„Wir müssen aggressiver verteidigen“

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Mit dieser Mannschaft geht der HRW Laupheim in die neue Württembergliga-Saison: (hinten von links) Julian Nief, Kenan Durakovic,
Mit dieser Mannschaft geht der HRW Laupheim in die neue Württembergliga-Saison: (hinten von links) Julian Nief, Kenan Durakovic, Marc Heiter, Robin Pohl, Tim Hafner, (Mitte von links) Co-Trainer Sven Stührmann, Roland Kroll, Tim Rodloff, Daniel Krämer, Timothy Anderson, Philipp Zodel, Trainer Mihut Pancu, (vorn von links) Luca Geiß, Yannik Niederbacher, Daniel Amann, Raphael Büchele, Patrick Müller, Timo Remane. Es fehlt: Fabian Federle. (Foto: Daniel Scheffold)
Michael Mader

Zur Person: Der 37-jährige Mihut Pancu (Archivfoto: HRW) hat fünf Jahre aktiv für den HRW Laupheim gespielt. Davor war er ein Jahr für die TSG Söflingen aktiv. Pancu ist Diplomsportlehrer und hat sieben Jahre in der rumänischen National League gespielt, zuletzt bei Suceava. Zudem hat Pancu mit Steaua Bukarest (2006) und mit UCM Resita (2008 und 2009) jeweils den Challenge-Cup gewonnen.

Mit dem Spiel gegen den TSV Heiningen beginnt am kommenden Samstag für den HV Rot-Weiß Laupheim die neue Saison in der Württembergliga Süd. Die Partie wird um 19.30 Uhr in der Laupheimer Rottumhalle angepfiffen. Schon am vergangenen Samstag war der HRW als Titelverteidiger mit einer Niederlage in Unterhausen aus dem württembergischen Pokal ausgeschieden. Michael Mader hat sich kurz vor dem Saisonstart mit dem neuen Trainer Mihut Pancu unterhalten.

Fünf Jahre Spieler beim HRW, jetzt stehen Sie an der Seitenlinie. Haben Sie die Umstellung schon geschafft?

Das war ehrlich gesagt nicht ganz einfach, weil ich in der vergangenen Saison ja noch volles Mitglied der Mannschaft war, fast alle Spieler kenne und nun „nur“ noch als Coach fungiere. Da muss man sich die neue Position auch erst ein wenig erarbeiten. Auf der anderen Seite kenne ich das Team aus dem Effeff. Das macht auch vieles leichter. Ich werde mich jedenfalls definitiv ausschließlich auf die Trainerarbeit konzentrieren und nur im absoluten Notfall nochmal auf der Platte stehen.

Was soll denn besser werden gegenüber der vergangenen Saison?

Wir müssen deutlich besser werden in der Defensive. Wir müssen aggressiver verteidigen. Spiele werden mit der Abwehrarbeit entschieden. Da haben wir in der Vergangenheit zu viele Fehler gemacht und waren nicht immer aggressiv genug. Das haben wir versucht, uns in der Vorbereitung zu erarbeiten.

Apropos Vorbereitung: Wie sind Sie mit dem Verlauf zufrieden?

Bis zur Niederlage in Unterhausen lief die Vorbereitung sehr gut. Wir haben ja bereits kurz nach dem Heimatfest Ende Juni mit der Grundlagenausdauer angefangen. Die Spieler haben gut mitgezogen, auch wenn nicht alle wegen Urlaubs immer da waren. Wir haben sehr stark an der Abwehr gearbeitet, was die Mannschaft auch in den Testspielen etwa gegen Blaustein und Söflingen gut umgesetzt hat. Allerdings war von der Aggressivität, die ich sehen will, beim Spiel in Unterhausen nichts mehr zu sehen und wir sind verdient ausgeschieden. Das habe ich der Mannschaft auch so gesagt, dass sie sich am Samstag vor eigenem Publikum gegen Heiningen anders präsentieren muss. Es geht nicht darum, dass jeder sich selbst zeigt, sondern wir wollen als Team Erfolg haben. Da müssen wir alle an einem Strang ziehen. Handball ist und bleibt ein Mannschaftssport.

Dennoch braucht man gute Einzelspieler. Tim Rodloff und Yannick Niederbacher haben schon in der vergangenen Saison fast die gesamte Rückrunde gefehlt. Wie sieht es mit einer Rückkehr ins Team aus?

Bei beiden Spielern kann ich noch keine konkrete Aussage machen. Ich hoffe, dass es bei Tim noch dieses Jahr klappt, dass sein Knie voll belastbar ist und er uns wieder helfen kann. Bis dahin wird uns Patrick Müller als Standby-Spieler unterstützen. Bei Niederbacher ist die Sache noch etwas komplizierter, da muss man abwarten.

Und wie ist es mit dem Zugang Roland Kroll?

Er ist definitiv eine Verstärkung. Er kann die Mannschaft führen und auch das Tempo im eigenen Spiel bestimmen. Er ist der Taktgeber unserer Mannschaft und vor allem auch enorm wichtig in der Abwehrarbeit im Mittelblock gemeinsam mit Robin Pohl.

Was ist denn Ihre persönliche Zielsetzung für die kommende Saison. Die Vereinsführung hat ja angedeutet, dass eine Platzierung zwischen fünf und acht, also ähnlich wie im vergangenen Jahr, okay wäre.

Für mich ist der Tabellenplatz nicht so wichtig. Natürlich wollen wir guten Handball spielen. Durch aggressives Abwehrverhalten wollen wir den Gegner zu Fehlern zwingen und auf schnellen Gegenstoß setzen. Dieses einfache Spiel ist etwas vernachlässigt worden. Zudem soll sich jeder Spieler weiterentwickeln. Dann werden wir auch da landen, wo wir hingehören.

Mit Heiningen kommt kein leichter Gegner zum Auftakt nach Laupheim. Wie soll das Spiel gewonnen werden?

Die Mannschaft muss schon an ihr Limit gehen. Ich erwarte eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem Spiel in Unterhausen. Ich will sehen, wie das Team das Erarbeitete umsetzt, dann werden wir auch gewinnen.

Zur Person: Der 37-jährige Mihut Pancu (Archivfoto: HRW) hat fünf Jahre aktiv für den HRW Laupheim gespielt. Davor war er ein Jahr für die TSG Söflingen aktiv. Pancu ist Diplomsportlehrer und hat sieben Jahre in der rumänischen National League gespielt, zuletzt bei Suceava. Zudem hat Pancu mit Steaua Bukarest (2006) und mit UCM Resita (2008 und 2009) jeweils den Challenge-Cup gewonnen.

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