2020 stehen 43 Bauplätze zur Verfügung

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 Noch grünt es, wo einmal im Neubaugebiet Fuchshalde in Walpertshofen 43 Bauplätze entstehen sollen.
Noch grünt es, wo einmal im Neubaugebiet Fuchshalde in Walpertshofen 43 Bauplätze entstehen sollen. (Foto: Franz Liesch)
Franz Liesch

43 Plätze des Neubaugebietes Fuchshalde in Walpertshofen sollen im April 2020 für Häuslebauer bereit stehen. Rund 3,7 Millionen Euro will die Gemeinde Mietingen dafür in die Hand nehmen. Die Finanzierung erfolgt über einen Kredit bei der LBBW (Kommunalfinanz). Den Boden dafür hat der Gemeinderat bei seiner Sitzung am Montag geebnet.

Einziger strittiger Punkt im Rat: Sollen alle 43 Bauplätze auf einmal erschlossen oder zwei Bauabschnitte gebildet werden? Günther Schmid vom Ingenieurbüro RSI hatte einen Teilungsvorschlag vorbereitet. Offenbar haben etliche Bauinteressenten ihr Auge gerade auf ein Grundstück geworfen, das im vorgesehenen zweiten Bauabschnitt liegen würde. Die Verwaltung gab zu bedenken, dass bei einer Erschließung aller 43 Plätze in einem Zug die Infrastruktur Schritt halten können müsse. Bei einer Bevölkerungszunahme müsse etwa die Zahl der Kindergartenplätze angeglichen werden. Gemeinderat Herbert Blersch äußerte ebenfalls Bedenken, wenn im kleinsten Ortsteil ein so „riesiges Baugebiet“ hochwächst, „da werden Riesenerwartungen“ auch in anderen Ortsteilen geweckt.

Nach Angaben von Ortsvorsteher Karl Grabowski haben 55 Bauinteressenten Bedarf angemeldet. Allerdings würde erfahrungsgemäß nur etwa die Hälfte ein Bauplatz-Angebot auch tatsächlich annehmen.

Erschließung in einem Stück

Im ersten Bauabschnitt sollen 23 Plätze geschaffen werden. Somit wäre der Bedarf fürs Erste gedeckt. Die Kosten für die Erschließung des zweiten Bauabschnitts mit 20 Plätzen wurden von Günther Schmid mit 800 000 Euro beziffert. Bürgermeister Robert Hochdorfer konnte in der Debatte der Kompletterschließung wie der Teilung in zwei Bauabschnitten etwas abgewinnen: „Hier kann man beide Verfahrensweisen vertreten.“ Am Ende war das Ergebnis aber doch eindeutig. Bei einer Gegenstimme und drei Enthaltungen sprach sich die große Mehrheit für die Kompletterschließung aller 43 Bauplätze aus.

Der Bebauungsplan fand hingegen die Zustimmung aller Räte, ebenso der Erschließungsplan. Der Bebauungsplan war bereits im Juni beraten und zustimmend zur Kenntnis genommen worden. Jetzt lagen auch Stellungnahmen der Öffentlichkeit und Behörden vor.

Bedenken hatte vor allem die Polizei angemeldet. Die geplante Fahrbahnbreite von 4,10 Meter sei zu schmal für den Begegnungsverkehr. Die Fahrzeuge müssten regelmäßig auf die Gehwege ausweichen, Fußgänger würden dadurch gefährdet. Dieser Einwand wurde berücksichtigt. Die Straßen haben jetzt eine Gesamtbreite von sechs Metern, einschließlich Gehweg.

Im Plan ist an fünf nördlichen Grundstücken ein Schutzwall gegen die Folgen von Starkregen vorgesehen. Das anfallende Regenwasser soll über einen Ableitungskanal geführt werden.

Im Neubaugebiet Fuchshalde wird das Abwasser wie heute üblich in einem Trennsystem abgeleitet. Die Regenwasser-Leitung mündet in einem Retentionsbecken. Ein Teil des Niederschlagswassers soll hier versickern, der Rest dem Tälesgraben zufließen.

Unitymedia bekundete ihr Interesse an einem glasfaserbasierten Kabelnetz zur Sicherung der Breitbandversorgung. Die Telekom überlegt derzeit noch, ob sie ein Telekommunikationsnetz verlegen soll. Die Gemeinde beabsichtigt, im gesamten Neubaugebiet ein Leerrohr für die Versorgung durch Glasfaser zu verlegen.

Nicht entschieden ist die Versorgung mit Gas. Die e.wa riss möchte noch in diesem Monat mitteilen, ob sie im Neubaugebiet Fuchshalde einsteigt. Die Ausschreibung der Erschließungsarbeiten wird jetzt vom Ingenieurbüro vorbereitet, die Vergabe ist für die ersten Monate des neuen Jahres vorgesehen. Dann können die Grundstückspreise kalkuliert werden.

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