Von Handylust und Handyfrust

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 Die Theatergruppe der Kolpingsfamilie Mietingen probt seit Wochen für die Aufführungen Anfang Oktober. Im Bild von links: Cori
Die Theatergruppe der Kolpingsfamilie Mietingen probt seit Wochen für die Aufführungen Anfang Oktober. Im Bild von links: Corinna Wenger, Annika Saiger, Isabell Ruf, Sina Fuhrmann, Hansjörg Vollmer, Sabine Rolser, Geli Rothmund, Wolfgang Kohlruss, Kai Kathan, Armin Schlegel, Paul Birk und Josef Nunnenmacher. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Karten im Vorverkauf sind ab dem 17. September bei der Volksbank Mietingen und bei der Bäckerei Vorhauer in Baltringen erhältlich.

Jedes Jahr im Herbst ist bei der Kolpingsfamilie Theaterzeit. Seit Wochen proben die Spieler für die Komödie „Handylust und Handyfrust“ von Wolfgang Bräutigam. Die Aufführungen finden in der Mehrzweckhalle in Mietingen am Samstag, 6. Oktober, um 13.30 Uhr und 19.30 Uhr, und am Sonntag, 7. Oktober, um 18.30 Uhr statt. Der Erlös kommt auch in diesem Jahr sozialen Zwecken zu.

Im kommenden Dreiakter, der im Stil eines klassischen Bauerntheaters verfasst wurde, sorgt ein in der Nachbarschaft aufgestellter Mobilfunkmast für Ärger. Landwirt Alois Krügel steht im Gegensatz zum Rest der Familie mit dieser modernen Technik auf Kriegsfuß. Zum gleichen Zeitpunkt gibt es Verwirrungen um eine heimliche Bewerbung des Hofknechtes bei „Bauer sucht Frau“ und ein von Bauer Alois organisiertes Experiment, bei dem die ganze Familie vier Wochen ohne sämtliche technischen Errungenschaften auskommen muss. Später gibt es komische Konflikte und Missverständnisse – können die Kinder Sonja und Lukas, die Ehefrau Inge, Knecht und Magd oder gar die unbekannten Dritten im Finale für Aufklärung sorgen?

Nachdem der langjährige Regisseur Hubert Birk das Amt niedergelegt hat, übernahmen zwei erfahrene und begeisterte Theaterspieler diese Herausforderung. Geli Rothmund und Wolfgang Kohlruss aus Ehingen führen gemeinsam Regie. „Unser Vorgänger Hubert Birk hat in den letzten neun Jahren eine offensichtlich harmonische und man mag schon fast sagen professionelle Theatergruppe geformt“ – so die eindeutige Zwischenbilanz des neuen Regie-Duos. Weiter betonen sie: „Wir haben hier eine Theatergruppe kennengelernt, die auffallend eigenständig ist und mit viel Herzblut bei der Sache ist. Das bunt gemischte Schauspiel-Team plant und organisiert nicht nur selbst die vielen monatelangen Vorarbeiten zum Kulissenaufbau. Die Spielerinnen und Spieler müssen auch aufeinander eingestellt sein, ein Gespür für den anderen haben und sich gegenseitig bei den Proben an den richtigen Stellen aktiv unterstützen.“

Auch für einen krankheitsbedingt ausgefallenen Schauspielkollegen musste ein Mitspieler gefunden und so an vielen Haustüren geklingelt werden. Irgendwann wurde die Bitte von Kai Kathan erhört, der „einen neuen Papi“ brauche, und Hansjörg Vollmer erklärte sich dazu bereit, den „Papi“ zu spielen.

Optimale Akustik

Technisch hat sich in der Mehrzweckhalle in Mietingen einiges getan. So wurde seitens der Gemeinde ein Workshop veranstaltet, an dem Vertreter aus allen örtlichen Vereinen mit Experten einer Fachfirma ein neues Gesamtkonzept für eine moderne und energiesparende LED Bühnenlichttechnik erarbeitet wurde. Auch an der Akustik wurde zusammen gefeilt und das Theaterensemble freut sich auf eine komplett neue Tonanlage, die allen Zuhörern bis in die letzte Reihe eine optimale Tonqualität bieten soll. Dies ist für das Kolpingtheater deswegen wichtig, da die Zuschauerzahlen in den vergangenen Jahren stetig gestiegen sind und damit die Anforderungen für eine gleichmäßige Tonverteilung anspruchsvoller wurden.

Parallel dazu hat die Kolpingsfamilie bereits selbst Hand am Bühnenbild angelegt. Der Kulissenbau ist bis auf kleine Accessoires abgeschlossen, und die Schauspieler können schon jetzt die Szenen des Theaterstückes ohne Einschränkungen proben.

Karten im Vorverkauf sind ab dem 17. September bei der Volksbank Mietingen und bei der Bäckerei Vorhauer in Baltringen erhältlich.

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