Mächtiger Orchesterklang

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Anita Schuhmacher

Ein junger Solist und ein sehr vielfältiges Programm haben in der Mietinger Festhalle am vergangenen Sonntag für viel Begeisterung gesorgt. Der Musikverein „Lyra“ Mietingen hatte dort zu seinem traditionell am ersten Adventssonntag angesetzten Jahreskonzert geladen.

Den ersten Teil des Abends gestaltet stets die Gemeinschafts-Jugendkapelle Mietingen-Schönebürg unter der Leitung von Marek Scheliga. Dieser hatte ein recht anspruchsvolles Repertoire zusammengestellt, das die Nachwuchsmusiker aber mit Bravour meisterten. Nach dem Medley aus dem Musical „West Side Story“ von Leonard Bernstein im Arrangement von Jay Bocook trugen sie das Stück „La Storia“ vor. Im dritten Stück beeindruckte Phillip Ruf das Publikum besonders. Er zeigte, mit welcher Ruhe und Coolness man im jungen Alter ein von einer Kapelle begleitetes Solostück vortragen kann. Den Titel „My Dream“ spielte er mit sicherem Ton und viel Gefühl. Das Publikum forderte eine Zugabe von der jungen Truppe, die gerne noch „Cinderellas Dance“ spielte.

Leise, gefühlvolle und mächtige, durchdringende Töne gab es im zweiten Programmteil, den das große Blasorchester der „Lyra“ unter Leitung von Corinna Grismar gestaltete. Einen gelungenen Start legten die Musiker mit dem Stück „Flashing Winds“ aus der Feder von Jan van der Roost hin.

Die Geschichte der Arche Noah wusste Bert Appermont in seinem Werk „Noah’s Ark“ zu vertonen. Der musikalische Vortrag wurde dabei von Ehrenmitglied Berthold Berg in sprachlicher Form begleitet, was dem Stück eine besondere Note verlieh. Die Musiker spielten sehr imposant und mit viel Kraft, ohne lärmend zu wirken.

„Devils Tower“, geschrieben von Thomas Doss, zog mit seinen schaurig-schönen Tönen Musiker und Publikum in seinen Bann. Im Bühnenbild hatte das Dekoteam des Vereins auch wunderbar einzelne Elemente der verschiedenen Stücke des Konzertabends verbildlicht.

Nach einer kurzen Pause knüpften die Musiker mit ihrem hohen Niveau des Abends nahtlos an. Rasant und mit einem tollen Wechselspiel zwischen Forte und Piano kam der „Slawische Tanz Nr.8“ von Antonin Dvořák im Arr. von Vladimiŕ Studnička daher.

Brigitte Angele, die durch den Abend führte, sagte dann den Titel „Hymn to the Fallen“, der von John Williams für das zweite Weltkriegsdrama „Der Soldat James Ryan“ geschrieben wurde, an. Keine ganz leichte Geschichte. Der Chor, der aus den eigenen Reihen gebildet wurde, sorgte beim Vortrag dieses von viel Tragik gezeichneten Stückes für Gänsehaut bei vielen Zuhörern.

In einer Unterbrechung durch Ehrungen verdienter Mitglieder berichtete der erste Vorsitzende Alexander Schuhmacher über Neues zum anstehenden 100-jährigen Bestehen 2020, zu dem das Kreismusikfest ausgerichtet wird. Zum Konzertabschluss erklangen Swing- und Jazz-Melodien. Die Titel „New York, New York!“, „Something Stupid“, „Fly me to the Moon“ und „My Way“ bildeten im Medley „Frank Sinatra Classics“ den Abschluss des Konzerts. Doch das Publikum wollte die Musiker noch nicht von der Bühne lassen. Mit dem Hit „Don’t stop me now“ der Band Queen dankten die Musiker ihrem Publikum für den vielen Applaus und verabschiedeten sich mit dem traditionellen Marsch „Die Regimentskinder“ Julius Fučík.

Bericht über Ehrungen folgt.

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