Hoch hinaus wollte die Hauskatze Baghira am Samstag in Walpertshofen. Die Feuerwehr setzte sich für ein gutes Ende des gewagten
Hoch hinaus wollte die Hauskatze Baghira am Samstag in Walpertshofen. Die Feuerwehr setzte sich für ein gutes Ende des gewagten Ausflugs ein. (Foto: privat)

Wer kennt ihn nicht, den schwarzen Panther Baghira, der im „Dschungelbuch“ das Menschenkind Mogli beschützt? Auch in Walpertshofen gibt es einen Kater namens Baghira, doch der machte seinem Namensvorbild am Samstag keine Ehre – vielmehr brauchte er selbst menschliche Hilfe.

Aufmerksame Nachbarn klingelten morgens um 8 Uhr bei Familie Libera in Walpertshofen und meldeten: „Eure Hauskatze, Baghira, ist auf dem Dach!!!“ Der Ausreißer hatte das offene Dachfenster im Badezimmer genutzt, um einen Höhenausflug zu unternehmen. Weil das Tier einen recht hilflosen Eindruck machte, alarmierte die Familie die Freiwillige Feuerwehr Walpertshofen. Mit einer Leiter näherte sich ein Floriansjünger dem Kater, der aber keine Anstalten machte, den Dachfirst zu verlassen. Schließlich lockte „Frauchen“ Edita Libera vom Dachfenster aus „Baghira“ mit Futter an – und offensichtlich hatte der Vierbeiner noch nicht gefrühstückt. Sein Appetit war jedenfalls so groß, dass er zum Dachfenster schlich und dort in Empfang genommen werden konnte – unter dem Beifall zahlreicher Zuschauer.

Denn außer den Feuerwehrleuten hatten sich mittlerweile auch etliche Nachbarn rund ums Haus versammelt und die Rettungsaktion gebannt verfolgt, erzählt Michael Libera, der ebenfalls im Haus wohnende Vater von „Herrchen“ Silvio Libera. Auch seine Enkel Angelina, Justin und Sabrina bangten um Baghira. Einige Nachbarskinder hatten sogar einen großen Kescher organisiert, um das Tier aufzufangen, falls es vom Dach springen sollte. „Jeder hatte Angst, dass dem Kater etwas zustoßen könnte“, berichtet Michael Libera – und er fügt an: „Wenn ich als Opa oben gesessen wäre, hätte sich keiner so sehr um mich bemüht. Dann würde ich wahrscheinlich heute noch sitzen.“

Auf jeden Fall sei man den Nachbarn und den zur recht frühen Morgenstunde engagierten Feuerwehrleuten sehr dankbar für die Hilfe. „Das ist nicht selbstverständlich“, sagt Michael Libera.

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