Baltringen feiert Richtfest fürs neue Feuerwehrhaus

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 Richtfest konnte am Donnertag beim Neubau des Feuerwehrhauses Baltringen gefeiert werden.
Richtfest konnte am Donnertag beim Neubau des Feuerwehrhauses Baltringen gefeiert werden. (Foto: Franz Liesch)
Franz Liesch

Beim im Bau befindlichen Feuerwehrgerätehaus in Baltringen wurde am Donnerstag Richtfest gefeiert. Gekommen waren Vertreter der Gemeindeverwaltung und des Rates, die Baltringer Feuerwehrleute, am Neubau beteiligte Firmen sowie Architekt Schulz.

In seiner Ansprache bezeichnete Bürgermeister Robert Hochdorfer das Bauwerk als das „größte Hochbau-Projekt unserer Gemeinde seit längerem“. Er erinnerte an die lange Vorgeschichte, die das Vorhaben hinter sich hat. Dass eigentlich schon fertige Pläne zur Umnutzung des alten Kindergartens für die Mannschaftsräume und den Neubau einer Feuerwehrgarage vorgelegen hätten. Doch die ganzen Baupläne seien durch das Hochwasser von 2016 über Nacht sozusagen die Dürnach hinunter gegangen. Der Bauplatz in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bach hätte sich als ungeeignet erwiesen. „Umso froher sind wir über den neu gefundenen Standort.“ Er befindet sich am Kreisel am Ortsausgang Baltringens.

Erfreut zeigte sich Hochdorfer auch, dass die Bauarbeiten in der Ortsdurchfahrt so koordiniert werden konnten, dass sich die Erschließung des neuen Feuerwehrhauses praktisch nebenbei ergeben hätten. „Alle Rädchen haben ineinander gegriffen.“ Er gab der Hoffnung Ausdruck, dass der Kostenrahmen von 1,3 Millionen Euro eingehalten werden kann.

Auch Feuerwehr-Kommandant Reiner Gantner ging auf die Entstehungsgeschichte des Standorts des Baltringer Feuerwehhauses ein. Er brachte den Spatenstich am 6. Juli in Erinnerung und ergänzte: „Wir hoffen, dass das Haus in einem Jahr bezogen werden kann.“

Auf dem Dach des neuen Feuerwehrhauses soll mittels einer Photovoltaik-Anlage (PV) Strom erzeugt werden. Das hat der Gemeinderat Mietingen bei seiner Sitzung am Montag bei einer Enthaltung beschlossen. Dabei arbeitet das Rathaus mit der Bürgerenergiegenossenschaft Mietingen (BEG) zusammen. Deren Vorsitzender Thilo Münch stellte das neueste Projekt der BEG dem Gemeinderat vor. Bürgermeister Hochdorfer und Gemeinderat Beck verließen wegen Befangenheit bei diesem Beratungspunkt den Ratstisch.

Von einer solchen Kooperation profitiere die Gemeinde insofern, so Münch in seinen Ausführungen, als sie der gesetzlichen Vorgabe, die eine Solaranlage für das neue Feuerwehrhaus fordere, nachkomme. Die Gemeinde spare zudem Stromkosten, da ein geringer Teil des produzierten Stroms (zwölf Prozent) direkt verbraucht werde. Den Ertrag aus dem Stromverkauf nach dem EEG-Gesetz teilten sich Gemeinde und BEG. Es werde eine Rendite von 3,8 Prozent erwartet.

Geplant ist eine PV-Anlage mit einer Leistung von etwas unter zehn Kilowatt-Peak. Bei den Kosten geht die BEG von etwas über 13 000 Euro aus. Die Zusammenarbeit von Gemeinde und BEG wird durch einen Vertrag geregelt. „Entsprechende Verträge haben wir mit der Gemeinde schon einmal ausgearbeitet, die Erfahrungen sind für beide Seiten positiv“, erklärte Münch.

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