So schwierig ist das Windsurfen

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Mit Trockenübungen wurde gelernt, wie man das Rigg (Segel) hält.
Mit Trockenübungen wurde gelernt, wie man das Rigg (Segel) hält. (Foto: Angelika Gretzinger)

Bei herrlichstem Sommerwetter hatten am Donnerstag elf Mädchen und Jungen beim „Laupfrosch“-Ferienprogramm die Gelegenheit, über die Wellen des Surfsees zu reiten. Auf dem Gelände des Wassersportclubs Laupheim herrschte an diesem Nachmittag ein buntes Treiben. Farbenfrohe Segel ragten in den Himmel, an denen die Kinder erste Erfahrungen im Windsurfen sammeln durften.

„So manch einer hat hier schon Blut geleckt und danach richtig mit dem Windsurfen angefangen“, erzählt Marcel Klose vom Surfclub Laupheim. Seit etlichen Jahren bietet der Surfclub den Jugendlichen im Alter zwischen zehn und sechzehn Jahren die Möglichkeit, das Windsurfen einmal auszuprobieren. „Natürlich ist dies kein vollwertiger Kurs, aber es sind doch schnelle Erfolgserlebnisse zu sehen“, sagt Klose. Und tatsächlich sieht und hört man die Freude der Kinder, als der erste Wind in die Segel bläst. „Das ist cool“, meint Florian (10 Jahre). Genau das ist es, was sich Marcel Klose wünscht. „Die Kinder sollen einfach Spaß am und im Wasser haben, das ist das Wichtigste“, freut er sich über die vielen strahlenden Gesichter.

Langweilig wurde es an diesem Mittag garantiert nicht. Gleich zu Beginn prasselten viele Fachwörter auf die Mädchen und Jungen ein. Da musste erst einmal gelernt werden, was Steuerbord und was Backbord ist. Wie muss ich auf dem Brett stehen? Wie halte ich das Rigg (Segel)? Aber Marcel Klose gab gleich darauf Entwarnung. An diesem Nachmittag stand nicht das Lernen langweiliger Fachausdrücke im Vordergrund, sondern das aktive Ausprobieren auf dem Brett. Daher ging es nach kurzer Theorie dann auch schnell ins Wasser. Zuerst einmal noch ohne Segel, denn so ein Surfbrett kann ganz schön wacklig sein. Balanceübungen standen deshalb auf dem Programm.

Nach der Erfrischung im kühlen Nass des Sees ging es weiter mit praktischen Übungen an Land. Marcel Klose zeigte, wie man das Rigg richtig hält. Anschließend durften die angehenden Surfer dann endlich mit Brett und Segel auf das Wasser. Manch ein Teilnehmer hatte zwar so seine Probleme, das Surfbrett in die richtige Richtung zu steuern und landete immer wieder im Ufergestrüpp, doch Spaß hatten trotzdem alle Windsurfneulinge. Nach all der körperlichen Anstrengung gab es dann noch eine kleine Stärkung für hungrige Surfer. Müde und zufrieden traten die mutigen Wellenreiter wieder den Heimweg an.

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