Baulärm an gleich vier Stellen der Gemeinde

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Franz Liesch

Vier für die Gemeinde Mietingen wichtige Baumaßnahmen wurden jetzt in Angriff genommen. Andere wurden auf den Weg gebracht. Der Überblick.

Am meisten bekommen die Mietinger den Baubeginn in der Oberen Gasse zu spüren. Diese Parallelstraße zur Hauptstraße ist für den Verkehr gesperrt. Die Anwohner müssen in den nächsten Monaten so manches Hindernis in Kauf nehmen, um an ihr Haus zu kommen. Der Straßenbelag wurde bereits abgefräst. Ein Kanalschacht wurde bei der Einmündung zur Hauptstraße neu gesetzt. Hier schließt sich der neue Kanal an. Er verläuft parallel zum bisherigen. Dieser hat nach rund sieben Jahrzehnten seinen Dienst getan und wird ausgebaut. Ähnliches gilt für die Wasserleitung. Die Schadhaftigkeit von Kanal und Wasserleitung ist auch Anlass für die Komplettsanierung der Oberen Gasse. Die Gesamtkosten werden mit 859 000 Euro kalkuliert. Sie liegen beträchtlich über den ersten Schätzungen (690 000 Euro). Als Kostentreiber erweist sich der Teerbelag der Straße, der speziell entsorgt werden muss. Bei der Bauzeit wird mit sechs bis neun Monaten gerechnet.

Im Gewerbegebiet Kapellenäcker sind Baumaschinen aufgefahren. Das Gewerbegebiet wird vollends erschlossen. Derzeit werden in den künftigen Straßen die Kanäle verlegt und Vorbereitungen für den Bau der Wasserleitung getroffen. „Die Arbeiten sind gut im Gang“, sagt Bauleiter Andreas Neher von der Firma Gaiser in Moosburg, die die Erschließung übertragen bekommen hat. Lediglich einen Regentag habe man hinnehmen müssen. Drei bis vier Monate werde die Erschließung des Gewerbegebietes in Anspruch nehmen, glaubt der Bauleiter. Ursprünglich sollte das Gewerbegebiet in zwei Bauabschnitten erschlossen werden. Doch die Nachfrage nach Bauland ist so groß, dass das gesamte Gewerbegebiet in einem Zug erschlossen wird.

Vor genau zwei Jahren wurde die Gemeinde vom schlimmsten Hochwasser seit 90 Jahren heimgesucht. Jetzt wird eine der Gefahrenstellen bei Starkregen am Ortsrand von Mietingen entschärft. Dort, wo der Tälesgraben in zwei Dohlen verschwindet, war es beim Jahrhunderthochwasser zu Überschwemmungen gekommen. Sogleich war danach klar, dass der Einlauf in die Dohlen verbessert werden muss. Vor allem sollte verhindert werden, dass vom Wasser des Tälesgrabens, eigentlich ein gefahrloses Rinnsal, mitgeschlepptes Geäst die Dohlen dicht macht.

Erst war von 41 000 Euro Kosten die Rede, dann von weit über 100 000 Euro. Die jetzt begonnenen Verbesserungsmaßnahmen kosten die Gemeinde rund 70 000 Euro. Die beiden Dohlen für die Unterquerung der Straße nach Schönebürg wurden auf gleiche Länge abgesägt. Ein Gitterwerk soll am Zugang zu den Dohlen verhindern, dass diese erneut verstopft werden.

Auch die Planung der Sanierung der Baltringer Hauptstraße ist einen wichtigen Schritt vorangekommen. Wie Bürgermeister Hochdorfer jetzt bekannt gab, ist die Ausschreibung fertig gestellt. Sie erfolgt gemeinsam von Kreis und Gemeinde. Der erste Bauabschnitt erstreckt sich auf die Strecke von der Schulstraße bis zur Schemmerberger Straße. Er soll bis zum 30. Juni nächsten Jahres fertig gestellt sein. Der Startschuss soll noch in diesem Jahr im Bereich des Kreisels fallen. Anlass für die Sanierung sind überalterte Kanäle und Wasserleitungen, aber auch der Reparaturbedarf des Straßenbelags. Außerdem wird der Bauplatz für das neue Feuerwehrhaus erschlossen. Erneuert wird momentan auch ein Kanal in der Haldenstraße in Baltringen.

In Walpertshofen werden die verzögerten Bauarbeiten in der Bußmannshauser Straße Anfang Juli wieder aufgenommen. Die Erneuerung von Wasserleitung und Kanal war bis zur Einmündung Gewerbegebiet „Steige“ durchgeführt worden. In etwa sechs Wochen geht es weiter bis zur Einmündung zur Pony-Ranch.

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