Erster Rückblick auf ein aktives Musiker-Jahr

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 Der bestätigte Vorstand des MV Baltringen mit: (v.l.) Thomas Hartmann (Dirigent), Martin Beck (Kassierer), Heike Maier (Vorsitz
Der bestätigte Vorstand des MV Baltringen mit: (v.l.) Thomas Hartmann (Dirigent), Martin Beck (Kassierer), Heike Maier (Vorsitzende), Markus Kurray (Schriftführer). (Foto: Franz Liesch)
Franz Liesch

Vor Jahresfrist wurde Heike Maier in ihr Amt als Vorsitzende des Musikvereins Baltringen gewählt. Jetzt hat sie bei der Generalversammlung ihren ersten Rechenschaftsbericht vorgelegt. Neu war auch das Versammlungslokal: das Gemeindehaus, nicht mehr der Proberaum.

„Hymn to the Sun“: Der Titel dieser Komposition wurde mehrfach genannt an diesem Abend. Mit diesem Selbstwahlstück hat sich das Orchester dem Urteil der Wertungsrichter beim Kreismusikfest in Ertingen gestellt. Das sei der „absolute Höhepunkt“ gewesen, ist sich die Vorsitzende sicher. „Wir sorgten bei den zahlreich anwesenden Zuhörern für Gänsehaut.“ Als „bestes Orchester“ seien die Musiker von der Bühne gegangen. Dirigent Thomas Hartmann sprach von einer „hochkarätigen Jury“, die die Darbietung beurteilt und eine „hervorragende Expertise“ geliefert habe.

95 von 100 möglichen Punkten seien vergeben worden. Ein „absoluter Glücksfall“ sei gewesen, dass wegen einer Gesangseinlage auch die Atemtechnik der Musiker verbessert worden sei.

Bei ihrem Rückblick hob Vorsitzende Maier den Auftritt der Musikkapelle beim Baustetter Zeltfest hervor. Beim Blasmusikkapellen-Abend habe Baltringen den Reigen eröffnen dürfen, und damit sei ein „perfekter Einstieg“ für die nachfolgenden Auftritte ermöglicht worden. Gerne haben die Musiker, so Maier, die Herausforderung der Stadtkapelle Neu-Ulm und des MV Lyra Mietingen zum „Water-Grill-Challange“ angenommen. Die Vorsitzende erzählte von einer Reihe weiterer Auftritte der Blaskapelle. „Für mich selber war es ein spannendes Jahr.“

„Es ist mir eine Freude, über 2018 berichten zu können“, mit diesen Worten leitete Dirigent Thomas Hartmann seinen Bericht ein. Seine Begeisterung ist zu allererst auf die Erfolge beim Wertungsspiel und Jahreskonzert zurück zu führen. Was dem folgte, waren, so Hartmann, „ein paar schöne Unterhaltungsauftritte gewesen.“ Er versicherte: „ Wir wollen uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen.“ So soll in nächster Zeit an der Marschmusik gefeilt werden. Und er weckte die Vorfreude auf zwei bevorstehende besondere Auftritte. So spielt die Musikkapelle am 10. Mai die Rolle eines Prüfungsorchesters bei der Abnahme einer Dirigentenprüfung, die der Allgäu-Schwäbische-Musikbund in Baltringen ausrichtet. Als weitere spannende Herausforderung kündigte Hartmann im August ein Doppelkonzert zusammen mit dem MV Sankt Mang in der Residenz zu Kempten an. Der musikalische Leiter beteuerte: „Es macht mir Freude, hier Dirigent sein zu dürfen.“

Jugendleiter Matthias Traub weilt derzeit zum Auslandstudium in England. Er wurde bei der Generalversammlung vertreten durch Christoph Huchler. Nach seinen Angaben werden derzeit 38 Kinder und Jugendliche an Instrumenten des Blasorchesters ausgebildet, vier Kinder vollziehen erste Schritte an der Blockflöte. Er bezeichnete die Nachwuchsgewinnung in Anbetracht des demographischen Wandels als eine Herausforderung. Er lobte die hohe Ausbildungsqualität bei den sieben Lehrkräften der Musikschule Ruf. Acht Kinder hätten einen D-Lehrgang mit Erfolg absolviert. Huchler warb für den jährlichen Hüttenaufenthalt: „Das macht allen saumäßig Spaß.“

Auch die Nachwuchsorchester „Vorjugendkapelle“ und „Jugendkapelle“ ernteten im Vorjahr Auszeichnungen. Das geht aus den Worten der Leiterinnen Corinna Maier (Vorjugendkapelle) und Claudia Romer (Jugendkapelle) hervor. Die guten Bewertungen wurden erzielt beim Kreisjugendmusiktag in Baltringen sowie beim Oberschwäbischen Jugend-Blasmusikfestival in Pfullendorf.

Seinen 40. Kassenbericht legte Martin Beck den 75 anwesenden Vereinsmitgliedern vor. Nachdem am Ende des letzten Jahres der Boden der Vereinskasse sichtbar war, konnte er jetzt verkünden: „Die Finanzen haben sich deutlich verbessert.“ Er appellierte an die Musiker, den Verein tatkräftig zu unterstützen. Bei der Einwohnerschaft sieht er eine Bereitschaft zur Unterstützung des Vereins, beklagt aber die Belastungen durch die Politik. So vermisst er die Hilfe bei der Einführung des Datenschutzes.

Bürgermeister Hochdorfer beglückwünschte zum „erfolgreichen Jahr und die tollen Auftritte.“ Beim Nachwuchs machte er Hoffnung: „Es kommen wieder geburtenstarke Jahrgänge.“ Er ging auch auf die angedachte Erweiterung des Probelokals ein: Diskussionsgrundlagen seien vorhanden.

Die anstehenden Wahlen brachten nur eine Veränderung: Michael Seeler stellte sich als Beisitzer nicht mehr zur Wahl. Alle Ämter konnten wieder besetzt werden.

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