Sozialarbeit an der Grundschule verlängert

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 Jugend Aktiv ist Träger der Sozialarbeit an der Grundschule in Mittelbiberach. Die Gemeinde verlängert jetzt den Vertrag mit de
Jugend Aktiv ist Träger der Sozialarbeit an der Grundschule in Mittelbiberach. Die Gemeinde verlängert jetzt den Vertrag mit dem Biberacher Verein, der eine halbe Personalstelle für die Arbeit in Mittelbiberach umfasst, um zwei Schuljahre bis 2020/2021. (Foto: markus dreher)

Sie soll Konflikte schlichten, Ansprechperson für Schüler und Eltern sein und auch bei Erziehungsfragen beraten: Seit 2007 arbeitet die Schulsozialarbeiterin Elfriede Merkel an der Grundschule Mittelbiberach. Jetzt wurde ihr Vertrag bis 2021 verlängert. Die Angebote der Sozialarbeiterin würden gut angenommen, berichtet die Gemeinde. Kritisiert wurde im Rat lediglich die Darstellung des Jahresberichts.

Für jede Klassenstufe soll es ein Themenprojekt geben: Vom gewaltfreien Umgang mit Konflikten bis zur Streitschlichter-AG oder der Stressreduzierung. Die Schulsozialarbeit in Mittelbiberach will künftig in allen Grundschulklassen Themen umsetzen. Vom Gemeinderat hat sie dafür ein klares Votum bekommen. Einmütig stimmten die Räte für die Verlängerung des Dienstleistungsvertrags mit dem Trägerverein Jugend Aktiv.

Zuschüsse werden beantragt

Die Halbtagesstelle soll vorerst befristet bis zum Schuljahr 2020/21 weitergeführt werden. Dafür erhält die Gemeinde Zuschüsse des Landes und vom Landkreis Biberach. Der Gemeinderat hat nun beschlossen, erneut die Zuschussanträge zu stellen.

2018 hat Mittelbiberach 14 500 Euro an Eigenmitteln für die Stelle gezahlt. Das Geld sei gut investiert, glaubt Bürgermeister Florian Hänle. Im Gespräch mit der Rektorin Andrea Sperr und dem Elternbeirat sei vermittelt worden, dass die Arbeit „wichtig und sinnhaft“ sei.

Dass der Arbeitsvertrag auch weiterhin nur befristet sei, bedeute nicht, dass die Gemeinde die Stelle nicht für notwendig halte. Vielmehr hoffe Mittelbiberach, dadurch auch in Zukunft „flexibel reagieren“ zu können. Eine Halbtagesstelle sei aus Sicht der Gemeinde zudem ausreichend.

Räte bemängeln fehlende Zahlen

Für das Schuljahr 2017/2018 hat die Schulsozialarbeiterin im Rat einen Jahresbericht vorgelegt. Dieser wurde von den Gemeinderäten zur Kenntnis genommen. Kritik kam an der Darstellung auf: „Ich würde mir beim nächsten Bericht mehr Zahlen, Daten, Fakten wünschen“, sagte Gemeinderatsmitglied Hans Mast. In das gleiche Horn blies Manfred Wonschak: „Schon im letzten Jahr haben wir kritisch nachgefragt“, betonte er. „Es wäre mir wichtig zu sehen, wie viele Schüler Einzelfallhilfe erhalten haben.“ Diese Messgrößen seien wichtig, um zu bewerten, ob die Schulsozialarbeit Früchte trage.

Im Jahresbericht ist unter anderem dargestellt, dass „der Bedarf an Einzelfallhilfe in allen Klassenstufen von Anbeginn hoch war“. Mit länger angelegter Unterstützung, Strategien zur Konfliktlösung und Kontakten zu Kooperationspartnern in der Gemeinde seien die meisten Konflikte entschärft worden.

Genaue Zahlen aber blieb der Rückblick der Schulsozialarbeiterin schuldig. Bürgermeister Hänle erklärte, dass dies beim nächsten Bericht des Trägers der Sozialarbeit nachgeholt werden solle.

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