Unterstützung für Musikernachwuchs kommt an

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 Die Cellistin Sara Turan gab eine Kostprobe ihres Könnens. Die 13-jährige erhält vom Freundeskreis eine Begabtenförderung.
Die Cellistin Sara Turan gab eine Kostprobe ihres Könnens. Die 13-jährige erhält vom Freundeskreis eine Begabtenförderung. (Foto: privat)

Unterstützen und fördern ist das Ziel des Freundeskreises der Musikschule Gregorianum. Bei der 30. Hauptversammlung des Vereins am Mittwoch konnten sich die rund 30 Anwesenden davon überzeugen, dass sich der Einsatz von Vorstand und Mitgliedern im Jahr 2018 wieder einmal gelohnt hat. „Da bleiben einem eher die Worte weg, als dass sie kommen, wenn man sieht, wie toll die Jugendlichen in der Musikschule betreut werden“, meinte die ehrenamtliche Bürgermeisterin Karin Meyer-Barthold als Vertreterin der Stadt in ihrem Grußwort.

Vorangegangen waren dem die Berichte von Schriftführerin, Schatzmeister und Musikschulleiter sowie eine Kostprobe des Könnens von Sara Turan. Die begabte 13-jährige Cellistin spielte die Ungarische Rhapsodie von David Popper, begleitet von Vesselina Vassileva-Geiselmann am Flügel. Sie hat seit ihrem vierten Lebensjahr Unterricht bei Michael Strele und bereits zahlreiche Wettbewerbe gewonnen, in diesem Jahr bereits den Regional- und Landeswettbewerb von „Jugend musiziert“ mit Weiterleitung zum Bundeswettbewerb in Halle. Um sie zu unterstützen, hat der Freundeskreis ihr eine Begabtenförderung in Höhe von 700 Euro zugesprochen. Musikschulleiter Richard Brenner und die zweite Vorsitzende des Freundeskreises, Diana Hofmann, überreichten ihr die entsprechende Urkunde.

Schriftführerin Tatjana Birkenberger rief die Höhepunkte des vergangenen Musikschuljahres in Erinnerung, darunter der Orchesteraustausch mit Tschechien, die erneute Aufführung des Laemmle-Musicals „Makin‘ Hollywood“ beim Kulturabend des Heimatfestes, für dessen Produktion die Musikschule den dritten Preis des Lotto-Musiktheaterpreises erhielt, das Kirchenkonzert mit Jenkins‘ „Stabat Mater“ und zahlreiche weitere Konzerte, bei denen der Verein die Bewirtung übernommen hatte.

Finanziell gut aufgestellt

Der Erlös aus diesen Bewirtungen ist neben Mitgliederbeiträgen und Spenden die Haupteinnahmequelle des Vereins. Schatzmeister Stefan Hofmann berichtete kurz über die Vermögensentwicklung und erläuterte die aktuell anstehende Beantragung der Gemeinnützigkeit. Mit einem Vermögen von rund 82 000 Euro, knapp 3000 Euro weniger als im Vorjahr, sei der Verein „gut unterwegs“. „Alles tiptop“, befanden die Kassenprüfer Rudi Strele und Karl-Heinz Geiger, die Entlastung des Vorstands war Formsache.

Aus seinen Mitteln unterstützt der Freundeskreis bedürftige Familien bei den Musikschulgebühren, finanziert Orchester- und Chorfreizeiten und schafft Instrumente an. Sobald die klimatechnische Sanierung des Konzertsaals, deren Planung jetzt in Angriff genommen wird, vollendet ist, soll die Anschaffung eines hochwertigen Konzertflügels mitfinanziert werden. Das berichtete unter anderem Musikschulleiter Richard Brenner. Erfreut zeigte er sich auch, dass mit Jessica Porter und Lena Thanner zwei hochkarätige Musikerinnen aus Laupheim als Lehrkräfte gewonnen werden konnten und nahezu alle Lehrkräfte jetzt in einer Festanstellung sind. Er bedankte sich beim Freundeskreis für die Unterstützung.

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