Narrenmesse vereint Bewohner und Besucher

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Schwäbische Zeitung

Zahlreiche Narren haben den Gottesdienst am Fasnetsonnntag in der Heggbacher Kirche im Hag besucht. Bewohner und Mitarbeiter des Heggbacher Wohnverbundes hatten sich kostümiert, Besucher aus der Umgebung nutzten die Gelegenheit zu einer närrischen Eucharistiefeier.

Kapuziner-Pater Viktritius Veith aus dem Kloster Reute feierte den Gottesdienst, zusammen mit den Messdienern, drei Bewohnern des Heggbacher Wohnverbundes. An dem Gottesdienst nahmen auch Laupheimer Dürnach-Hexen teil. Der pastorale Dienst, unter Federführung von Schwester Mirjam Engst, hatte eine bewegte Kyrie vorbereitet. Luftschlangen, Girlanden, Masken und Luftballons wurden dabei nicht nur als närrischer Schmuck betrachtet und in die Schar der Gottesdienstbesucher geschickt. Auch ihre symbolische Bedeutung wurde herangezogen: Luftschlangen sind wie unsere Beziehungen, mal bunt und in Bewegung, mal verworren. Halten unsere Beziehungen etwas aus – halte ich etwas aus? Wie maskiert gehe ich durchs Leben, nicht nur an Fasching? Lasse ich mich durchhängen wie eine Girlande, bin ich manchmal aufgeblasen wie ein Luftballon und platze zu schnell? Oder möchte ich öfters sein wie ein Luftballon und alles hinter mir lassen? Der Gottesdienst animierte zum Nachdenken.

Untermalt wurde die Messe von einer spontanen närrischen Musikgruppe aus der Region. Sie verstand es, das Kirchenlieder-Repertoire närrisch zu variieren. Die Leitung dieser neunköpfigen Combo hatten Laura Rechtsteiner und Andrea Herzhauser übernommen.

Pater Viktritius Veith ermunterte die Gottesdienstbesucher, jeden Tag fröhlich zu leben, ohne dabei das Morgen zu vergessen. Jeder einzelne Tag sei ein großes Geschenk Gottes. Die manchmal triste Welt brauche immer Boten der Freude, auch über den Fasching hinaus. Seine Lesung in Reimform kam bei dem närrischen Publikum besonders gut an.

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