Diamantene Hochzeit: Im Theater hat es gefunkt

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Dem Jubelpaar Bernhardine (von links) und Alois Stadler überbrachte Ochsenhausens Bürgermeister Andreas Denzel die besten Glück
Dem Jubelpaar Bernhardine (von links) und Alois Stadler überbrachte Ochsenhausens Bürgermeister Andreas Denzel die besten Glückwünsche. (Foto: Ferdinand Leinecker)
Ferdinand Leinecker

Alois und Bernhardine Stadler aus Laubach sind seit 60 Jahren verheiratet. Ihre diamantene Hochzeit feierten sie am Sonntag gemeinsam mit ihren fünf Buben, zwei Mädchen, acht Enkel- sowie fünf Urenkeln. Ochsenhausens Bürgermeister Andreas Denzel gratulierte bereits am Samstag, am Hochzeitstag, den Jubilaren und überbrachte einen Geschenkkorb der Stadt, verbunden mit den Glückwünschen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Landrat Heiko Schmid.

Kennengelernt haben sich die beiden Landkinder bei einer Theateraufführung in Gutenzell. „Was soll ich sagen? Sie gefiel mir, ich ihr. Wir heirateten am 8. September 1958 in Laubach und so sind wir heute noch nach 60 Jahren ein Paar“, sagt Alois Stadler. Natürlich habe es Höhen und Tiefen gegeben, fügt seine Frau Bernhardine an. Doch das sei normal und gehöre zu einer so langen Ehe einfach dazu.

Über viele Jahre bewirtschaftete das Paar ihren Bauernhof in Laubach. Als jedoch die Erträge weniger wurden, entschloss sich der Jubilar, bei der Firma Liebherr in Ochsenhausen zu arbeiten. Da er die Landwirtschaft aber nicht aufgeben wollte, hieß es: Um 5 Uhr morgens aufstehen, den Stall machen, dann zur Arbeit und nach Feierabend wieder in den Stall. Ja, der Alltag sei hart gewesen, sagte der Alois Stadler.

Hochzeitsreise führt aufs Feld

Ob er sich noch erinnern könne, wo die Hochzeitsreise damals hingegangen sei, wollte Ochsenhausens Bürgermeister Denzel wissen. „Natürlich kann ich mich erinnern. Es war ja September und wir sind weit gefahren“, sagte Alois Stadler. „Eine Woche mit dem Traktor auf dem Feld bei der Kartoffelernte“, fügte er lachend hinzu.

Auf die Frage, was ihm heute gar nicht gefällt, kam die spontane Antwort: „Dass ich mit meinem Auto nur noch bis zur Kirche fahren darf.“ Das legten seine Kinder ihm ans Herz. Die Wehwehchen nehmen im Alter zwar zu, wie beide bestätigten. „Aber am Sonntag freuen wir uns, mit der Familie schön Essen zu gehen und gemeinsam zu feiern.“

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