Die Idee: Wohngemeinschaft schützt vor Einsamkeit

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Noch gibt’s dort nichts als aufgewühlte Erde, aber in weniger als zwei Jahren sollen am Rande des Gewerbegebiets Uttel in Mietingen zwei Wohnhäuser mit besonderem Anspruch stehen: als ein Wohnpark, der Senioren ein so geselliges wie betreutes Leben sichert. Anfang der Woche fand der symbolische erste Spatenstich statt, und der Bauherr Pius Ackermann nutzte die Gelegenheit, den Grundgedanken zu betonen: „Diese Wohnphilosophie ist die Antwort auf das Problem der Einsamkeit im Alter!“

Seit einigen Monaten unterhält Pius Ackermann in seinem Geschäft Ambiente unweit des geplanten Wohnparks eine Informationsausstellung zu dem Projekt. Großformatige Pläne und Ansichten zeigen, wie der geplante „Wohnpark für Senioren“ aussehen wird. Zwei viergeschossige, kubische Gebäude enthalten 42 Wohnungen für Interessenten im Alter ab 50. Die beiden Hauptkörper sind verbunden mit einem zweigeschossigen Bauwerk, das Gemeinschaftsräume für Versammlungen und Veranstaltungen enthält. Eine Tiefgarage soll Platz schaffen für die Fahrzeuge der Bewohner.

Das Konzept geht weiter: Der Wohnpark Mietingen soll nicht nur einen wachsenden Bedarf nach Wohnraum für Senioren abdecken, sondern „vereint vor allem viele Wünsche, wie man heute im Alter leben möchte: selbstbestimmt und doch geschützt, mit genügend Privatsphäre und dennoch nicht allein und einsam“, heißt es in der Beschreibung.

An dem symbolischen ersten Spatenstich beteiligten sich auch die wichtigsten Partner des Bauherren: Vertreter des Immobilienmaklers Scheffold, des Straßenbaubetriebes Eble und vom Arbeiter-Samariter-Bund, der die Anlage betreiben und dabei die Bewohner betreuen wird. Der ASB Orsenhausen-Biberach richtet dazu ein eigenes Büro im Wohnpark ein, erläuterte der ASB-Geschäftsführer Markus Eckhardt: „Unsere Aufgabe ist, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und den Bewohnern behilflich zu sein.“

Darum gehe es insbesondere, betont der Bauherr Ackermann: Gemeinsamkeit gegen Einsamkeit. „Man kommt einmal in die Situation, dass man einsam werden kann. Wir bilden eine Wohngemeinschaft gegen Einsamkeit.“ Dabei biete die Lage den künftigen Bewohnern alles, was man zum Leben braucht. Ärzte, Friseur, Geschäfte, sogar ein Biergarten: Das alles sei trotz der Randlage fußläufig erreichbar. Auf der anderen Seite biete die Anlage aber auch Ruhe in der Natur. Dieses Konzept komme bei vielen Menschen an, sagt Ackermann: 18 Wohnungen seien schon zum Verkauf reserviert.

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