Stadtmitte bekommt wieder einen Maibaum

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Der 25 Meter lange Stamm ist geschält: Die Heimatfestfreunde bereiten unter Leitung von Thomas Röhrl (2. v. l.) und Michael Held
Der 25 Meter lange Stamm ist geschält: Die Heimatfestfreunde bereiten unter Leitung von Thomas Röhrl (2. v. l.) und Michael Held (5. v. l.) mit Hilfe der TSV-Volleyballer den Laupheimer Maibaum vor. (Foto: Schick)

Nach jahrelanger Pause soll in diesem Jahr wieder ein Maibaum den Laupheimer Rathausplatz zieren: Die Heimatfestfreunde haben sich der Sache angenommen, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. SZ-Redakteur Reiner Schick hat mit den Initiatoren Michael Held und Thomas Röhrl gesprochen.

SZ: Wie kam es zu der Idee, wieder einen Maibaum im Laupheimer Stadtzentrum aufzustellen?

Michael Held: In den vergangenen Jahren hat die Feuerwehr einen Baum in der Bahnhofstraße aufgestellt, ich habe das von 2012 bis 2016 organisiert. Letztes Jahr gab es keinen mehr, weil es zu aufwendig wurde. Da habe ich gedacht, ich frage mal bei den Heimatfreunden nach, wo ich auch Mitglied bin. In einer kleinen Runde haben wir über die Idee gesprochen, Thomas Röhrl und Walter Locherer waren sofort begeistert.

Thomas Röhrl: Michael weiß, wie das Ganze funktioniert, wie man an einen Baum kommt, was man beachten muss. Und das Werkzeug, das man braucht, ist durch unsere Wagenbauarbeiten ja alles da. Da dachten wir: Okay, wir probieren es.

Held: Wichtig war uns der Rathausplatz als Standort. Dort gab es schon lange keinen Maibaum mehr. Viele hat das gestört, uns auch. Jeder Ort in der Umgebung hat einen eigenen Maibaum, nur Laupheim nicht. Das wollen wir ändern.

Röhrl: Wir haben uns dann von der Stadt das Okay geholt. Und nicht nur das: Wir bekommen auch Unterstützung von der Stadtverwaltung, die sich zum Beispiel um die Versicherung kümmert.

Held: Und natürlich hilft uns auch die Feuerwehr. Kommandant Andreas Bochtler hat uns den Platz neben dem Feuerwehrhaus zur Verfügung gestellt, wo wir den Baum herrichten können. Vor vier Wochen haben wir dann mit den Vorbereitungen begonnen. Thomas hat auch noch seine Freunde von der TSV-Volleyballabteilung organisiert, die ebenfalls fleißig helfen.

Röhrl: Den hat uns der Förster aus dem Bastelwald vermittelt. Der Baum ist stolze 70 Jahre alt, unten 45 Zentimeter dick, und 25 Meter lang. Mit dem Bäumchen an der Spitze sind’s dann 28 Meter.

Held: Unsere Heimatfestfreunde Sabine Binder und Dieter Palau sind derzeit dabei, die Handwerkerschilder, die mir vor ein paar Jahren unter die Finger gekommen sind und bei der Feuerwehr sicher gelagert waren, zu restaurieren. Das sind richtig alte Schilder aus Blech, die einst der Maler Sommer bemalt hat.

Röhrl: Palau ist mit seinen 80 Jahren übrigens älter als der Baum. Das ist schon witzig.

Held: In der letzten Aprilwoche geht’s dann ans Kranzen. Das machen wir hinten bei den Heimatfesthallen.

SZ: Das klingt, als würden Sie auch gleich den SZ-Maibaumwettbewerb gewinnen wollen?

Röhrl: Ach, nicht gleich beim ersten Mal ...

Held: Darum geht es nicht. Wir haben uns zwar angemeldet, aber nur wegen der Kiste Bier, die jeder Teilnehmer bekommt. Aufwendige Schnitzarbeiten, wie es andere machen, können wir gar nicht leisten. Wir wollen einfach wieder einen schönen Maien in der Stadtmitte sehen. Und er ist mit Sicherheit der höchste in der Stadt.

SZ: Gibt es beim Aufstellen ein Rahmenprogramm?

Held: Der Aufbau erfolgt, mit Hilfe der Firma Rust und der Drehleiter der Feuerwehr, am 30. April ab etwa 16 Uhr. Danach gibt es eine Hockete mit Kaltgetränken und Würsten. Wir freuen uns auf viele Besucher!

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