Deutliche Niederlage für Ochsenhausen

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 Nichts zu holen gab es für Ochsenhausen (r. Timo Ehlert) gegen Weiler (l. Andreas Reichart).
Nichts zu holen gab es für Ochsenhausen (r. Timo Ehlert) gegen Weiler (l. Andreas Reichart). (Foto: Volker Strohmaier)
Luca Mader

Der SV Ochsenhausen hat mit seiner 0:5-Heimniederlage gegen den FV Rot-Weiß Weiler seine Negativserie in der Fußball-Landesliga fortgesetzt. Die gut 100 Zuschauer sahen clever spielende Gäste und eine Heimmannschaft mit zwei Gesichtern.

Für die Ochsenhauser war die Partie gegen Weiler die vierte Niederlage in Folge. Der SVO steht nun mit 18 Punkten auf dem 14. Tabellenrang und somit auf einem Abstiegsplatz. Der FVW hingegen ist durch den Sieg in der Tabelle nach oben gerückt und steht jetzt mit 30 Punkten auf dem dritten Platz.

Die Partie begann mit einem Ausrufezeichen des FV Weiler. Nach einem langen Ball in die Spitze wollte Ochsenhausens Keeper Jan Besenfelder 25 Meter vor dem eigenen Tor die Situation entschärfen. Bei seinem Befreiungsschlag schoss er allerdings unglücklich einen seiner Verteidiger an. Der Abpraller gelangte zu Weilers Andreas Reichart, der aus 22 Metern eiskalt einlochte – 1:0 (5.). Der Treffer brachte die Ochsenhauser aber nicht aus der Ruhe und sie spielten unbeirrt weiter.

Obwohl der SVO in der ersten Halbzeit bissiger in den Zweikämpfen war, schaffte er es nur selten, sich zwingende Chancen herauszuspielen. Der FVW hingegen hatte zwar weniger Ballbesitz, spielte sich aber trotzdem ein paar Torchancen heraus. So flankte Weilers Dennis Schwarz in der 25. Spielminute auf Andreas Reichart, der den Ball aus zwölf Metern aber über die Latte schlug. Die beste Tormöglichkeit des SVO gab es in der 30. Minute, als Cronos Pfluger nach einem langen Ball aus dem Mittelfeld zum Schuss kam. Weilers Keeper Andreas Hane entschärfte die Situation mit einer starken Parade und so ging es mit dem Zwischenstand von 0:1 in die Halbzeitpause.

Spiel wandelt sich

In der zweiten Halbzeit zeigten beide Mannschaften ein anderes Gesicht. Der FVW kam spritziger aus der Kabine und dominierte fortan das Spielgeschehen. Der SVO hingegen fand nicht mehr zu seiner Zweikampfstärke aus der ersten Hälfte zurück. Die einzige wirkliche Tormöglichkeit für den SVO ereignete sich in der 60. Minute, als Konrad Licht aus kurzer Distanz nach einer Flanke von Simon Gropper knapp über das Tor köpfte.

Dennoch hatten die Weilerer das Spielgeschehen in der Hand und erhöhten folgerichtig auf 2:0 (71.). Weilers Elias Hatt flankte von links auf den freistehenden Kerim Saritekin der das Leder aus kurzer Distanz über die Linie drückte. Nur drei Minuten später musste SVO-Keeper Besenfelder ein weiteres Mal hinter sich greifen. Dennis Schwarz steckte den Ball in die Spitze durch zu Elias Hatt, der die Ruhe behielt und aus sieben Metern abschloss – 3:0. Die Luft war bei den Ochsenhausern nun endgültig raus und so traf in der 80. Spielminute erneut Weilers Elias Hatt. Nach einem langen Ball aus dem Mittelfeld setzte sich Hatt gut gegen die Ochsenhauser Verteidiger durch und wuchtete den Ball aus 15 Metern in das Tor. Zuguterletzt verwandelte Tim Wucherer gekonnt einen Freistoß aus 20 Metern zum Endstand von 5:0 – unhaltbar für Besenfelder.

Nach dem Abpfiff zeigte sich Weilers Trainer Jürgen Kopfsguter sichtlich erfreut über den Auswärtssieg. „In der ersten Halbzeit hat uns der Gegner noch beschäftigt, in der zweiten Hälfte haben wir es dann sehr gut gemacht und verdient gewonnen“, sagte Kopfsguter. Anders sah es im Lager der Ochsenhauser aus. „In der ersten Hälfte haben wir uns das Tor selber eingeschenkt und in der zweiten Halbzeit haben wir dann gar nichts mehr auf die Kette gebracht“, sagte Simon Boscher, Spielertrainer des SVO.

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