Die Mitfahrbänkle stehen – aber nur wenige nutzen sie

Lesedauer: 6 Min
 Wolfgang Dürrenberger, Bürgermeister Elmar Braun und Kämmerin Marion Bailer sitzen im Schatten auf dem Mitfahrbänkle in der Lau
Wolfgang Dürrenberger, Bürgermeister Elmar Braun und Kämmerin Marion Bailer sitzen im Schatten auf dem Mitfahrbänkle in der Laupertshauser Straße. Doch viele Bürger scheuen sich offenbar davor, die Bank zu nutzen. (Foto: Birgit van Laak)

Die Gemeinde bittet um Erfahrungsberichte von Bürgern. Wer schon einmal über das Mitfahrbänkle eine Mitfahrmöglichkeit erhalten hat, wird gebeten, sich zu melden per E-Mail an info@maselheim.de

In Maselheim steht das Projekt Mitfahrbänkle noch am Anfang. Wie machen es andere Gemeinden? Und mit welchem Ergebnis?

Im Landkreis Sigmaringen gibt es nach Angaben von Landratsamtspressesprecher Tobias Kolbeck 30 Mitfahrbänkle. „Das System ist bewusst einfach gehalten, damit sich möglichst viele beteiligen“, sagt er. Eine App gibt es nicht, in Ostrach können sich Fahrer einen kostenlosen Aufkleber für ihr Auto im Rathaus holen. „Das schafft zusätzliches Vertrauen und signalisiert Bereitschaft, jemanden mitzunehmen“, sagt Kolbeck. Sehr gut genutzt werde das Bänkle in Veringenstadt. „Bürgermeister Armin Christ berichtet, dass besonders Senioren das Angebot nutzen und Bürger selbst Umwege fahren, um ihre Mitbürger ans Ziel zu bringen.“ In Bad Saulgau hingegen sei man mit den 23 Bänkle noch in der Anfangsphase. „Einige nutzen sie schon, die Gemeinde möchte aber durch Aktionen und Werbung die Nutzung noch erhöhen.“ Wichtig sei, dass die Bürger die Bank, den Standort und das System dahinter kennen und verstehen würden, betont Kolbeck. Dann würde es sich herumsprechen. Neben Werbung hält er es auch für sinnvoll, Zielgruppen wie Senioren anzusprechen. Entscheidend für den Erfolg sei auch eine durchdachte Platzierung der Bänkle.

In den Landkreisen Tuttlingen und Rottweil haben 2017 sechs benachbarte Gemeinden (Aldingen, Deißlingen, Denkingen, Frittlingen, Wellendingen, Balgheim) Mitfahrbänkle aufgestellt. Das Ganze war ein Projekt der Nachhaltigkeitsregion N!-Region. Inzwischen ist mit Trossingen auch eine Stadt dabei. Rottweil und Spaichingen stehen auf der Wunschliste von N!-Region-Geschäftsführer Frank Nann. Sehr schleppend seien die Bänkle angenommen worden, berichtet er. Und auch nach zwei Jahren läuft es verhalten. Eine Verbesserung habe eine App gebracht, mit der sich Fahrer und Mitfahrer verabreden können, berichtet Nann. Genutzt werde die App vor allem von jungen Leuten. An den Bänkle wolle man festhalten, auch wenn sie nicht in dem Maß genutzt würden, sagt er. Sie würden Bewusstsein dafür wecken, dass Fahrgemeinschaften in Zeiten des Klimawandels eine gute Sache seien, sie bildeten eine Werbung für die Nachhaltigkeitsregion und böten außerdem auch eine nette Sitzgelegenheit. (bvl)

Noch werden die Mitfahrbänkle in Maselheim eher selten genutzt. Woran das liegt und wie es funktionieren könnte, zeigt der Blick in andere Kreise.

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Die Gemeinde bittet um Erfahrungsberichte von Bürgern. Wer schon einmal über das Mitfahrbänkle eine Mitfahrmöglichkeit erhalten hat, wird gebeten, sich zu melden per E-Mail an info@maselheim.de

In Maselheim steht das Projekt Mitfahrbänkle noch am Anfang. Wie machen es andere Gemeinden? Und mit welchem Ergebnis?

Im Landkreis Sigmaringen gibt es nach Angaben von Landratsamtspressesprecher Tobias Kolbeck 30 Mitfahrbänkle. „Das System ist bewusst einfach gehalten, damit sich möglichst viele beteiligen“, sagt er. Eine App gibt es nicht, in Ostrach können sich Fahrer einen kostenlosen Aufkleber für ihr Auto im Rathaus holen. „Das schafft zusätzliches Vertrauen und signalisiert Bereitschaft, jemanden mitzunehmen“, sagt Kolbeck. Sehr gut genutzt werde das Bänkle in Veringenstadt. „Bürgermeister Armin Christ berichtet, dass besonders Senioren das Angebot nutzen und Bürger selbst Umwege fahren, um ihre Mitbürger ans Ziel zu bringen.“ In Bad Saulgau hingegen sei man mit den 23 Bänkle noch in der Anfangsphase. „Einige nutzen sie schon, die Gemeinde möchte aber durch Aktionen und Werbung die Nutzung noch erhöhen.“ Wichtig sei, dass die Bürger die Bank, den Standort und das System dahinter kennen und verstehen würden, betont Kolbeck. Dann würde es sich herumsprechen. Neben Werbung hält er es auch für sinnvoll, Zielgruppen wie Senioren anzusprechen. Entscheidend für den Erfolg sei auch eine durchdachte Platzierung der Bänkle.

In den Landkreisen Tuttlingen und Rottweil haben 2017 sechs benachbarte Gemeinden (Aldingen, Deißlingen, Denkingen, Frittlingen, Wellendingen, Balgheim) Mitfahrbänkle aufgestellt. Das Ganze war ein Projekt der Nachhaltigkeitsregion N!-Region. Inzwischen ist mit Trossingen auch eine Stadt dabei. Rottweil und Spaichingen stehen auf der Wunschliste von N!-Region-Geschäftsführer Frank Nann. Sehr schleppend seien die Bänkle angenommen worden, berichtet er. Und auch nach zwei Jahren läuft es verhalten. Eine Verbesserung habe eine App gebracht, mit der sich Fahrer und Mitfahrer verabreden können, berichtet Nann. Genutzt werde die App vor allem von jungen Leuten. An den Bänkle wolle man festhalten, auch wenn sie nicht in dem Maß genutzt würden, sagt er. Sie würden Bewusstsein dafür wecken, dass Fahrgemeinschaften in Zeiten des Klimawandels eine gute Sache seien, sie bildeten eine Werbung für die Nachhaltigkeitsregion und böten außerdem auch eine nette Sitzgelegenheit. (bvl)

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