Welcher Beruf soll es denn sein?

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Viel Betrieb im Lichthof der Realschule – Firmen werben um junge Mitarbeiter, Schüler sind auf der Suche nachihrem Traumberuf.
Viel Betrieb im Lichthof der Realschule – Firmen werben um junge Mitarbeiter, Schüler sind auf der Suche nachihrem Traumberuf. (Foto: Elisabeth Koprivc)
Elisabeth Koprivc

Viele Schüler haben sich für den Abend mit Freunden verabredet oder sind mit einem Elternteil in der Friedrich-Adler-Realschule am Abend unterwegs. Sie haben alle ein Ziel: Sie wollen sich an der 22. Berufsinformationsbörse über Ausbildungsmöglichkeiten und verschiedene Berufe informieren.

Rektorin Petra Schänzle begrüßt die Besucher und bedankt sich bei der Elternbeirats-Vorsitzenden Antje Held und ihrem Team für die Organisation dieser Veranstaltung. Josef Schoch überbringt Grüße von Oberbürgermeister Gerold Rechle und eröffnet die Berufsinformationsbörse.

Ein emsiges Treiben herrscht im Schulgebäude, als zahlreiche Schüler und Eltern ausschwärmen. Die Klassenzimmer im Erdgeschoss sind Anfangs ziemlich gefüllt. 80 Betriebe aus den Bereichen Handwerk, Industrie, Dienstleistung sowie Schulen und Hochschulen sind auf drei Etagen und im Schulhof verteilt. Fünf Firmen sind diesmal neu dabei.

Eine davon ist die Robert Aebi GmbH aus Achstetten. Am Stand stehen die beiden Auszubildende Jan Schalle und Yannick Maiser sowie Ines Bürk und Lea Marquardt, zwei Angestellte, für Fragen zur Verfügung. Ines Bürk erklärt: „Wir haben in Achstetten 20 Azubis in vier verschiedenen Berufen sowie zwei duale Studiengänge.“ Aebi ist aber auch auf dem Schulhof vertreten. Dort steht ein Bagger, in dem Schüler ein Geschicklichkeitsspiel auf Zeit durchführen dürfen. Auf den Gewinner wartet ein Mini-Bagger.

Beim Stand Parkhotel Jordanbad Lerch informieren sich Clara Förster, Julia Engelhart und Marie Diener, die noch nicht genau wissen, welcher Beruf der jeweils richtige für sie ist. Ins Büro wollen sie nicht, sondern eher etwas Praktisches ausüben, so viel ist sicher.

Corinna Schiele, Auszubildende im dritten Lehrjahr bei Netze BW, hat ihre Wahl getroffen. Sie lernt Elektronikerin für Betriebstechnik und ist immer im Team unterwegs. Zur Zeit macht ihr die Arbeit auf Montage, bei der sie viel im Freien ist, viel Spaß.

In die Zukunft schauen können Schüler bei Schenk & Schmid mit Hilfe einer Virtual-Reality-Brille. Dabei ist zu sehen, wie eine Trillerpfeife entsteht. Patrick Christmann, Ausbildungsleiter beim dem Spritzgussformen-Hersteller mit 40 Mitarbeitern, erklärt: „Wir haben sechs Auszubildende in den Berufsbildern Feinwerkmechaniker und Technischer Produktdesigner. Außerdem bieten wir ein duales Studium an.“

Bei den Zimmerern wird fleißig um die Schüler geworben. Peter Sauter ist seit 1995 in der Ausbildung tätig und geht dieser Tätigkeit mit Leidenschaft nach. „Für mich war als Zimmerer die Zusammenarbeit und das kameradschaftliche Arbeiten sehr wichtig und einfach schön“, schwärmt er von seinem Beruf.

Auch das Amtsgericht Biberach ist vertreten, an dessen Stand Ida Gschwind, Auszubildende zur Justizfachangestellten, ihre Erfahrungen mit den Schülern teilt. Ein duales Studium bereitet auf die Tätigkeit als Gerichtsvollzieher oder diplomierten Rechtspfleger vor.

Nach zwei Stunden Rundgang diskutieren drei Schülerinnen der achten Klasse der Realschule über ihre Erfahrungen. Das Feedback lautet: „Die Veranstaltung war sehr informativ und wertvoll.“ Rebecca Ruß hat bereits eine Vorstellung, was sie werden möchte: entweder Logopädin oder Hebamme. Lisa Fenske weiß es noch nicht. Und Sophia-Johanna Rist hatte Polizistin als Berufswunsch. Durch die Berufsinfobörse wurde das Interesse für Industriekauffrau geweckt.

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