KfW-Kredit für den Kita-Neubau

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Schwäbische Zeitung

Die Gemeinde erstellt direkt neben der Schule in Maselheim einen Kindergarten-Neubau für zwei Kindergarten- und zwei Krippengruppen. Im Gemeinderat gab Bürgermeister Elmar Braun am Montag bekannt, dass die Kirchengemeinde als Kindergartenträger aktuell zwei zusätzliche Stellen ausschreibt. Dies ist mit der bürgerlichen Gemeinde abgestimmt, die das nicht durch Elternbeiträge und staatliche Zuschüsse gedeckte betriebliche Defizit im Wesentlichen trägt.

Der Neubau soll zum Start des kommenden Kindergartenjahrs im September 2018 in Betrieb genommen werden. Zur Finanzierung des circa 2,2 Millionen Euro teuren Neubaus will die Gemeinde ein äußerst zinsgünstiges Darlehen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) über 1,3 Millionen Euro aufnehmen. Nach telefonischer Auskunft von Braun stimmte der Gemeinderat einem entsprechenden Vorschlag der Verwaltung zu. Der Antrag ist von der KfW noch nicht bewilligt, „aber wir sind sehr zuversichtlich“.

Der Kredit hätte eine Laufzeit von zehn Jahren, von denen die ersten zwei Jahre tilgungsfrei sind. Der Zinssatz beträgt in diesem KfW-Programm für energieeffiziente Kita-Bauten 0,05 Prozent.

Im Rat habe es Diskussionen gegeben, ob die Gemeinde nicht gleich eine höhere Kreditsumme in Anspruch nehmen solle. Doch wäre das in diesem Programm nicht möglich gewesen, sagte Braun der „Schwäbischen Zeitung“. Eine 2017 nicht benötigte Kreditermächtigung in entsprechender Höhe lag bereits vor.

Braun weist darauf hin, dass die Gemeinde noch nie einen derart hohen Kredit aufgenommen habe. „Das höchste waren mal 500 000 D-Mark vor vielleicht 20 Jahren“, erinnert sich der langjährige Rathauschef. Grundsätzlich ist Braun bekanntermaßen skeptisch, was Verschuldung in wirtschaftlich guten Zeiten angeht. Aber nach der neuen Ortsmitte Äpfingen und den unerwarteten für die Reparatur von Überschwemmungsschäden nach den Starkregenfällen vom Sommer 2016 könne die Gemeinde den Kita-Neubau im Moment nicht ohne neue Schulden stemmen. In dieser Situation sei dies vertretbar „und wenn schon, sollten wir uns diese sehr günstigen Konditionen sichern“, sagte Braun der SZ. Zumal die Gemeinde parallel in die Erschließung neuer Bauplätze investiert: Sie kann damit rechnen, dass sie durch deren Verkauf wieder Geld einnimmt und dann den Kapitaldienst bei der KfW nach den ersten beiden tilgungsfreien gut bedienen kann.

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