Der Organisator Waldemar Riedel auf einem amerikanischen LKW. Mittelbiberach wurde am Samstag zum Mekka der Fans von US-Cars und
Der Organisator Waldemar Riedel auf einem amerikanischen LKW. Mittelbiberach wurde am Samstag zum Mekka der Fans von US-Cars und Oldtimern. (Foto: Luca Mader)
Luca Mader

Trotz des trüben Wetters hat das Festival ,,Street Flames“ am vergangenen Samstag wieder zahlreiche Menschen in das Mittelbiberacher Industriegebiet gelockt. Beim Betreten des Ausstellungsgeländes wurde man in das Amerika der 50er und 60er Jahre zurückversetzt.

Neben Haartollen, Burgern und alten Autos sorgten zwei Rockbands für gute Unterhaltung. Am Mittag komplettierte die 50er Jahre Band Shakin Pins das Ambiente und abends sorgte die Covergruppe Cold Turkey für Stimmung. Auch die, die noch nicht im ,,Rockabilly“-Stil gekleidet waren, fanden Abhilfe. Verschiedene Stände die Kleidung und Accessoires verkauften, trugen zum Amerikanischen Lebensgefühl bei.

,,Am Anfang war das alles noch ganz gemütlich“, meint Waldemar Riedel, der das Fest nun schon zum neunten Mal organisierte. Riedel, der selbst einige Oldtimer besitzt und gerade einen Ford Model A aus dem Jahr 1928 restauriert, rief das ,,Street Flames“ vor ungefähr zehn Jahren ins Leben.

Das erste Festival bestand nur aus einer kleinen Gruppe befreundeter Oldtimer-Liebhabern, die sich vor Riedels Werkstatt zu Bier und Grillgut zusammenfanden. Dieser sogenannte ,,V8 Club“ in dem auch Riedel Mitglied ist, ist kein eingetragener Verein aber eine Gruppe von Freunden mit der gleichen Vorliebe. ,,Am Anfang hat ein Grill und ein Pavillon noch gereicht und dann ist es von Jahr zu Jahr mehr explodiert“, erzählt der Mechaniker.

Vielfalt und Unterschiede

Auffällig beim Spaziergang durch die Automassen sind die verschiedenen Bauweisen und Bauarten der Gefährte. Von Limousinen über Geländewagen bis hin zu Sportwagen und einem echten amerikanischen LKW ist alles vertreten. ,,In Deutschland hat VW eben den Golf 1 und dann den Golf 2 gebaut und jeder war zufrieden, doch die Amis wollten alle zwei Jahre was Neues“, erklärt Riedel. Durch diese amerikanische Mentalität sind auf dem ,,Street Flames“ die verschiedensten fahrbaren Untersätze zu bestaunen.

Die ungefähr 200 Autos und Motorräder die sich am Samstag versammelten, stammten aus den verschiedensten Winkeln der ganzen Region. Doch auch Autoverrückte, die nicht aus Schwaben kommen, reisten mit ihren Benzinverbrennern an. Das liegt zum einen daran, dass das Mittelbiberacher Oldtimertreffen mittlerweile überregional bekannt ist, aber auch daran, dass die US-Car Szene immer mehr wächst. So waren vor zwei Jahren 400 fahrbare Untersätze zu sehen, einige sogar aus der Schweiz. Viele nahmen die Reise auf sich, vor allem auch weil das Wetter schön war. ,,Vor ein paar Jahren waren hier vielleicht 20 Autos mit Biberacher Kennzeichen, jetzt sind es schon 100“ erzählt Riedel.

Einer der Aussteller war Stefan Lehnert, der mit seinem Chevrolet Camaro Baujahr 1968 aus dem Kreis Neu-Ulm angereist war. Der gelernte KFZ-Mechaniker entwickelte während seiner Lehre eine Leidenschaft für die alten US Autos und wollte seit dem unbedingt Besitzer eines solchen Gefährts werden. ,,Am Anfang hätte es auch noch ein deutsches Auto sein können, doch dann hab ich mich in die Amis verliebt.“ So kam es dazu, dass er sich vergangen Juni seinen ersten Oldtimer zulegte, natürlich mit V8 Motor und 420 PS.

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