Bischof Fürst pilgert mit 150 Gläubigen auf dem Martinusweg

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Freudemienen über das fertiggestellte Martinweg-Buch: VerlegerJosef Fink (links), Bischof Dr. Gebhard Fürst und Domkapitular Ma (Foto: Hänssle)
Schwäbische Zeitung
Michael Hänssle

Mit einer zweiten Pilgerwanderung auf dem neu ausgezeichneten Martinusweg durch das Dekanat Biberach/Saulgau hat Bischof Gebhard Fürst auf die Vorbildwirkung des heiligen Martin, des Diözesanpatrons von Rottenburg-Stuttgart, hingewiesen. Beim Start der zweitägigen Pilgerwanderung am Ochsenhauser Gemeindehaus St. Georg stellte er den Patron Europas als Menschen mit Profil vor, der prägende Spuren des Glaubens und der Mitmenschlichkeit hinterlassen habe.

Nach der Auftaktwandertour vor eineinhalb Jahren in Tannheim-Arlach über Bonlanden und Erolzheim in die Rottumstadt ging es gestern von Ochsenhausen über Hattenburg und Ringschnait nach Biberach und morgen folgt nun die weitere Etappe von Biberach über Warthausen nach Schemmerberg. Nach der musikalischen Begrüßung durch die Trommlergruppe aus Heggbach betonte Domkapitular Matthäus Karrer, dass mit dem Martinusweg die Pilgerwanderungsidee zu den Menschen in der Diözese gebracht werde. Die „Via Sancti Martini“ verbindet den Geburtsort des heiligen Martin, Szombathely in Ungarn, mit seiner Grablege im nordfranzösischen Tours in Frankreich. Diese Idee habe der Bischof für die Diözese Rottenburg-Stuttgart aufgegriffen.

Entstanden sind ein Hauptweg und vier Regionalwege, die auf insgesamt 1200 Kilometern Martinskirchen und weitere dem Heiligen gewidmete Orte vernetzen, als Zeichen der Verbundenheit und der Erinnerung an den Heiligen eingerichtet, sagte der Bischof. Auf diesen Spuren könnten Menschen gemeinsam unterwegs sein und sich dem Evangelium Christi öffnen. Zum Martinusweg hat die Hauptabteilung Pastorale Konzeption der Diözese ein Buch erstellt, das den Weg und die einzelnen Etappen vorstellt. Überreicht wurde es dem Bischof gestern Mittag von Domkapitular Matthäus Karrer gemeinsam mit dem Lindenberger Verleger Josef Fink.

Ochsenhausens Bürgermeister-Stellvertreter Franz Habrik hieß die Pilgerschar willkommen und freute sich über eine recht ansehnliche Zahl, vergaß dabei nicht, sie darauf hinzuweisen, dass in Ochsenhausen Pilgerwanderungen einen hohen Stellenwert besitzen. Was das gute Wetter betrifft, so fügte Habrik an, dass Ochsenhausen offenbar einen guten Auftakt nach oben habe. Beim anschließenden Impuls, der unter dem Motto „Den Zweifelnden Rat geben“ stand, stellte Dekan Sigmund Schänzle auch das neu geschaffene Martinswegkreuz vor, hinter dem nach Segnung durch Bischof Dr. Fürst die Pilger gen Biberach wanderten. Das Kreuz trug ein Schüler des Rottenburger Martinihauses. Er war mit rund 50 Jugendlichen per Bus nach Ochsenhausen gekommen.

Wie der Rottenburger Bischof Dr. Gebhard Fürst erläuternd hinzufügte, haben ihm die „Martinihäusler“ zu seinem 60. Geburtstag ein Plakat überreicht, das bekräftigt, sie wollen sich für den Martinusweg einsetzen, engagiert, genau wie es viele, viele Ehrenamtliche in den Dekanaten und Gemeinden tun. Die 50 „Martinihäusler“ begleiteten den Bischof sowie ein Stück weit auch die Bewohner des Ochsenhauser Colette-Deußer-Hauses auf dem Pilgerweg nach Biberach.

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