Das Pfarrhaus wird zum Kindergarten

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Der Kindergarten und das leerstehende Pfarrhaus (rechts) in Walpertshofen: Es wird dem Kindergarten zugeschlagen.
Der Kindergarten und das leerstehende Pfarrhaus (rechts) in Walpertshofen: Es wird dem Kindergarten zugeschlagen. (Foto: Franz Liesch)
Franz Liesch

Der Kindergarten in Walpertshofen wird erweitert. Dafür hat sich der Gemeinderat einstimmig ausgesprochen und die vorgelegten Pläne des Architekturbüros Bauke und Hübner befürwortet. Diese sehen eine zahlenmäßige Erhöhung der Kindergartenplätze von derzeit 35 auf 60 vor – davon zehn Krippenplätze.

Beim Neu- und Umbau wird das bisherige Pfarrhaus einbezogen. Problem ist, dass zwischen beiden Gebäudeteilen ein Höhenunterschied zu überwinden ist. Dies soll im Foyer mittels einer dreistufigen Treppe und einer barrierefreien Rampe geschehen. Im Bestandskindergarten werden die offenen Funktionsräume untergebracht. Der ehemalige Krippenraum wird zum Bewegungsraum umgestaltet. Neu gebaut werden sollen zwei Gruppenräume mit Nebenräumen. Ein Raum dient der Ganztagesbetreuung.

Der Krippenraum ist im Altbestand vorgesehen. Hier sind dann auch ein Bewegungsraum sowie Räumlichkeiten für Malen/Essen, Küche und Kinderküche geplant. Neu entstehen soll ein großzügiges Foyer mit Windfang nach außen. Im Untergeschoss des Pfarrhauses sieht der Plan einen Personal-Aufenthaltsraum, Teeküche und Abstellräume vor. Die beiden vorhandenen Heizungen sollen durch eine neue Heizanlage ersetzt werden, gedacht ist an eine Gasheizung. Fußbodenheizungen sollen für wohlige Wärme sorgen. Die Warmwasserbereitung erfolgt über Durchlauferhitzer.

An der Notwendigkeit einer Erweiterung des Kindergartens in Walpertshofen kam bei der Aussprache kein Zweifel auf. Bürgermeister Robert Hochdorfer eröffnete diese mit der Bemerkung: „Wir haben Bedarf an zusätzlichen Kindergartenplätzen.“ In Mietingen wie auch in Baltringen seien die Plätze in den Kindergärten „nahezu ausgebucht“. Zu berücksichtigen sei, dass in Walpertshofen gerade ein großes Neubaugebiet entstehe.

Die Kostenschätzung beläuft sich nach Berechnungen von Architekt Hübner auf 1,1 Millionen Euro. Davon hat die Gemeinde 70 Prozent zu tragen. Die Höhe der Kosten führte bei den Räten zum Stirnrunzeln. Dennoch war man sich einig, „eher großzügig“ zu planen und zu bauen. Bürgermeister Hochdorfer unterstrich: „ Die Kosten dürfen nicht weiter steigen.“

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