61 Jugendliche empfangen das Sakrament der Firmung

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 Domkapitular Offizial Thomas Weißhaar spendete das Sakrament der Firmung.
Domkapitular Offizial Thomas Weißhaar spendete das Sakrament der Firmung. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Domkapitular Offizial Thomas Weißhaar aus Rottenburg hat in zwei festlichen Gottesdiensten in der Basilika St. Georg 61 Jugendlichen das Sakrament der Firmung gespendet.

Die Jugendlichen der Seelsorgeeinheit St. Benedikt hatten sich das vergangene halbe Jahr auf diesen Tag vorbereitet. Zur Firmvorbereitung gehörten außer einem praktischen Projekt wie der Teilnahme am Sternsingen, der BDKJ-72-Stunden-Aktion, einem Meditationskurs oder der Mitgestaltung des Sommerabendgottesdienstes der Seelsorgeeinheit vor allem die Besinnungstage im Benediktinerinnenkloster St. Erentraud in Kellenried. Dort entstanden drei große, bunte Bildwände zum Firmmotto. Sie wurden mit „Holi-Colours“ gestaltet, einer aus Indien kommenden Tradition, bei der mit Farbpulver geworfen wird, um Freude auszudrücken und zu verbreiten. Diese Bildtafeln können noch bis zum 24. November in der Basilika bewundert werden.

Die Firmvorbereitung stand unter dem Motto „You(r) Turn – Jetzt bist du dran“. Und als gefirmte Christen sind die Jugendlichen nun mitverantwortlich für den Glauben und das Leben deiner Gemeinde und Kirche. Darauf ging der Firmspender, Domkapitular Weißhaar, in seiner Predigt ein. Dieser Anspruch des Firm-Mottos klinge ja erst einmal recht einschüchternd, zumindest ernsthaft und fast schon streng. Und womöglich erwarte man von ihm, dem Offizial, also dem Obersten Richter des Diozesangerichts, erst recht derartige Aussagen. Aber er sei ja nicht als Richter, sondern als Firmspender gekommen. Und was er den Jugendlichen zu sagen habe, sei, dass im Zentrum christlichen Glaubens und Lebens die Freude stehe. Und so würde er sich freuen, wenn er nach der Firmung nicht in ernste, sondern fröhliche Gesichter schauen würde.

Nach der eigentlichen Firmspendung führte der Firmspender mit jedem Jugendlichen ein kurzes persönliches Gespräch, in das der Domkapitular oft auch die Firmpaten einbezog. Und dabei wurde nicht nur gelächelt, sondern immer wieder laut aufgelacht. Die in der Predigt angesprochene Freude wurde tatsächlich lebendig – und so bedankten sich Dekan Sigmund F. J. Schänzle und Pastoralreferent Karlheinz Bisch am Ende beim Firmspender für einen außergewöhnlich fröhlichen Gottesdienst, der etwas von der Freude des Evangelium spürbar gemacht habe.

Ein Dank ging auch an die Musiker von Projekt-Chor und -Band unter der Leitung von Dekanatskirchenmusiker Thomas Fischer, die Ministranten und die Mesnerin Claudia Natterer, die ebenfalls zum Gelingen dieses frohmachenden Gottesdienstes beigetragen haben. Und nicht zuletzt auch an die Jugendlichen und deren Eltern und Paten, die sie dabei unterstützt haben, sich auf den Weg zu machen, ihr Leben nun als gefirmte – das heißt auch mündige – Christen zu gestalten.

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