Ausstellung über Anton Schranz endet am Sonntag

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Eins der typischen Motive des Malers.
Eins der typischen Motive des Malers. (Foto: Daniel Cilia)
Schwäbische Zeitung

Noch bis einschließlich Sonntag, 27. Oktober, ist im Klostermuseum Ochsenhausen die Sonderausstellung über den Maler Anton Schranz zu sehen. Der Künstler wurde vor 250 Jahren in Ochsenhausen geboren und später auf der Mittelmeerinsel Malta als Marinemaler berühmt, wo er eine ganze Künstlerdynastie begründete.

Neben Bildern von Anton Schranz und weiteren Werken seiner Söhne, die in die Fußstapfen ihres Vaters traten, zeigt die Ausstellung im Klostermuseum Ochsenhausen auch Arbeiten von Nachfahren von Anton Schranz, die bis heute auf Malta leben und künstlerisch tätig sind. Die Schirmherrschaft über die Ausstellung hat Dr. Rainer Dulger, der maltesische Honorarkonsul in Baden-Württemberg, übernommen. Anton Schranz wurde 1769 als Sohn armer Bauern in Ochsenhausen geboren. Sein nicht mehr erhaltenes Geburtshaus befand sich in der Alten Straße 10 in Ochsenhausen. Anschließend verliert sich seine Spur und begegnet uns erst 25 Jahre später wieder auf der Baleareninsel Menorca. Dort heiratete er seine Frau Isabell, die ihm zwölf Kinder gebar. 1817/1818 übersiedelte die Familie nach Malta. An beiden Orten war Schranz als Marinemaler tätig: Die Häfen und Schiffe der englischen Kriegsmarine waren die Hauptmotive des Künstlers, zu dessen Auftraggebern sogar der englische König zählte.

In Malta hoch angesehen

Im Unterschied zu seiner Geburtsstadt Ochsenhausen, wo Anton Schranz lange Zeit vergessen war, ist der Maler bis heute auf Malta hoch angesehen. Als er 70-jährig am Weihnachtstag 1839 auf Malta starb, rühmte ihn die dortige Zeitung in einem Nachruf als hervorragenden Künstler mit Verdiensten um die Marinemalerei. Die 200. Wiederkehr seiner Ankunft auf der Mittelmeerinsel im Jahr 1818 wurde dort im vergangenen Jahr mit einer großen Ausstellung gefeiert. Auch sind die Bilder von Anton Schranz bis heute begehrt und werden in den renommierten Auktionshäusern Christie’s und Sotheby’s in London zu Preisen bis im mittleren fünfstelligen Bereich gehandelt.

Die Sonderausstellung zum 250. Geburtstag von Anton Schranz im Klostermuseum zeigt rund 50 Arbeiten von Anton Schranz und seiner Nachkommen. Fast alle gezeigten Bilder kamen als Leihgaben aus Malta. Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit den Staatlichen Museen auf Malta und den auf Malta lebenden Nachkommen von Anton Schranz veranstaltet. Sie ist noch bis zum 27. Oktober zu sehen und von Dienstag bis Sonntag jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

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