„Werk II“ soll am Ortseingang von Mietingen leuchten

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 Feierlich haben am Freitag Familienmitglieder des Unternehmens IQM sowie Geschäftspartner und Bürgermeister-Stellvertreter den
Feierlich haben am Freitag Familienmitglieder des Unternehmens IQM sowie Geschäftspartner und Bürgermeister-Stellvertreter den ersten Spatenstich für den Neubau von IQM vorgenommen. (Foto: Franz Liesch)
Franz Liesch

Dieses moderne Bauwerk soll in acht Monaten dem Ortseingang von Mietingen den prägenden Stempel aufdrücken: Werk II der im Gewerbegebiet Uttel ansässigen Firma IQM Oberflächentechnik. Am Freitag fand im Gewerbegebiet Kapellenäcker der erste Spatenstich für den Neubau statt.

Dabei ließen sich die Anwesenden auch nicht von den bereits im Einsatz befindlichen Baumaschinen stören. „Der heutige Tag ist für uns der sichtbare Anfang eines neuen Kapitels in unserer noch jungen Firmengeschichte“, stellte Geschäftsführer Jochen Müller in einer kurzen Ansprache fest. Gekommen waren neben Familienmitgliedern des Firmeninhabers Jochen Müller auch Geschäftspartner und Paul Glaser als Vertreter von Bürgermeister Robert Hochdorfer.

Stetige Expansion

Die Firma IQM Oberflächentechnik wurde im Jahre 2006 in Mietingen gegründet. Was dem folgte, war eine stetige Expansion. Von einer „erfolgreichen Story“ sprach der Firmenchef. Das Unternehmen hat sich spezialisiert als Outsourcing-Partner für die Oberflächenbearbeitung in der Metall- und Kunststoffbranche. Dabei werden verschiedene Verfahren wie die Sandstrahltechnik angewandt. Zum bisherigen Werk im Gewerbegebiet Uttel kommt jetzt Werk II.

Ausschlaggebend für die Standortentscheidung sei die unmittelbare Nähe zur B 30 gewesen, erklärte Müller. „Aber vor allem haben wir gespürt: Wir sind hier willkommen“, betonte er.

Insbesondere die Gemeindeverwaltung habe daran nie einen Zweifel gelassen. Auf Dauer sollen 26 bis 30 Arbeitsplätze geschaffen werden für Maschinenanlagenbediener, Laborkräfte sowie Beschäftigte in Verwaltung und Vertrieb. Ein globaler Kundenkreis mit zahlreichen Anfragen aus unterschiedlichen Branchen habe den Entschluss für einen Neubau reifen lassen.

„Hier in Mietingen entsteht für Süddeutschland eines der größten und modernsten Lohnreinigungszentren mit einer ökologischen Reinraumbindung.“ Man folge damit den aktuellen Trends zur Elektromobilität. Zu den Kunden zählen nach Aussage Müllers namhafte Unternehmen wie Bosch und Handtmann.

Verspiegelte Fassade

Die Firma Kuhn aus Bad Wurzach wurde als Generalunternehmer für den Neubau eingesetzt. Dessen Geschäftsführer Wolfgang Kuhn stellte den Neubau vor. Er bezifferte dessen Fläche mit knapp 3000 Quadratmeter bei einer Grundstücksgröße von 6500 Quadratmeter. Das Fabrikgebäude gliedert sich in Räume für Produktion und Reinraumtechnik (knapp 2000 Quadratmeter), Büro- und Mitarbeiterräume sowie Terrasse (rund 900 Quadratmeter) und Lagerebene. Die Fassade besteht aus Systemglas und ist verspiegelt als Sonnenschutz. Die Forderung des Bauherrn nach einem modernen Design und futuristischen Strukturen sei erfüllt, sagte Kuhn.

Das Bauwerk verfüge über ein hocheffizientes energetisches Gesamtkonzept. Ein Datenkabel sichert die Verbindung zum bestehenden Gebäude.

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