Big Band der Bundeswehr begeistert in Maselheim

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Mit ihren mitreißenden Auftritt hat die Big Band der Bundeswehr beim Jubiliäumsfest des Musikvereins Maselheim die Zuschauer beg
Mit ihren mitreißenden Auftritt hat die Big Band der Bundeswehr beim Jubiliäumsfest des Musikvereins Maselheim die Zuschauer begeistert. 430 Fans erlebten das Benefizkonzert. (Foto: Gerhard Rundel)
Schwäbische Zeitung

Hervorragende Jazz- und Swing-Musik hat die Big Band der Bundeswehr am Mittwochabend beim Benefizkonzert in der Mehrzweckhalle Maselheim geboten. 430 begeisterte Fans der Big Band Musik erlebten beim 100-jährigen Jubiläum des Musikvereins einen tollen Abend. Unterstützt wurde die Musik durch eine aufwändige Bühnenshow.

Nach einem kurzen Intro legten die 20 Musiker um Bandleader Oberstleutnant Timor Oliver Chadik vor ausverkauftem Haus richtig los. Ein Henry-Mancini-Medley mit den allseits bekannten Evergreens „Charade“, „Moon River“, „Pink Panther“, „Baby Elephant Walk“ und „Peter Gunn“ ließ die Besucher gleich von vergangenen Tagen träumen. Posaunist Bert Conzen gab mit seinem weichen Ton bei „Moon River“ gleich einen ersten Hinweis auf die Qualität der auf der Bühne sitzenden Musiker.

Bandleader Chadik sagte die Musikstücke mit vielen Hintergrundinformationen an. Ansonsten agierte er unauffällig und griff nur bei prägnanten Einsätzen und Tempowechseln ein. Bei einem „Moulin-Rouge- Medley“ traten erstmals die drei Sänger Susan Albers, Jemma Enderby und Marco Paulo Matias im angepassten Outfit auf der Bühne in Erscheinung. Ihr ausgefeilter Gesang und Tanz brachte bei „Diamonds are a Girls Best Friends“, „Nature Boy“ und „Lady Marmelade“ Farbe und Leben auf die Bühne. Mit der wunderbaren Ballade „He ain’t Heavy, He’s my Brother“ glänzte Alexander Hartmann auf seinem Flügelhorn. Der Song war 1969 ein Welthit der Hollis und später von Neil Diamond. Mit „Natural Woman“ und einem Medley mit bekannten mexikanischen Melodien ging ein furioser erster Teil zu Ende. Strahlende Trompeten, eine starke Rhythmusgruppe und ein gefühlvolles Akkordeon bei „Besame Mucho“ prägten das letzte Stück.

Erinnerung an Roger Cicero

Unter „Roger’s Legacy“ (Hinterlassenschaft) wurde die Musik des 2016 mit 46 Jahren verstorbenen Jazz-Musikers Roger Cicero angekündigt. „So geil Berlin“, „Schieß mich doch zum Mond“, „Ich atme ein, ich atme aus“ und „Zieh die Schuhe aus“ waren Lieder dieses Medleys. Den größten Beifall und frenetischen Jubel gab es bei einem „Whitney-Houston-Medley“. Grandios sang Susan Albers beim Song „One Moment in Time“. Mit dem Klassiker der Rockmusik „Music“ von John Miles endete ein großartiges Konzert im Big Band Sound. Mit frenetischem Beifall und stehenden Ovationen erklatschten sich die begeisterten Zuhörer noch zwei Zugaben. Mit Cohens „Hallelujah“ und „Tristeza“ fand das Konzert seinen endültigen Abschluss.

Vorsitzender Joachim Ruedel, der die Musiker der Big Band und die Gäste schon vor dem Konzert begrüßt hatte, sagte bei seinem Schlusswort: „Danke der Big Band der Bundeswehr für einen grandiosen Abend mit Musik der Spitzenklasse. Uns als Verein geht es uns wirklich gut und darüber sind wir auch dankbar“, so Ruedel weiter. „Wir haben deshalb beschlossen, den gesamten Erlös dieses Benefizkonzertes an das DRK, dem Kinder- und Jugendhospiz und dem Tierheim in Biberach zu spenden.“ Vor dem Konzert gab er einen Rückblick zur Geschichte von 100 Jahre Musikverein Maselheim.

Biberachs Oberbürgermeister Norbert Zeidler, der zusammen mit Maselheims Bürgermeister Elmar Braun die Schirmherrschaft der Benefizveranstaltung übernommen hatte, sagte bei seinem Grußwort: „Mein Auftreten in Maselheim ist kein Vorzeichen einer Übernahme, sondern das Zeichen der Verbundenheit und einer guten Nachbarschaft.“ Es freue ihn, dass der Erlös des Konzertes für Institutionen und Einrichtungen in Biberach gespendet werde. Die Tiere aus Maselheim bekommen dann besonders schöne Plätze im Heim“, so Zeidler ironisch.

Gemeindeleben geprägt

Bürgermeister Elmar Braun gratulierte dem Verein und sprach zugleich den Dank der Gemeinde aus. „Was 1919 begann, wurde nun 100 Jahre mit Leben erfüllt und immer wieder der Zeit angepasst“, sagte Braun. 100 Jahre Musikverein Maselheim heiße: „100 Jahre Kameradschaft, 100 Jahre Musik auf hohem Niveau und 100 Jahre wichtige Beiträge zum kulturellen Leben in der Gemeinde. Der Musikverein ist in der Gemeinde nicht wegzudenken“.

Pfarrer Ludwig Hager dankte dem Musikverein im Namen der Kirchengemeinde für die Mitgestaltung von Festen durch das Kirchenjahr hindurch. Nach jedem Punkt seines Grußwortes ließ er den Verein mit dem ganzen Saal hochleben. Mehrfach sagte er: „Der Musikverein Maselheim kann sich sehen und hören lassen. Der Musikverein kann sich deshalb heute hochleben lassen.“

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