Der gedruckte Spielerpass hat ausgedient

Lesedauer: 5 Min
Staffelleiter Andreas Scheele (Dritter von rechts) begrüßt fünf neue Vereine in der Landesliga: (von links) Franz Kempter (SG Ki
Staffelleiter Andreas Scheele (Dritter von rechts) begrüßt fünf neue Vereine in der Landesliga: (von links) Franz Kempter (SG Kißlegg), Jochen Reischmann (FC Leutkirch), Dietmar Hatzing (FV Biberach), Frank Dinser (FC Mengen) und Timo Ringwald (SV Dotternhausen). (Foto: Michael Mader)
Michael Mader

Die wichtigsten neuen Regeln im Überblick

Spielsperren: Nach Vergehen bei Pflichtspielen wird der Spieler künftig nur für Pflichtspiele, also Meisterschafts- und Pokalspiele gesperrt. Diese werden in der Winter- und Sommerpause übernommen, sind also zu Beginn der Rückrunde oder der neuen Saison noch gültig. Nach Freundschaftsspielen werden Zeitsperren festgesetzt, die sich auf den gesamten Spielbetrieb erstrecken.

Zeitsperren: Nach schweren Vergehen mit Sperren von über zwölf Wochen werden Zeitsperren festgesetzt, die sich auf den gesamten Spielbetrieb erstrecken und die entsprechend erhöht werden, wenn ein Teil in die verbandsspielfreie Zeit fällt.

Abstieg: Der Letztplatzierte einer Liga steigt automatisch ab.

Sonstiges: Eine Trinkpause darf nicht länger als eine Minute dauern. Beißen und Anspucken werden härter bestraft. Das Werfen von Gegenständen oder Bällen wird bestraft. Ein Einwurf muss immer im Stehen ausgeführt werden.

Bei den Vereinen der Fußball-Landesliga Staffel IV herrscht Harmonie und Einigkeit. Beim Staffeltag am Donnerstagabend im Sportheim des SV Ochsenhausen brauchten die Vereinsvertreter nur knapp eine Stunde, um sich auf den Spielplan zu einigen. Zudem informierte Spielleiter Andreas Scheele, der für ein weiteres Jahr im Amt bestätigt wurde, über Zahlen und Fakten aus der abgelaufen Saison. Ulrich Probst vom Verbandsspielausschuss stellte den neuen Onlinepass vor, der seit Juli den gedruckten Spielerpass abgelöst hat.

„Vor 19 Jahren hatte man sich zum letzten Mal in Ochsenhausen getroffen, um sich kennenzulernen, nun um den Spielplan festzulegen“, erinnerte der Vorsitzende des SV Ochsenhausen, Eckard Kunz, an das Jahr 1999. Damals war sein Verein gerade in die Landesliga aufgestiegen, konnte sich aber nur ein Jahr halten. Das sei nun nach vier Jahren unter der Trainingsleitung von OIiver Wild anders geordnet. Der SV Ochsenhausen habe sich in der Landesliga etabliert. Das müssten die aktuellen Aufsteiger wie Leutkirch, Mengen oder Dotternhausen erst noch schaffen. Dagegen seien der FV Biberach und die SG Kißlegg ja alte Bekannte. In Ochsenhausen freue man sich auf die kommende Saison, in der man möglichst früh nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben wolle. Das wünschte Staffelleiter Andras Scheele allen Vereinen.

Strafen im grünen Bereich

Insgesamt 1376 Verwarnungen hätte des in der angelaufenen Saison gegeben. Das seien immerhin 4,76 Gelbe Karten pro Spiel. Gelb-Rot zückten die Schiedsrichter insgesamt 38 Mal. Den roten Karton sahen 35 Spieler während der Saison 2017/18. „Das ist alles noch im grünen Bereich, obwohl die Anzahl der Roten Karten durchaus zurückgehen könnten.“ In diesem Zusammenhang stellte Stefan Gerster vom Verbandsschiedsrichterausschuss noch mal klar, dass das Beißen oder Anspucken, das Werfen von Gegenständen künftig deutlich schärfer geahndet werden. Auch ein im Sitzen oder Knien ausgeführter Einwurf sei nicht mehr möglich. Insgesamt forderte Gerster die Vereine dazu auf, weniger über Tatsachenentscheidungen der Schiedsrichter zu lamentieren und auch keinen Videobeweis per Handy zu fordern. Der Videobeweis sei bislang ausschließlich dem Profibereich vorbehalten.

Ulrich Probst vom Spielausschuss wies darauf hin, dass der gedruckte Spielerpass nun ausgedient habe und nur noch im Ausnahmefall – sprich, wenn das Internet ausfalle – als Ersatz dienen können. Alles müsse nun online eingestellt werden. Bei Sperren machte Probst deutlich, dass diese sowohl in der Winterpause als künftig auch im Sommer zwischen zwei Spielzeiten mitgenommen werden. Die Sperren gelten allerdings nur für Meisterschafts- und Pokalspiele, bei Freundschaftsspielen dürfe der gesperrte Spieler eingesetzt werden. Zudem muss der Gastverein ein Ausweichtrikot dabeihaben. „In der Regel hilft da eine kurze telefonische Absprache“, betonte Probst.

Zum Schluss des Staffeltags einigten sich die Vereinsvertreter noch darauf, die bisherigen Eintrittspreise ligaweit und einheitlich beizubehalten. So müssen Erwachsen auch in der kommenden Saison zahlen. Der ermäßigte Preis beträgt drei Euro, der Schüler von 14 bis 17 Jahren, Studenten, Rentner und Frauen umfasst. Asylbewerber und Kinder unter 14 Jahren haben auch in der kommenden Saison bei Landesligaspielen der Staffel IV freien Eintritt.

Die wichtigsten neuen Regeln im Überblick

Spielsperren: Nach Vergehen bei Pflichtspielen wird der Spieler künftig nur für Pflichtspiele, also Meisterschafts- und Pokalspiele gesperrt. Diese werden in der Winter- und Sommerpause übernommen, sind also zu Beginn der Rückrunde oder der neuen Saison noch gültig. Nach Freundschaftsspielen werden Zeitsperren festgesetzt, die sich auf den gesamten Spielbetrieb erstrecken.

Zeitsperren: Nach schweren Vergehen mit Sperren von über zwölf Wochen werden Zeitsperren festgesetzt, die sich auf den gesamten Spielbetrieb erstrecken und die entsprechend erhöht werden, wenn ein Teil in die verbandsspielfreie Zeit fällt.

Abstieg: Der Letztplatzierte einer Liga steigt automatisch ab.

Sonstiges: Eine Trinkpause darf nicht länger als eine Minute dauern. Beißen und Anspucken werden härter bestraft. Das Werfen von Gegenständen oder Bällen wird bestraft. Ein Einwurf muss immer im Stehen ausgeführt werden.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen