TTF-Trainer Dmitrij Mazunov (Mitte) erwartet gegen Bergneustadt ein „nicht ganz einfaches“ Spiel, in dem Simon Gauzy (l.) mögl
TTF-Trainer Dmitrij Mazunov (Mitte) erwartet gegen Bergneustadt ein „nicht ganz einfaches“ Spiel, in dem Simon Gauzy (l.) möglicherweise die Chance auf eine Revanche gegen Benedikt Duda bekommt. (Foto: Volker Strohmaier)
Schwäbische Zeitung

Ochsenhausen (sz) - Die EM in Spanien ist Geschichte, die Tischtennis-Bundesliga ruft. Auch wenn die Profis der TTF Liebherr Ochsenhausen nicht mit Titeln aus Alicante zurückkehrten, sind sie heiß darauf, nun ihr wahres Können zu zeigen. Und es ist ein starker Gegner, der am Sonntag, 30. September, 15 Uhr, in Ehingen gastiert – ein Team, gegen das man wirklich alles abrufen muss, um die Punkte in Oberschwaben zu behalten. Es ist das Duell der Tabellennachbarn. Die gut in die Saison gestarteten TTF sind Tabellenzweiter mit 6:2 Punkten, der TTC Schwalbe Bergneustadt ist Dritter mit 4:2 Zählern.

Der 24-jährige deutsche Nationalspieler Benedikt Duda ist zu einem echtem Topmann der Bundesliga geworden. In Alicante schaltete er Simon Gauzy aus, wenn auch ganz knapp im Entscheidungssatz. Duda ist noch ungeschlagen in der jungen Saison und mittlerweile so stark, dass man darauf achten muss, gegen ihn nicht beide Einzel zu verlieren. Natürlich können alle Ochsenhauser auch gegen ihn gewinnen – aber dann muss wirklich alles passen.

Die Nummer zwei der „Schwalben“ ist Neuzugang Paul Drinkhall, seit Jahren eine feste Größe im internationalen Tischtennissport. Der 28-Jährige, Bronzemedaillengewinner mit dem englischen Nationalteam bei der WM 2016, hat ein gutes Auge und kennt die Bundesliga ziemlich genau, schließlich stand er vor seinem Engagement für den TTC bereits für vier verschiedene Bundesligisten am Tisch. Die Nummer drei kennt man in Ochsenhausen bestens, Spaniens mit Abstand bester Spieler Alvaro Robles gehörte bis einschließlich letzter Saison jahrelang der Ochsenhauser Trainingsgruppe an. Robles hat sich in dieser Zeit signifikant verbessert und steht in der aktuellen Weltrangliste sogar einen Platz vor Duda.

LMC-Student an Position vier

Die Nummer vier kann gleich in Ochsenhausen bleiben und gemeinsam mit den TTF-Profis die kurze Fahrt nach Ehingen absolvieren. Der 16-jährige Russe Vladmir Sidorenko – eines der Toptalente Europas und jüngster Spieler der Tischtennis Bundesliga – ist nämlich Student des Liebherr Masters College.

Die Schwalben haben zwar ihr Auftaktmatch mit 2:3 gegen Mühlhausen verloren, gewannen dann aber mit 3:1 in Jülich – wie zuletzt die TTF – und besiegten Grenzau locker mit 3:0. In der Saison 2017/18 lief es nicht allzu gut für Bergneustadt, wobei reichlich Verletzungspech eine Rolle spielte. Die TTF gewannen beide Partien mit 3:1, hatten aber ordentlich zu kämpfen. Am Ende reichte es für Duda und Co. nur zu Platz acht. Doch diesmal will die Truppe aus dem Bergischen Land erklärtermaßen in die Play-offs, sodass es für die TTF am Sonntag gilt, einen Rivalen auf Distanz zu halten.

Um das zu schaffen, müssen alle TTF-Spieler – Cheftrainer Dmitrij Mazunov hat die Qual der Wahl – in Topform auflaufen. „Das Spiel wird nicht ganz einfach“, weiß Mazunov. „Nach drei Wochen Pause in der TTBL gilt es, wieder in den Rhythmus zu kommen. Bergneustadt kommt mit einem Benedikt Duda in Topform. Unsere Jungs müssen für einen ganz heißen Kampf bereit sein.“

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