schranken gewiesen und war heute mit seinen beiden Siegen neben Sidorenko unser Matchwinner. Das tut ihm und der Mannschaft gut.“ Pejinovic war sichtlich erleichtert: „Das war heute ein wirklich langes, umkämpftes und kräftezehrendes Spiel für alle Beteiligten – und wir wurden für unsere Mühen belohnt.“

In der Tabelle kletterten die TTF wieder auf Rang drei vor den punktgleichen Bremern, die vor heimischer Kulisse Düsseldorf mit 1:3 unterlagen. Der Abstand auf den ersten Nicht-Play-off-Platz vergrößerte sich zudem auf vier Punkte, da Bergneustadt überraschend mit 2:3 in Neu-Ulm den Kürzeren zog. Der Post SV Mühlhausen schloss nach Punkten zu den „Schwalben“ auf, sodass noch zwei Verfolger im Rennen sind. Erst am 16. Februar geht es in der Bundesliga – bedingt durch verschiedene internationale Turniere wie etwa die German Open in Magdeburg (28. Januar bis 2. Februar) – weiter mit dem 19. Spieltag. Im Heimspiel gegen Bergneustadt können Dyjas und Co. dann einen Riesenschritt in Richtung Play-offs machen.

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