Zwischen Schauspielern und Souffleusen

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 Das Rumpelstilzchen lässt sich seine Hilfe einiges kosten: Es verlangt das erste Kind der Müllerstochter.
Das Rumpelstilzchen lässt sich seine Hilfe einiges kosten: Es verlangt das erste Kind der Müllerstochter. (Foto: Ruf)
Chiara Ruf

Noch gibt Fabian Wahlenmayer, Vorstand des Vereins Amateurbühne Laupheim, letzte Anweisungen an die kleinen und großen Darsteller. Und dann geht es auch schon los: „Kinder, versprecht mir, dass ihr meinen Namen nicht verratet!“ – mit diesen Worten wird das Rumpelstilzchen die Zuschauer in die Märchenwelt der Gebrüder Grimm mitnehmen. Die Premiere des Stücks findet am Sonntag, 27. Oktober, um 15 Uhr in der Aula des Gymnasiums in Laupheim statt. Die SZ war bei einer Probe dabei.

In dem Märchen „Rumpelstilzchen“ möchte ein Müller seine Tochter mit dem König verheiraten. Um dieses Ziel zu erreichen, verspricht er, dass seine Tochter Stroh zu Gold spinnen kann. Das arme Mädchen wird in einen Schuppen gefüllt mit Stroh gesperrt und soll ihr Talent unter Beweis stellen. In ihrer Not nimmt sie die Hilfe eines kleinen Männchens an, dem sie eine Kette und einen Ring schenkt. Schließlich verspricht die Müllerstochter ihm ihr erstes Kind, das sie jedoch behalten darf, wenn sie den Namen des Männchens innerhalb von drei Tagen herausfindet. Wie das Märchen endet und ob es ein Happy End gibt, das wird noch nicht verraten.

Feilen an der Beleuchtung

Noch wird fleißig an dem Stück gearbeitet. Während die Souffleusen kleine Textunsicherheiten ausbügeln, wird an der Beleuchtung gefeilt. Hin und wieder huscht ein Darsteller über die Bühne, auf der Suche nach der richtigen Position – das ist wichtig, damit kein Darsteller verdeckt wird. Ohne die circa 15 Helfer wäre das Theaterspiel nicht möglich. Denn es ist eine Herausforderung für die Macher, die jungen Darsteller ins Stück zu integrieren. Insgesamt 23 Darsteller, davon vier Erwachsene, Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 15 Jahren, stehen in wechselnder Besetzung auf der Bühne. Unter anderem ist die elfjährige Luise Hammerer begeistert dabei. Sie spielt bereits zum vierten Mal mit – in diesem Jahr die Rolle des Postillion. „Ich mag es, auf der Bühne zu stehen, wenn viele Menschen zuschauen“, erzählt sie.

Durch die Spielfreude jedes einzelnen Darstellers, die wundervollen Kostüme und die mit Liebe zum Detail gestaltete Kulisse verspricht das Stück ein voller Erfolg zu werden. Karten können im Voraus in der Buchhandlung Laese erworben werden.

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