Eine heitere und shoppingfreie musikalische Städtereise

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Eine gut aufgelegte MVO-Blaskapelle ließ die Zuhörer in die Ferne schweifen.
Eine gut aufgelegte MVO-Blaskapelle ließ die Zuhörer in die Ferne schweifen. (Foto: Angelika Gretzinger)

Eine musikalische Städtereise hat der Musikverein Obersulmetingen am Sonntagabend mit seinen Gästen unternommen. Das alljährliche Serenadenkonzert im Schlosshof musste jedoch in diesem Jahr aufgrund des Regenwetters in die örtliche Turnhalle verlegt werden. Vorsitzender Christoph Engel versprach eine garantiert shoppingfreie Reise unter guter musikalischer Begleitung durch die Metropolen der Welt.

Pünktlich zum Ferienbeginn ließ ein gut aufgelegter Musikverein Obersulmetingen die (bislang noch) daheimgebliebenen Zuhörer in die Ferne schweifen. Heitere kleine Geschichten und Anekdoten rund um die Stationen der musikalischen Städtereise sorgten so manches Mal für laute Lacher im Publikum. Rolf Lamprecht führte zugleich charmant und informativ durch den Abend.

Die musikalische Reise begann bei den Nachbarn in der Schweiz mit dem Eröffnungswerk „A Salut from Lucerne“. Mit einem großen Sprung über die Alpen ging es nach Arabien. Mit „Lawrence of Arabia“ griff der MV Obersulmetingen beliebte und bekannte Filmmusik auf. Unter Leitung von Hans Mohr arbeiteten die Musikerinnen und Musiker die dynamischen Unterschiede des Stückes gut heraus. Jedoch fehlte ein klein wenig das Anschwellen in der Musik. Sicherlich war dies aber auch der Akustik der Turnhalle in Obersulmetingen geschuldet, die einfach zu klein für eine solch große Musikkapelle war. „Ich hoffe, es sind noch alle Ziegel auf dem Dach“, scherzte Rolf Lamprecht gleich zu Beginn des Abends. Kräftiges Schlagwerk und kraftvolle Bläser ließen das alte Gemäuer der Turnhalle so manches Mal erzittern.

Weiter ging es nach Schweden. Mit dem Medley „Abba Gold“ heimsten die Musizierenden viel Applaus ein. Vom ersten Moment an waren die Akteure bei diesem Medley präsent. Leichte musikalische Kost, die auch wie das später gespielte Medley „Brillant Beatles“ den Zuhörern gefiel und sie in Erinnerungen schwelgen ließ. Beliebt und bekannt war auch die Auswahl des von Rolf Lamprecht als „Traditionsdreierpack“ bezeichneten musikalischen Ausflugs nach Salzburg, Wien und Prag. Hans Mohr trieb seine Musiker bei einer Polka und zwei klassischen Märschen zu schwungvoll heiterem Spiel an. Weiter ging es in die Stadt der Gauner und Ganoven. „Nein, nicht Laupheim“, scherzte Lamprecht. Chicago war das Ziel der Reise. Noch einmal erfreute ein Medley bekannter Melodien, diesmal aus dem Film Chicago, die zahlreich erschienenen Zuhörer. Lamprecht versprach ein Werk, dass allen Registern einen Moment im Rampenlicht gewähre. Und diese Chance nutzten alle Musiker zur Zufriedenheit der Zuhörer.

Beschwinglicher Ausklang

Ohne zwei Zugaben ließ das Obersulmetinger Publikum seinen Musikverein nicht nach Hause gehen. So leicht und beschwinglich wie das Serenadenkonzert ließen viele Gäste den Abend bei Wein und Gebäck ausklingen. Auch in diesem Jahr sollen die Einnahmen des Konzertes wieder an wohltätige Zwecke gespendet werden.

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