Landwirtschaftsausschuss diskutiert über „proBiene“

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 Der Ausschussvorsitzende Anton Schniertshauer im Gespräch mit den Kreistagsabgeordneten Alexander Wenger (links)
Der Ausschussvorsitzende Anton Schniertshauer im Gespräch mit den Kreistagsabgeordneten Alexander Wenger (links) (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

Der Landwirtschaftsausschuss der Kreis-CDU hat in Äpfingen über das Volksbegehren „proBiene“ diskutiert. Anton Schniertshauer, Vorsitzender des CDU-Agrarausschusses, hatte zu einer Veranstaltung mit dem Landtagsabgeordneten Thomas Dörflinger und dem Bundestagsabgeordneten Josef Rief (CDU) eingeladen. „Das Volksbegehren ,proBiene’, für das zur Zeit Unterschriften gesammelt werden, wird der Umwelt wenig nützen, jedoch die Landwirtschaft – auch die Öko-Landwirtschaft – ruinieren“, sagte Schniertshauer und fasste aus seiner Sicht die Konsequenzen für die Landwirtschaft zusammen.

Ein Bekenntnis zu den Zielen Artenvielfalt und Biodiversität kam auch von Thomas Dörflinger. Die CDU-Landtagsfraktion sei sich einig, dass Verbesserungen bei der Artenvielfalt und Biodiversität nicht einseitig gegen, sondern gemeinsam mit der Landwirtschaft gesucht werden müssten. Das Volksbegehren richte sich jedoch einseitig gegen die Landwirte und spalte. Daher werde die CDU das Volksbegehren nicht unterstützen, so Dörflinger. Zur Lösung schlage seine Fraktion einen runden Tisch mit Umweltverbänden, Imkern, Landwirtschaft und Politik vor.

Josef Rief, selbst Imker, sagte, dass es heute rund 30 Prozent mehr Honigbienen gebe als vor zehn Jahren. Das größte Problem seien die Varroamilben, von denen auch Wildbienen befallen werden können. Dafür die Landwirtschaft verantwortlich zu machen, passe in das moderne Bild des gegenwärtigen „Bauernbashings“, so Rief. Das Artenproblem allein auf die Bauern abzuwälzen, sei zutiefst verwerflich.

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