Rekordergebnis sorgt für Freude

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Deutlich flüssiger als erwartet ist die Gemeinde Mietingen nach dem Rechnungsjahr 2017.
Deutlich flüssiger als erwartet ist die Gemeinde Mietingen nach dem Rechnungsjahr 2017. (Foto: Symbol: Tobias Hase/dpa)
Franz Liesch

Große Freude herrschte auf allen Seiten im Gemeinderat Mietingen bei der Bekanntgabe des Rechnungsabschlusses 2017. „Es ist wieder sehr gut gelaufen“, leitete Kämmerer Martin Stooß seine Erläuterungen ein. Es ist sein 33. Rechnungsabschluss, und er verband dessen Vorstellung mit einem Bekenntnis: „Das ist mein Lieblingsthema.“

Wie ist nun der Kassenstand zum Ende des Jahres 2017 nach Vorlage aller Zahlen? Er ist verbunden mit einem Rekordergebnis: Über 2,1 Millionen Euro können an den Vermögenshaushalt übergeben werden. Dieser Betrag steht somit für Investitionen der Gemeinde zur Verfügung. Der Plan sah dafür ehedem 1,2 Millionen Euro vor.

Zu verdanken ist dies, so der Kämmerer, höheren Gewerbesteuereinnahmen und Schlüsselzuweisungen des Landes. Doch auch niedrigere Zinsausgaben und Einsparungen bei den Betriebsausgaben haben ihre Spuren im Rechnungsabschluss hinterlassen. Auf den geplanten Rückgriff auf die hohe Kante in Höhe von 400 000 Euro kann die Gemeinde somit ebenso verzichten wie auf die geplante Aufnahme eines Kredits in Höhe von 287 000 Euro. Hingegen können 430 000 Euro der allgemeinen Rücklage zugeführt werden. Somit hat die Gemeinde Mietingen jetzt drei Millionen Euro als Rücklage zur Verfügung. Für dieses Jahr ist eine Entnahme daraus vorgesehen in Höhe von 600 000 Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt für Ende 2017 bei 361 Euro.

Große Investitionen kommen

„Die Gemeinde ist auf dem seit mehreren Jahren eingeschlagenen und verfolgten Konsolidierungsweg ein Stück weiter gekommen“, erklärte Kämmerer Stooß. Jedoch seien mit dem Feuerwehrhaus in Baltringen, weiteren Baugebietserschließungen und Beschaffungen bei den Feuerwehren in den kommenden Jahren wieder erhebliche Finanzmittel gebunden. Nicht zu vergessen seien die immensen Ausgaben zum Hochwasserschutz. Auch der dringend notwendige Neubau eines Rathauses nehme konkrete Konturen an und werde den Gemeinderat in nächster Zeit beschäftigen. Darüber hinaus seien für die weitere Sanierung von Kanälen und Wasserleitungen in der Gesamtgemeinde weitere Mittel gebunden. Die Aufnahme ins Landessanierungsprogramm werde sich kostenmäßig erheblich in der Kasse niederschlagen. Als weitere geplante Investitionen nannte Stooß: Neubau eines Bauhofs sowie die Breitbandversorgung.

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