SZ-Aktion: 17300 Euro für Projekte in Laupheim

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Pfarrer Johnson Kalathinkal (hintere Reihe, Mitte) war bei der Einweihung „seines“ Mutter-Theresa-Mädchenheims im Mai 2014 dabei
Pfarrer Johnson Kalathinkal (hintere Reihe, Mitte) war bei der Einweihung „seines“ Mutter-Theresa-Mädchenheims im Mai 2014 dabei. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung
Agathe Markiewicz

Mehr als 17 300 Euro gehen aus der SZ-Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ an die vier vorgestellten Projekte aus dem Verbreitungsgebiet der SZ-Ausgabe Laupheim. Die Freude bei den Projektverantwortlichen über die Spendensumme ist groß.

„Das ist ja super und so toll“, sagt Roman Engelhart von der Sammelzentrale der Aktion Hoffnung in Laupheim. „Eine schöne Bestätigung für unsere Arbeit und ein guter Motivationsschub für unsere Mitarbeiter.“ Die Summe von genau 4325,34 Euro, die jeweils auf die vier Projekte entfällt, will Roman Engelhart für die Frachtkosten für einen der nächsten Container verwenden. „Unsere Güter versenden wir in viele verschiedene Länder“, erzählt der Leiter der Sammelzentrale. „Zum Beispiel nach Uganda, Peru und Bolivien.“ Demnächst soll ein Container nach Paraguay versendet werden. „Dafür müssen wir fast 7000 Euro aufbringen“, sagt Engelhart. „Doch wir haben auch viele weitere Anfragen, momentan speziell aus Brasilien.“

Den Menschen zur Seite stehen

Schwester Hildegard Ossege von den Steyler Missionsschwestern aus Laupheim kann kaum glauben, was sie da am Telefon hört, als man ihr die Spendensumme nennt. Dreimal lässt sie sie wiederholen. Ja, es sind genau 4325, 34 Euro. „Meine Freude ist groß“, sagt sie. „Das hätten wir nie gedacht.“ Zum einen ist die Spende für die Mission im Haus bestimmt, zum anderen kommt das Geld der Flüchtlingsarbeit zugute. „Wir unterstützen die Flüchtlingshilfe und entsenden Schwestern nach Lesbos“, erzählt Schwester Hildegard. „Aus Laupheim ist zwar keine Schwester dabei, die nach Griechenland gehen wird, aber es ist ein europäisches Projekt, das wir finanziell unterstützen.“ Vor Ort sollen die Schwestern helfen und den Menschen zur Seite stehen.

„Das ist ja der Wahnsinn“, sagt Uta Kölle. „Das ist eine tolle Botschaft.“ Das Geld kommt dem „Pushpa Home“, einem Kindertuberkulose-Krankenhaus, zugute. Das Schwendier Arzt-Ehepaar Uta und Dankwart Kölle leistet seit fast 20 Jahren medizinische Hilfe für die Ärmsten der Welt. Der Fokus richtet sich auf mittlerweile drei Partnerprojekte der Hilfsorganisation „German Doctors“ im indischen Kalkutta. Das „Pushpa Home“ feiert heuer zehnjähriges Bestehen. „Wir möchten das Geld für einen kleinen Extra-Bonus für die Mitarbeiter verwenden“, berichtet Uta Kölle. „Und eine kleine Feier ohne große Kosten organisieren.“

Walter Beck, der Zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderats in Baltringen, spricht im Namen von Pfarrer Johnson Kalathinkal, der zurzeit auf dem Weg zurück aus Indien ist. „Das ist toll“, sagt Walter Beck. „Eine so große Summe, für uns ist das eine große Freude.“ Das Geld ist für das „Mutter Theresa Mädchenhaus“-Projekt bestimmt, das Pfarrer Kalathinkal in seiner Heimat, in Kerala in Indien, hat bauen lassen. „Im Namen von Pfarrer Kalathinkal sage ich: Vergelt’s Gott.“

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