Musik und Kultur kehren zurück

 An vier Standorten der St.-Elisabeth-Stiftung begeisterten Hauskonzerte der besonderen Art.
An vier Standorten der St.-Elisabeth-Stiftung begeisterten Hauskonzerte der besonderen Art. (Foto: Andrea Reck/St.-Elisabeth-Stiftung)
Schwäbische Zeitung

Mit Pop, Soul- und Jazz-Titeln absolvierten zwei Profis und ein engagierter Amateur-Musiker an vier Standorten der St.-Elisabeth-Stiftung coronakonforme Hauskonzerte der besonderen Art.

Gespannt sitzen die Bewohnerinnen und Bewohner verschiedener Wohngruppen im Heggbacher Begegnungszentrum, als Peter Bette zur Mundharmonika greift und ankündigt, sich nun vom Kulturkoordinator der St.-Elisabeth-Stiftung zum coolen „Bass-Man“ zu verwandeln. Schon steht er mit Sonnenbrille und Hut hinterm Kontrabass und überlässt Lea Knudsen das Wort. Unter dem Motto „Lea, Joe und Peter zu Besuch“ trat das Trio mit Jazzpianist Joe Fessele bereits am 26. Juni im Ehinger Marianna-Bloching-Haus und im Biberacher Rosa-Bauer-Haus auf. Tags darauf folgt einem Konzert im Heggbacher Haus Martin nun dieses Abschlusskonzert im Begegnungszentrum.

Sängerin Lea Knudsen hört man die dänischen Wurzeln nicht an, sie moderiert in temperamentvollem Schwäbisch. Dem Beatles-Song „Got to get you into my life“, folgt „Too hot“ der amerikanischen Soul- und Funk-Band Earth, Wind and Fire. Die quirlige Jazzsängerin saust zu den einzelnen Wohngruppen, die aus Hygienegründen nicht zusammensitzen dürfen und lobt vor allem die Gäste aus Haus Georg für ihr engagiertes Klatschen. Einem Lied von Roger Cicero folgt „was Romantisches“, nämlich „Stay“ von Rihanna. Einfühlsam bindet Lea Knudsen Einzelne, die sich trauen vor dem Trio zu tanzen, in ihre Show ein und gibt ihnen Percussion-Instrumente. „Mit den Hüften und dem Hintern wackeln, ist erlaubt, trotz Corona“, ermuntert sie, als Joe Fessele einen kubanischen Rhythmus in die Tasten hämmert. Bei der jazzigen Version von Marlene Dietrichs „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“, singen einige Besucherinnen und Besucher mit. Peter Bette genießt den Auftritt mit den Profis und freut sich als Organisator, als nach dem Konzert ein Besucher anregt, die drei mögen doch bitte bald wiederkommen.

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