72-Stunden-Aktion gipfelt in Modenschau mit selbst designten Kleidern

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 Die Jugendlichen haben auf dem Laufsteg Platz genommen.
Die Jugendlichen haben auf dem Laufsteg Platz genommen. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

30 Jugendliche der Pfarrjugend Ochsenhausen haben bei der 72-Stunden-Aktion Altkleider für die Aktion Hoffnung gesammelt und eine Modenschau mit selbst designten Kleidungsstücken auf die Bühne gebracht.

Die Jugendlichen hatten eine ganze Reihe von Aufgaben zu erfüllen: In 72 Stunden sollten sie 720 Kilogramm Altkleider sammeln, 72 neue Kleider und Accessoires herstellen, nähen und verkaufen. Zusätzlich sollten sie einen Altkleidercontainer gestalten und am Sonntag eine Modenschau mit Kleiderbasar organisieren.

Die jungen Leute seien zuerst überrascht gewesen, kein klassisches Bauprojekt zu bekommen, berichtet Gemeindereferent Robert Gerner. Doch nach der Präsentation von Conny Branz von der Aktion Hoffnung wurde die Aufgabe klarer, und die Motivation stieg. Schnell organisierten sich die Jugendlichen in einzelne Arbeitsgruppen: Modenschau organisieren, Kleidersammlung planen und durchführen, Container gestalten. Am Freitag ging es auf den Wochenmarkt, alle Schulen und Kindergärten sowie die ganze Stadt wurde mit Flyer versorgt. Danach fuhr die Gruppe mit dem Bus nach Laupheim zur Sammelzentrale der Aktion Hoffnung. Hier lernten sie den Weg der Kleider vom Container bis in die verschiedenen Länder kennen. Direkt im Anschluss wurde das Katholische Gemeindehaus zu einer großen Nähstube und Sammelzentrale eingerichtet. Dank tatkräftiger Unterstützung durch eine fachkundige Helferin ging es in der Nähstube voran.

Bereits am Freitagabend war ein beeindruckender Fortschritt zu sehen, am Samstagabend hatten die Jugendlichen bereits das Doppelte des Ziels erreicht, nämlich 1400 Kilogramm Altkleider. Samstagnacht und sehr früh am Morgen des Sonntags wurde dann die Kapfhalle zu einem Kleiderbasar umfunktioniert und ein großer Laufsteg ging durch die Halle.

Paul, Linus und Elias begrüßten die Besucher zu einer einzigartigen Modenschau. Es wurden neue Handtaschen aus Jeans gezeigt, aus Hemden und Mäntel geschneiderte Kleider sowie neue designte Jacken. Außerdem präsentierten die Jugendlichen Einkaufstäschchen, Hausschuhe und Sportbeutel.

Robert Gerner war begeistert: „Unglaublich, was ihr geleistet habt, 72 Stunden habt ihr für die Aktion Hoffnung gearbeitet und wenig geschlafen. Ochsenhausen kann stolz sein auf euch, euch schickt wirklich der Himmel, das werdet ihr nie mehr vergessen.“ Lobende Worte fanden auch Klaus Weckemann vom Kirchengemeinderat und Conny Branz.

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