Sulminger Dorffest startet bei heißen Temperaturen

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Gerhard Rundel

Böllerschüsse haben am Samstagnachmittag das Startkommando für das 34. Sulminger Dorffest gegeben. Danach zogen die Vereine in einem bunten Zug durchs Dorf zum Festgelände. Badewetter mit mehr als 30 Grad verringerte die Besucherzahlen am Nachmittag etwas. Am Abend war dagegen bei idealen Temperaturen volles Haus.

Bei dem von Dorffestvorstand Peter Lippmann angeführten bunten Einzug der Vereine, folgten die Böllerschützen aus Maselheim, der Fanfarenzug Sulmingen, der Gartenbauverein, die Kaffeehausserviererinnen vom Kirchenchor, das Dürnachzügle, die Trommlergruppe Heggbach, der Baltringer Haufen, dem Krieger- und Brauchtumsverein, die Heimatgruppe Sulmingen, die Spitzbuam Musikanten, Handwerker wie Seiler, Korbmacher und Zimmerleute sowie die freiwillige Feuerwehr.

Sowohl beim Umzug als auch bei den anderen Programmpunkten gab es viel zu entdecken beim Dorffest in Sulmingen.
Sowohl beim Umzug als auch bei den anderen Programmpunkten gab es viel zu entdecken beim Dorffest in Sulmingen. (Foto: Gerhard Rundel)

Dazwischen fuhren historische Traktoren mit Erntegeräten. Ganz zum Schluss kam dann der Zigeunerwagen, gefolgt von den farbenprächtig gekleideten, hübschen Zigeunerinnen. Bürgermeister Elmar Braun und Ortsvorsteher Kai Dewald waren mit ihren historischen NSU-Quicklys am Start. Gleich nach dem Einzug erfolgte der offizielle Bieranstich und das bunte Treiben auf Straßen und Plätzen ging los. An verschiedenen Ständen zeigten Handwerker ihre alte Kunst.

Korbflechter stellten Körbe her und boten diese zum Verkauf an. Seiler Emhart aus Neufra fertigte Seile in den von den Kunden ausgesuchten Farben. „Gelb und blau, die Schützenfarben, sind immer sehr gefragt“, erzählte er. „Sulmingen ist immer ein tolles Fest und ich komme gerne hier her“.

Buntes Treiben im Zigeunerlager

Im Zigeunerlager führten drei altersgemäß unterschiedliche Zigeunerinnengruppen ihre feurigen und anmutenden Tänze vor. „Diese 48 Mädchen und Frauen im Alter von 6 bis 30 Jahren üben diese Tänze nur für unser Dorffest ein“, lobte der Festansager Jürgen Prestel. Viele Besucher verfolgten dieses bunte, farbenprächtige Spektakel der Tänzerinnen.

 Beim Umzug gab es einiges zu sehen.
Beim Umzug gab es einiges zu sehen. (Foto: Gerhard Rundel)

Auf der Bühne am Stall gaben die Bläser und Trommler des Fanfarenzuges ein kleines Ständchen. Ebenso die Trommlergruppe aus Heggbach. In der weiteren Folge gaben die Sänger der Dürnachspatzen unter Leitung von Eugen Ruedel eine Kostprobe ihres Könnens. Fetzige Lieder wie „Hello Mary Lou“, „Schön war die Zeit“ und „Über den Wolken“ aus der vergangenen Schlagerwelt hatten die 15 Männer unter anderem in ihrem gefälligen Programm.

Auch die ältesten Sulminger Bürger August Maier mit 99 Jahren und Alois Jehle mit 83 Jahren singen im Chor mit. Beiden macht es immer noch viel Spaß zu singen. „Auf das Dorffest freue ich mich jedes Jahr aufs Neue“, sagten beide übereinstimmend.

Dürnachzügle ausgebucht

Der Baltringer Haufen führte seine Bauerntänze auf und die Zimmerleute bauten bei einer Vorführung ihren schwebenden Dachstuhl auf. Diese Vorführung endete mit einem Richtspruch von Franz Vogel.

Das erste Glas Wein trank er dabei auf den Dorffestausschuss. Ebenso war die historische Ködel & Böhm-Dreschmaschine, die von einem Bulldog mit Riemenscheibe angetrieben wurde, immer wieder in Betrieb. Immer ausgebucht waren die Fahrten des Dürnachzügles.

Sowohl beim Umzug als auch bei den anderen Programmpunkten gab es viel zu entdecken beim Dorffest in Sulmingen.
Sowohl beim Umzug als auch bei den anderen Programmpunkten gab es viel zu entdecken beim Dorffest in Sulmingen. (Foto: Gerhard Rundel)

Die Lok musste aus technischen Gründen durch einen kleinen Traktor ersetzt werden. Sorgen machte den Verantwortlichen die krankheitsbedingte und kurzfristige Absage der geplanten Band X-Plosive. Ab neun Uhr erschallte dennoch gute, rockige Musik aus dem Pavillon des Festgartens. Die Band Miri & TheGroovy Bones aus Ochsenhausen war kurzfristig eingesprungen.

Peter Lippmann freute sich am Sonntag über das gute Wetter und das gelungene Anlaufen des ersten Dorffesttages. „Wir Vereine haben für unsere Gäste wieder einiges auf die Beine gestellt“, sagte der Dorffestvorstand. „Etwa vier Wochen dauerte der Aufbau des Festes, dabei haben alle sieben Vereine an einem Strang gezogen“.

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