Tausende Stunden unterwegs

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 Die Vereinsführung, Vertreter des Kreisverbandes und die Dienstjubilare des DRK Laupheim stellten sich zum Gruppenfoto. Im Vord
Die Vereinsführung, Vertreter des Kreisverbandes und die Dienstjubilare des DRK Laupheim stellten sich zum Gruppenfoto. Im Vordergrund mit Blumenstrauß: Erika Kiesle, die für 40-jährige Dienstzeit geehrt wurde. (Foto: Christian Reichl)
Christian Reichl

Der Ortsverein Laupheim des DRK hat am vergangenen Freitag im Vereinsheim seine Jahreshauptversammlung abgehalten. Vorsitzender Philip Graf Reuttner blickte dabei auf ein Jahr der Anschaffungen zurück und machte deutlich, dass die Vereinsarbeit ohne ehrenamtlichen Einsatz und Spenden nicht möglich wäre.

„Nicht selten, wenn ich mit Interessierten spreche, sind meine Gesprächspartner erstaunt. Die meisten denken, wir bekommen Mittel aus öffentlicher Hand, doch dem ist nicht so“, sagte Reuttner. Der Ortsverein erhalte zwar großzügige Unterstützung vom Kreisverband, jedoch werde erwartet, dass über Dienste und Blutspendenaktionen, durch Einnahmen beim Brunnenfest und dem Laupheimer Weihnachtsmarkt sowie mit Sammlungen und Bitten um Spenden die eigenen Kosten gedeckt würden. „Ohne die Spenden von Organisationen, Unternehmen und Privatpersonen könnte der Ortsverein nicht erfolgreich sein“, sagte Reuttner. Beim DRK-Kreisverband Biberach bedankte sich der Vorsitzende für die finanzielle Unterstützung zum Bau des Vereinsheims in der Berblingerstraße. Reuttner bedankte sich auch bei der Stadt Laupheim für die jährliche Veranstaltung zu Ehren der Blutspender.

Der Vorsitzende äußerte sich anerkennend bezüglich der guten Zusammenarbeit mit dem ASB: „Wir sind auf einer soliden Arbeitsebene angekommen und planen schon im Detail gemeinsame Übungen und Veranstaltungen“, sagte Reuttner. Im kommenden Jahr plane man mit dem ASB eine Übung mit Rettungs-Hundestaffel, Bereitschaft und Jugendrotkreuz. Im Jahr 2018 wurde bereits mit der Feuerwehr eine große Übung am Westbahnhof mit 300 Teilnehmern abgehalten.

Die Erste Bürgermeisterin Eva-Britta Wind lobte in ihrem Grußwort die Arbeit des Ortsvereins und betonte, dieser sei aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken: „Wir können in der heutigen Zeit froh sein, eine solche Organisation zu haben.“ Hinsichtlich des 150-jährigen Jubiläums zur Stadterhebung zähle man auf die Unterstützung des Ortsvereins.

Eine Waschhalle gebaut

Der Bericht des Vorsitzenden und der Bereitschaftsleitung zeigte, dass das Jahr 2018 ein Jahr der Anschaffungen war. Der Fuhrpark wurde durch einen neuen Mannschaftstransportwagen, einen Lkw des Bevölkerungsschutzes und einen Anhänger erweitert. Nun hoffe man noch auf finanzielle Mittel zur Beschaffung eines kleinen Einsatzfahrzeugs. Für die Fahrzeuge wurde eigens eine Waschhalle gebaut.

„Für die Allgemeinheit sind im vergangenen Jahr mehr als fünftausend Stunden geleistet worden“, sagte Michael Straub, stellvertretender Bereitschaftsleiter. Der Einsatzdienst absolvierte 389 Schichten, 27 Rotkreuzkurse wurden organisiert. Von den Mitgliedern erhielten 33 Personen eine Spezialausbildung. Sieben neue Sanitätshelfer wurden in Schemmerhofen ausgebildet.

Der Blutspendekreis zählte für das vergangene Jahr 2216 gültige Blutkonserven. „Monat für Monat kommen mehr als 200 Menschen, die bei uns Blut spenden“, sagte Reuttner. Die ehrenamtlichen Helfer leisteten hierfür 1630 Stunden.

Laut dem Bericht des Schatzmeisters, Albert Wolfrum, schloss der DRK-Ortsverein Laupheim das Geschäftsjahr 2018 mit einem positiven Ergebnis ab – auch dank der eingangs genannten Aktionen und Spenden.

Das Jugendrotkreuz, betreut durch Alexander Wiest, zählt aktuell 20 Mitglieder zwischen 8 und 18 Jahren. Die Kinder und Jugendlichen wirkten beim Kinderferienprogramm Laupfrosch, beim Feuerwehrfest in Achstetten, beim Weihnachtsmarkt, beim Nachtrodeln und der großen Übung am Bahnhof mit. Vorige Woche belegte das Jugendrotkreuz beim Kreis-Wettbewerb den zweiten Platz. Dieses Jahr werden sie neben den genannten Aktionen die Leitstelle in Biberach und die Körperwelten-Ausstellung in Ulm besichtigen.

Erika Kiesle seit 40 Jahren dabei

Für 40-jährige Dienstzeit im DRK-Ortsverein Laupheim wurde Erika Kiesle geehrt, für 25 Jahre wurden Michael Straub, Rafael Mangold und Jens Mangold ausgezeichnet. Ehrungen für 20 Jahre Vereinsarbeit erhielten Maria Bischof, Rita Aubele, Jörg Habermann und Christiane Gnandt. Ebenfalls für langjährige Dienstzeiten ausgezeichnet wurden: Heidi Baur (15 Jahre), Erik Falk, Pascal Stockart und Nicole Fischer (alle zehn Jahre) sowie Monic Rau, Thomas Weißbach, Nico Braig, Tim Ueberberg und der Vorsitzende Philip Graf Reuttner (jeweils fünf Jahre).

Für das Jahr 2019 ist die Ausarbeitung einer Satzungsänderung geplant, die anschließend durch den Landesverband bestätigt werden muss. Zudem wird es einen Dankabend für Spender geben.

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