Maselheim erhält Energiepreis

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Landesumweltminister Franz Untersteller (von links) hat den European-Energy-Award an die Gemeinde Maselheim verliehen. Kämmerin
Landesumweltminister Franz Untersteller (von links) hat den European-Energy-Award an die Gemeinde Maselheim verliehen. Kämmerin Marion Bailer und Bürgermeister Elmar Braun nahmen den Preis in Schwäbisch Hall entgegen. Volker Kienzlen von der Landesenergieagentur gratulierte. (Foto: KEA-BW / Jan Potente)
Schwäbische Zeitung

Drei Landkreise, sieben Städte und sieben Gemeinden aus Baden-Württemberg sind mit dem European-Energy-Award ausgezeichnet worden, darunter auch die Gemeinde Maselheim.

„Der Klimawandel ist eine Klimakrise geworden – und wir müssen alles daransetzen, dass daraus keine Klimakatastrophe wird“, betonte Landesumweltminister Franz Untersteller bei der Preisverleihung. „Für erfolgreichen Klimaschutz benötigen wir vernünftige Rahmenbedingungen.“ Da sehe er die Europäische Union und die Bundesregierung in der Pflicht, so der Minister. „Wir brauchen aber auch engagierte Kommunen, die sich mit konkreten Maßnahmen vor Ort für ein besseres Klima einsetzen.“ Der European-Energy-Award zeige, dass sich die Kommunen im Land der Bedeutung des Klimawandels bewusst sind und für sie „Abwarten keine Option“ mehr ist.

Maselheims Elmar Braun betonte bei der Verleihung: „Selbst wenn es keinen Klimawandel gäbe, würden wir das machen, weil die Ressourcen endlich sind.“

Bereits 1992 trat die Gemeinde Maselheim dem Klima-Bündnis bei und der Tibet-Solidaritäts-Aktion; und schon seit vielen Jahren tauschen sich Gemeindevertreter beispielsweise mit Taiwan über Klimaschutz und Nachhaltigkeitsarbeit aus. Seit 1992 baue die Gemeinde Maselheim zudem nach höheren energetischen Standards als gesetzlich vorgeschrieben, betont Braun. Immer wieder würden neue Ideen aufgegriffen und umgesetzt, angefangen bei der Versickerung von Oberflächenwasser in Baugebieten, was mittlerweile in allen Baugebieten Standard ist, bis hin zu effizienter Brennwerttechnik und moderner Wärmedämmung von Gebäuden. Teilweise wurden Gebäude aufgrund des geänderten Stands der Technik bereits zweimal thermisch überarbeitet.

Der Maselheimer Gemeinderat hat daher bereits 2007 beschlossen, den European Energy Award als Zertifizierungsinstrument für die Bemühungen zu nutzen. Bei der ersten Zertifizierung 2011 lag Maselheim bei 56,4 Prozent. Die Rezertifizierung erfolgte 2016 mit 65,9 Prozent. Bei der jüngsten Prüfung im Februar wurden nun die 70-Prozent-Marke überschritten hat.

Insbesondere auch neue Projekte der vergangenen Jahre hätten zum Erreichen der Klimaschutzziele beigetragen, betont Bürgermeister Braun. Dazu gehören das Mitfahrbänkle und der Einsatz von Brennwertgeräten, aber auch die Mithilfe bei der Gründung der Bürger-Energie-Genossenschaft.

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