Die jungen Wilden schnappen sich den Titel

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 Die Turniersieger vom Team „1.FC Wilde Hilde“ (erste Reihe) sowie die gekürten Spieler des Turniers. In der ersten Reihe links
Die Turniersieger vom Team „1.FC Wilde Hilde“ (erste Reihe) sowie die gekürten Spieler des Turniers. In der ersten Reihe links die 2. Vorsitzende des TC Mietingen, Jasmin Link; in der dritten Reihe Zweiter von links der Turnierleiter Alfred Schuhmacher.
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14 Mannschaften haben am vergangenen Samstag beim 20. Gemeindecup des TC Mietingen um den Fußball-Wanderpokal der Volksbank Raiffeisenbank Laupheim-Illertal gekämpft. Die Leitung des Spielbetriebs übernahm der bewährte Turnierleiter Alfred Schuhmacher mit Unterstützung seiner Familie. Er hat es wieder einmal verstanden, Teams aus unterschiedlichen Altersgruppen zusammenzu- führen. Darunter sind Familienclans, Buden und Zusammenschlüsse von aktiven Spielern des SV Mietingen. Ziel ist es, das Miteinander in der Gemeinde zu stärken.

Die Mannschaft „Traktor Peking“ zum Beispiel, gebildet aus AH-Spielern des SVM, nimmt seit 19 Jahren am Turnier teil und holte fünf Mal den Titel. Sie zeigte auch dieses Jahr, dass sie immer noch das Zeug dazu hat. Seit drei Jahren nehmen auch Flüchtlinge in der Gemeinde am Turnier teil.

Je weiter das Turnier fortgeschritten war, desto rasanter wurden die Spiele. Viele Begegnungen mussten im Siebenmeterschießen entschieden werden. Einige Favoriten, auch der Titelverteidiger „1. FC Paradiso“, schieden frühzeitig aus. Dafür schafften die jungen Fußballer der Mannschaft „1.FC Wilde Hilde“ mit ihrem temporeichen und unvorhersehbaren Stil den Sprung ins Halbfinale. Ebenfalls in die Runde der letzten Vier zogen ein die Routiniers von „Traktor Peking“ sowie die Teams „Häberle jr. 1957“ und „SKB“.

Ein Generationenspiel

Das erste Halbfinalspiel zwischen „Traktor Peking“ und „1.FC Wilde Hilde“ war ein Generationenspiel. Hier setzte sich das unbändige Tempo der jungen Wilden gegen die Erfahrung der abgezockten Fußballer durch – Endstand 2:1. Die zweite Halbfinalbegegnung fiel recht einseitig aus. „Häberle jr. 1957“ schockte die „SKB“ mit einem frühen Treffer und gewann verdient mit 4:1.

Im Finale ging der „1.FC Wilde Hilde“ früh in Führung und sah schon bald wie der neue Turnsieger aus. Der Gegner „Häberle jr. 1957“ versuchte vergeblich gegen die perfekt organsierte Abwehrkette durchzubrechen. Ein Glückstreffer von Daniel Bösch aus der zweiten Reihe bescherte in letzter Sekunde den Ausgleich. Mit einem 1:1 ging es in die dreiminütige Verlängerung. Die Emotionen kochten bei „Häberle jr. 1957“ über, als ein zweifelhafter Siebenmeter gegen sie entschieden wurde. Der „1.FC Wilde Hilde“ nahm dieses Geschenk dankend an und verwandelte sicher. In den wenigen verbleibenden Sekunden konnte der „Häberle jr. 1957“ nichts mehr ausrichten. Somit wurde der „1.FC Wilde Hilde“ zum ersten Mal Turniersieger.

Schuhmacher macht weiter

Zu Beginn der Siegerehrung sagte Jasmin Link, die zweite Vorsitzende des TC Mietingen, Alfred Schuhmacher und seiner Familie Dank für 20 Jahre Turnierleitung. Schuhmacher lobte den TC Mietingen für die Ausrichtung und die perfekte Organisation des Turniers und den Teams für ihr Fairplay. Auch dieses Jahr ging das Turnier ohne Verletzungen über die Bühne. Schuhmacher ist bereit, das Turnier fortzusetzen, falls sich genügend Mannschaften für nächstes Jahr anmelden.

In der Siegerehrung wurden neben den Mannschaftsplatzierungen einzelne Spieler in verschiedenen Kategorien geehrt. Beste Torschützin wurde Jessica Ganz mit zwei Treffern, als bester Torschütze setzte sich Joschua Eiberle mit neun Treffern durch. Lan Eric Sinhof und Tim Aldinger erhielten jeweils den Pokal als beste Torhüter. Als Spieler des Turniers wurden Benedikt Raia und Toni Zeitz gekürt, sowie bei den Frauen wiederum Jessica Ganz. Anlässlich des Jubiläumsjahrs ehrte Alfred Schuhmacher die Schiedsrichter Anton Rolser und Franz Amann sowie den Sanitäter Akki Ackermann für ihr 20-jähriges Engagement. Mit Sekt stießen alle Anwesenden auf das Jubiläum des Gemeindecups an. Im Anschluss wurde im Foyer der Mehrzweckhalle bis spät in die Nacht gefeiert.

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