„Einmal quer durch“, die neue Leitung

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Im Zuge der Erneuerung der Baltringer Hauptstraße wird der Gehweg vom Storchenweg bis zum Kreisel neu gebaut und eine gefährlic
Im Zuge der Erneuerung der Baltringer Hauptstraße wird der Gehweg vom Storchenweg bis zum Kreisel neu gebaut und eine gefährlich Engstelle für Fußgänger beseitigt. (Foto: Franz Liesch)

Auf die Einwohner Baltringens kommen bewegte Monate zu: Quer durchs Dorf werden in Kürze die Hauptstraße und angrenzende Straßen geöffnet, weil die Wasserleitung erneuert wird. Die Gelegenheit nutzt die Gemeinde zugleich für begleitende Baumaßnahmen. Das beschloss der Gemeinderat am Montagabend mit einstimmigem Votum. Insgesamt ist eine Investition von 577 000 Euro geplant.

„Wir müssen die uralte Wasserleitung erneuern“, erklärte Bürgermeister Robert Hochdorfer den Hintergrund zu den Plänen, die Baumaßnahmen von der Hohlgasse bis zum Kreisel vorsehen. Die Leitung muss „einmal durch“ ausgetauscht werden, und zugleich werden im Kreuzungsbereich mit der Hauptstraße und der Schemmerberger Straße die Kanalschächte erneuert, stellte der Planer Markus Wiehl vom Ingenieurbüro Funk in Riedlingen fest. Diese Schächte seien vor Jahrzehnten „nicht nach modernen Gesichtspunkten“ gesetzt worden – mit dem Ergebis, dass dort im Maximum mehr Wasser ankommt, als abgeführt werden kann, was zu Überschwemmungen und Schäden am Kanal führen kann. Die Umbauten bringen „eine deutliche Verbesserungen“, seien aber nicht optimal. Zugleich sieht die Planung mehrere Nebenprojekte vor, etwa einen Gehweg im Storchenweg.

Die einzelnen Positionen mit ihren Kosten im gemeindlichen Haushalt: 660 Meter neue Wasserleitung für 280 000 Euro, Kanalumbau in der Einmündung Talstraße 117 000 Euro, Sanierung der Parkbucht gegenüber der Ortsverwaltung 17 000 Euro, Gehweg Storchenweg 67 000 Euro, die Verlegung von Leerrohren für Glasfaser 96 000 Euro. Hinzu kommt ein Umbau des Kreisels, bei dem die Gemeinde als Bauherr agiert, die Kosten aber an ein Unternehmen im Gewerbegebiet weitergibt, das den Umbau wünschte. Die Kosten für die Asphaltarbeiten in Höhe von rund 180 000 Euro übernimmt derweil der Kreis.

100 000 fürs Leerrohr

„Was kostet denn an dem Leerrohr 100 000 Euro?“, wollte in der Diskussionsrunde Paul Birk wissen und bekam erklärt, dass 660 „laufende Meter“ Rohr mitsamt Verlegung und Anschlüssen „wahnsinnig viele Meter seien“. Es summiere sich eben, bekräftigte Bürgermeister Hochdorfer, der die Arbeiten so schnell wie möglich ausschreiben möchte. Denn Baubeginn soll mit einem ersten Bauabschnitt noch im Herbst sein. In der Praxis, so erklärt er auf Anfrage, wird die teilweise aufgebaggerte Hauptstraße dann nur noch für Anlieger bis zur jeweiligen Baustlele befahrbar sein. „Die Leute können in der Regel ihre Häuser erreichen.“ Nur kurzzeitig werde mal komplett gesperrt. Im Frühjahr 2019 soll es weitergehen – und das Projekt hat ein konkretes Enddatum. Am 30. Juni muss alles fertig sein, sagt der Bürgermeister. Denn ab dem Datum erneuert der Kreis die Kreisstraße Baltringen-Schemmerberg, und dan werde die Baltringer Hauptstraße als Umleitungsstrecke benötigt.

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